Monate: Juli 2007

Der letzte Raucher

Mit dem Rauchen ist das bekanntlich so eine Sache. Es riecht streng, es schmeckt eigentlich nicht. Außerdem ist es fürchterlich teuer und ungesund. Und trotzdem rauche ich. Allerdings wird die Luft dünn. Heute ist der letzte Tag, an dem Raucher ihrer Sucht in der Gastronomie fröhnen können. Wir haben hier in Dannenberg einen kleinen Italiener (eigentlich ja eine kleine Italienerin) und bei Lina gehört zum Latte eben eine Selbstgedrehte. Aus, vorbei. Ab morgen ist das Rauchen in den Gaststätten Vergangenheit. In spätestens 10 Jahren ist es ebenso unvorstellbar wie das Rauchen in der Kirche. Ich werde in mich gehen, nachdenken, versuchen mit einzuschränken und gegebenenfalls auf meinen Kaffee verzichten.

HP 5610 an Fritz Box?

Nein, es geht nicht – auch wenn die Mitarbeiter von 1und1 es in Aussicht stellten: Mein HP Officejet 5610 lässt sich nicht über die Fritz Box 7141 ins Netzwerk einbinden. Dabei hört es sich so gut an: Der für den DSL-Betrieb gelieferte Router FRITZ!Box Fon WLAN 7141 hat einen USB-Port, über den ein Drucker (oder eine Festplatte) betrieben werden kann. Den Drucker können alle Computer im Netzwerk nutzen, auch der Laptop vom Wohnzimmer aus. Schwierigkeiten machen die All-in-one-Geräte. Die Zusatzfunktionen wie scannen und faxen gehen bei dieser Art der Einbindung ins Netzwerk in der Regel flöten. Beim Drucken kommt es nicht nur bei mir zu Schwierigkeiten – die einschlägigen Foren sind voller Frust. Betroffen sind neben dem HP Officejet 5610 wohl auch andere Multifunktioner. Da hilft auch ein narrensicherer Apple nicht weiter. Eher im Gegenteil. Meine Unkenntnis bezüglich des Betriebssystems machte die ganze Angelegenheit nicht leichter. Nach einem Nachmittag voller Kabel, Frust und Treibersuche gebe ich auf. Selbst der empfohlene Opensource-Druckertreiber Gutenprint hat nicht weitergeholfen. Der Mac glaubt mir zwar, dass es einen Drucker am …

Hansefest und nicht ein Mensch in Rüstung

In Salzwedel, so wurde uns berichtet, solle am 22. und 23. Juli (vergangenes Wochenende) der Papst im Kettenhemd beboxt haben. Aufgrund dieses Tipps waren wir am Sonntag mittag da. Und? Kein Kettenhemd weit und breit. Den Papst haben wir auch nicht gesehen. Aber was soll der auch in Salzwedel? Sind ja eh‘ alles rote Protestanten. Los war trotzdem was. Es war nämlich Hansefest. Wie aus gut informierten Kreisen zu hören ist, habe der einzig legitime Salzwedeler Kettenhemdträge mittags im Bett gelegen. Ermattet. In Rüstung? (Ich bleib am Ball) Das Hansefest war eine Art Generalprobe für die Salzwedeler, die im kommenden Jahr den Internationalen Hanstag ausrichten werden. Von Dannenberg aus betrachtet, dürfte das eine spannende Sache werden. Hansetag wie war es? Sie haben sich Mühe gegeben. Die eingesetzten Holzbuden für die Händler und Hausierer machen sich bezahlt und sehen auch nach einigen Jahren im Einsatz anständig aus. Warum aber im Schlossgarten einige dieser Buden verschlossen am Rande standen, kann ich mir nicht ganz erklären. Das eigens eingerichtete Hanseblog verschweigt den Termin gar völlig. Die Beschilderung ist …

Der 100$ Laptop wird gebaut

Was darf ein Computer für Afrikas Kinder kosten? ‚Nicht mehr als 100$!‘ Diese Zielmarke gab Nicholas Negroponte, Gründer des MIT Media Lab, vor. Seine Forschungsgruppe untersucht Möglichkeiten, die Entwicklungs- und Schwellenländer bei der Entwicklung moderner Technologien mitzunehmen statt abzuhängen. Die Idee ist so revolutionär wie umstritten. Nun wird er also gebaut. Im Oktober 2007 sollen die ersten Exemplare ausgeliefert werden. Das zumindest berichtet die BBC in diesem Beitrag.

Zoom H4 am MacBook

Ganz neue Möglichkeiten ergeben sich, wenn der Zoom H4 am MacBook via USB-Kabel angeschlossen wird: Dann lässt er sich über Garageband als externes Mikrofon nutzen. Eine Möglichkeit, die zwar rein theoretisch auch für Windows-User offen steht – bei mir kam das jedoch nie in Frage. Der Lüfterlärm wäre als permanentes Rauschen im Hintergrund zu hören. Also blieb bislang nur die Möglichkeit, gesprochenes Wort als MP3-Datei auf die SD-Karte zu schieben, um die Datei anschließend in Audacity importiert zu werden. Dabei sind zwei Zwischenschritte nötig – jedesmal mit Qualitätsverlust verbunden. Das ganze ist nun überflüssig, weil ich mir das MacBook gekauft habe. Den Umgang mit MacOS X übe ich derzeit noch. Unter anderem mit Garageband. Das ist das mitgelieferte Soundschnittprogramm von Apple und für Podcaster eine gaaaanz feine Sache. Für alle Vista-User wichtig: Es gibt ein neues Softwareupdate für den H4 Weil ich schon mal dabei war, habe ich die neue Podpress-Version 8.2 als Plugin ins Wespennest installiert. Dank an Jörn von nerotunes.de Viel Spaß beim Hören für die nächsten zehn Minuten.

