Monate: März 2007

Social Media-Stammtisch Hannover

Was mit dem Podcast-Stammtisch in Hannover begann, setzte sich gestern mit dem Social Media-Stammtisch fort. Nun ist Hannover zwar meine Landeshauptstadt – allerdings mit 134 km Landstraße doch einen ganzen Arsch weit weg. Da macht sich die schlechte Ost-West-Anbindung hier in der Ecke echt bemerkbar. Etwas mehr je als zwei Stunden für Hin- und Rückfahrt sind echt eine Maloche – vor allem wenn es erst um 22 Uhr wieder nach Hause geht. Als Horror empfinde ich diese elend lange Waldstrecke von Uelzen nach Celle. Ich warte dort regelmäßig auf einen gewaltigen Zwölfender, der mir spontan in die Windschutzscheibe hüpft. Ich möchte auf diesem Weg bei allen für die tollen Anregungen und die feinen Gespräche danken.

Kinder-Hotel mit Reiten und Fußball

Na schau sich das einer an: Da bin ich mal fünf Jahre weg und dann hat sich doch mir nicht, dir nichts tatsächlich ein Kinderhotel etabliert. Hört sich an, als könnten die dort geschnürten Urlaubspakete durchaus für den einen oder anderen Leser interessant sein 😉 (Gruß nach Wolfsburg) Denn: Im Kinderhotel gibt es nicht nur Fußball für die Jungen sondern vor allem etwas für die Mädchen: Pferde! Vor allem das Pony-Carting hört sich spannend an. Total doof, dass ich zwar inzwischen fast alle Sparten der dazugehörigen Hotel- und und Clublandschaft durchsurft aber keinen eindeutigen Standort gefunden habe . . . gefunden, via region-wendland.de

No Google: Alternative Suchmaschinen

Ich habe ja schon einen Artikel vom Suchen und Finden geschrieben – der bezieht sich aber ausschließlich auf das Suchen und Finden hier im Wespennest. Schwieriger ist das Suchen und Finden im WWW. Google ist zwar die wichtigste, nicht aber die einzige Suchmaschine. Und es lohnt sich, einige Alternativen im Auge zu behalten. Helge Städtler hat in der ThetaWelle eine tolle Liste dieser Alternativen zusammengestellt. Der Artikel ist im August 2006 erschienen und wurde seitdem immer wieder aktualisiert. Hervorragend finde ich seine Begründung, warum er einen Artikel über das Thema veröffentlicht Why do I blog this? Wann immer alle Leute um mich herum beginnen in eine Richtung zu gucken, ist es mir ein Bedürfnis genau in die andere Richtung zu schauen, so dass wenigstens einer die Dinge aus der anderen Richtung im Blick hat. (Quaero: Ich suche, Helge Städtler)

Eine Frage des Zugangs

Die Spatzen pfeifen es von den Dächern. Das ’neue Medium‘ Internet wird immer wichtiger. Dass neue Medium wird unsere Gesellschaft verändern steht fest. Es wäre nämlich nicht das erste Mal: Das Fernsehprogramm bestimmt seit langem unsere Abendplanung in der Familie, das Radio beeinflusst unseren Musikgeschmack, die Zeitung unsere Diskussionen in der Frühstückspause. Dem Internet spricht man Einfluss auf die Wirtschaft, die Demokratie und auf die Politik zu. Alles nur eine Frage der Zeit und des Zugangs. Ohne den technischen Zugang geht erst einmal gar nix oder nur wenig. Für den inhaltlichen Zugang wird Anleitung benötigt. Der Mensch kommt nicht als Homo Medialis zur Welt. Die sinnvolle Nutzung von Medien ist im besten Sinne eine Erziehungsfrage. Die Folge dieser Erziehung ist eine Kompetenz beim Gebrauch von Medien. Wer aber vermittelt einen sinnvollen Umgang mit dem Internet? Wer erst kürzlich seinen DSL-Anschluss bekam, verändert nicht sofort seine Surfgewohnheiten. Wer die aber nicht weiter entwickelt, bleibt hinter den Möglichkeiten zurück. Es ist, als würde man sich einen HDTV-Fernseher ins Wohnzimmer stellen und wie früher nur ARD, ZDF und …

Deutliche Worte an Telekomvorstände

Wenn die Mitarbeiter der Telekom sauer sind, ist das nur zu gut zu verstehen. Zumindest wenn man diesen Brief an Telekom-Vorstandschef René Obermann liest. Der Autor gehört zur Basis des Rosa Riesen und weiß sich auszudrücken. Letzter Auslöser war ihre wiederholte Forderung, bei uns Mitarbeitern eine größere Bindung zum Unternehmen zu erzeugen. Dazu kann ich ihnen nur erwidern, dass ich und die meisten meiner Kollegen im kleinen Finger mehr Unternehmensbindung haben, als ihre ganze Führungsriege zusammen. Ich werde ihnen auch sagen warum. (Aus dem ersten Teil, des im Heiseforum veröffentlichtem Briefes hier der Link und hier zum zweiten Teil.) Wenn man dem Spiegel Glauben schenken möchte, geht dieser Brief seit Tagen durch die Mail-Fächer der Abteilungen. Der Spiegel hat den Brief durch Dritte erhalten. Im Heiseforum steht er aber auch und wird vom Spiegel verlinkt. Der Autor wollte eigentlich die Angelegenheit ‚intern‘ behandeln. Andere hatten da wohl andere Pläne und ich würde ja gerne spekulieren – aber wer kennt schon die inneren Kreise? Der Brief ist eine öffentliche Anklage und für die Manager in der …

(Un)Heimliche Vergangenheit

Interessant für alle ebayer, amazon-Rezensenten, Blogger und Forenbenutzer: Haben Sie Ihr Pseudonym schon mal gegoogelt? Auch in Verbindung mit ihrem realen Namen? Was dabei rauskommt, ist ein kleiner Teil Ihrer ‚Online-Identität‘. Während einige Internetnutzer gerade ihre Online-Identität entdecken, wollen sich andere von ihrer Vergangenheit am liebsten wieder lösen. ‚Reputation Defender‘ nennt sich eines der Unternehmen, welches genau diese Dienstleistung anbietet. Thomas Knüwer, einer Top-Blogger der Handelblatt-Redaktion, glaubt an den wachsenden Bedarf. 20 $ soll das Manipulieren der digitalen Vergangenheit kosten – ob dabei auch der gefürchtete Google-Cache gehört, bleibt aber umstritten. Der Google-Cache archiviert Seiten, die der Autor zuvor vom Netz genommen hat. Pech für den Autoren, wenn darunter auch mitunter auch Peinlichkeiten, die dem Chef besser nicht unter die Augen kommen sollten. Online-Identität ist ein interessantes Phänomen. Nun lässt das Internet durchaus den Aufbau von mehreren Identitäten zu. Einen sehr spannenden Beitrag zum Thema lieferte Dick Hardt in einer sehenswerten Präsentatioin auf der Oscon 2005. Sehr unterhaltsam und informativ – aber leider vollständig in englisch…

Web2.0 zwischen Grundbegriffen und Strategie

Wenn eine Veranstaltung vom Thema Web2.0 handelt, von Strategie und Chancen die Rede ist, diese Veranstaltung unter dem Label eines ‚Gründerzentrums‘ läuft und die ganze Sause nix kostet – dann ist die Bude voll. So geschehen und miterlebt gestern in Wolfsburg: beim Coachingabend des Innovationscampus der WOB AG in Wolfsburg. Eine ausgesprochen charmante Geschäftsführerin einer regionalen Fullservice-Agentur gab den Coach und rund 200 Teilnehmer – Gründer wurden von einigen Anwesenden auch gesehen – lauschten, um sich anschließend um das ‚rustikale‘ Häppchen-Arrangement zu versammeln und fleißig zu networken und oder Bier zu trinken. ‚Chancen und Strategien‘ in Zeiten dieses neuen, aufregenden Webzeitalters sollten behandelt werden. Die Präsentation ist her zu beziehen – vor allem für echte Einsteiger geeignet. Aber bitte: Möge sich jeder seine eigene Meinung bilden. Was bleibt, wenn einem die Häppchen nicht munden und kein Bier getrunken werden darf, weil man am gleichen Abend noch nach Hause fahren muss? Die Erkenntnis, dass viel zu viele Onliner im Herzen viel zu offline sind und darum zu wenig vom Web an sich wissen. Beispielhaft ist die …