Wenn Bürger Medien machen

Medienkompetenz ist ein schwieriges, steiniges Feld, das in deutschen Schulen in der Regel in Form einer Wandzeitung beackert wird. Um im Bild zu bleiben: In der Schule dreht sich heute vieles um die Drei-Felder-Wirtschaft, während man sich in der Jetztzeit eher mit Genmais beschäftigt. Und um bei der Wahrheit zu bleiben: einige Schulen sind da schon erheblich weiter. Die Möglichkeiten von Web 2.0 mit Blogs, Podcasts und sozialen Netzwerken Meinung zu verbreiten, münden in einer (nicht mehr aufzuhaltenden) Form des Bürgerjournalismus, deren Vordenker sich über die Möglichkeiten und Risiken einen regen Gedankenaustausch stellen. Einer jener Vordenker und Verfechter dieser Medienrevolution ist Dan Gillmor, der in der readers edition seine sehr profunden Ansichten in Worte fasst. Einen eigenen Absatz widmet er dem Thema Medienkompetenz und beginnt das Thema so: Was in zunehmendem Maße deutlich wird, ist die Notwendigkeit, Medienkompetenz in einem medial durchsetztem Zeitalter zu erhöhen. Wo Leute Schöpfer von Medien und nicht bloße Konsumenten sind, ist die Aufgabe komplizierter — aber wichtiger als je zuvor. Bürgermedien: Ein Zwischenbericht Wer es lieber als Video mag, dem …

Westernstadt in Dannenberg?

Zugegeben, die Kulisse hat es in sich: Die Fassade vom Ratskeller, im Januar ausgebrannt, steht inzwischen komplett entkernt am Marktplatz in Dannenberg. Irgendwie habe ich immer keine Cam dabei wenn ich in der Stadt bin. Morgen hole ich das nach. Mit riesigen Betonblöcken wird die Fassade in einem Holzkorsett aufrecht gehalten. Die Fußböden sind, wie auch die Wände aus den Obergeschossen sind im Schuttcontainer gelandet. Die Lange Straße verjüngt sich durch die Fundamente der Holzstützten auf Kleinlasterbreite. Soweit, so bekannt. Aber: Ob der Ratskeller als Touristenattraktion taugt? Ob eine Stunt-Show im Stile einer Westernstadt wohl das richtige wäre, wie jüngst am Nebentisch bei Lina vorgeschlagen? Ich fürchte Bad Segeberg hat da mehr zu bieten. Weil die Diskussion von Januar wieder an Fahrt gewinnt, habe ich auch die Umfrage noch einmal reaktiviert 😉

Web 2.0 und die Meinungsmacher

. . . der alten Medien haben nur bedingt zusammengefunden. Behauptet zumindest eine Studie, die eben in mein Mailfach flattert. Auch wenn die Studie, die heute von der dpa-Tochter news aktuell verbreitet wurde, Web 2.0 auf Blogs und Podcasts eingrenzt (und dabei Xing und Co vollkommen außer acht lässt) – einen Blick in die Studie kann man durchaus riskieren. Interessant für Menschen, die an der Schnittstelle zwischen PR / Web / und Journalismus werkeln. Dankenswerterweise gibt es die Studie als 6seitiges PDF zum Download.

Neuer Harry Potter als PDF im Web?

Eigentlich wollte ich eine Meldung bei Bild.online verlinken. Als ich nach wenigen Sekunden einen Reload der Seite machte – war sie weg. Inhalt der Meldung, die da eben bei Bild.online für wenige Sekunden auf meinem Bildschirm zu sehen war: „Nachrichten: Unbekannter veröffentlicht im Internet Geheimnisse des neuen Harry Potter“ 759 Seiten Harry Potter im Internet veröffentlicht Die letzten Geheimnisse von „Harry Potter“ sind enthüllt – angeblich. Ein Unbekannter fotografierte mit einer Digitalkamera 759 Seiten des 7. Romans „Harry Potter und die Todgeweihten“ ab und stellte sie leicht unscharf, aber lesbar ins Internet. Die gute Nachricht: Harry stirbt nicht! Bild.online – RSS Auch andere Quellen bestätigen: Ein ‚Fan‘ machte sich die Mühe und hatte 10 Kapitel mit einer Digitalkamera abfotografiert. Hier mal ne Ãœbersicht, über die Verbindung von Harry Potter und PDF bei technorati. Und nun wird’s kritisch: Denn ich vermute, da heizt jemand den „Harry Potter“-Hype mit einer Ente an. Denn selbst wenn der Potter online zu sehen wäre, hätte das kaum Auswirkungen auf den Buchverkauf. Eher im Gegenteil. Das PDF wäre der beste Teaser, …