Monate: September 2008

AW: So gesehen Zugemüllt

Ich mag meine EJZ. Sie ist kritisch, aktuell und in der Regel gut informiert. Sie ist das, was Jens Feuerriegel in seinem Kommentar am 20. September zu Recht einen „Gatekeeper“ nennt. Als Schleusenwärter sehen Redaktion und Verlag der EJZ zahlreiche Themen und Aspekte von Themen an sich vorbeiziehen und entscheiden, was der wendländischen Informationsgesellschaft als Wasser auf die Mühlen gerät. Diese Schleusenwärter haben ein Großthema allerdings ausgespart: das Internet. Dieser Nachrichtenkanal hat inzwischen für eine solche Flut von Informationen gesorgt, dass der Gatekeeper Feuerriegel sich zu einem Kommentar genötigt sieht. Damit offenbart er, wie hoch das Wasser steht. Feuerriegel befindet sich in guter Gesellschaft. Wie den großen Tageszeitungen fehlt auch der EJZ ein rechter Zugang ins Netz. Anders als den anderen großen Verlagen ist es der EJZ bislang erspart geblieben, sich den Irrungen und Wirrungen der Moden, die das Internet nun einmal bestimmen, hinzugeben. Es gibt keine Diskussionskultur außerhalb der lesenswerten Leserbriefseite. Es gibt keine E-Paper-Version, kein nenneswertes Archiv, keine Video-Varianten und keine Podcasts der aktuellen Berichterstattung. Das kann durchaus wohl überlegt sein und vielleicht …

Umlaute nerven, Baustelle Newsletter

Diese Umlaute rauben mir den letzten Nerv. In meinen Twittereinträgen (rechts von hier) machen Ä, Ö und Co nur Probleme. Auch der Newsletter ist davon betroffen, wie ich heute erfahren habe.  Bevor ich meine Leser mit von kryptischen Zeichen durchsetzten Mails nerve, schalte ich den Newsleter erst einmal ab und versuche, das Problem in den Griff zu bekommen. Erste Ansätze zur Problemlösung finden sich auf der Seite von Max Strübe, der das Postnotification-Plugin geschrieben hat, allerdings habe ich im Augenblick etwas wenig Zeit, um mich ausgiebig der Sache zu widmen.  Falls übrigens der Eindruck entstanden sein sollte, das Wespennest würde von mir nicht weiter gepflegt werden: Das ist so nicht richtig. Längst nicht alles lässt sich via Twitter publizieren. Es gibt durchaus einige Themen die ich gerne aufgreifen und ins Wespennest stellen möchte. Dazu gehört unter anderem die Frage, was sich in Sachen Gorleben tut, welche Apps aus meiner Sicht für das iPhone etwas taugen und auch das Thema Medienkompetenz ist ein ergiebiges. Also an alle, die das Wespennest via Newsletter empfangen: Grämt Euch nicht. …

Und dann kommt lange nichts!

Das regelmässige Veröffentlichen neuer Beiträge im Wespennest kam während der jüngsten Vergangenheit etwas kurz. Urlaub oder nicht – damit hat es entgegen meiner ersten Vermutung nix oder nur wenig zu tun. Tatsache ist, dass mein iPhone mehr Zeit frißt, als es spart. Zwar bin ich immer und überall online, aber: Neue Möglichkeiten wie das Twittern verdrängen das Bloggen vom Laptop aus. Das ist nicht negativ gemeint, sondern eher im Sinne von ‚Evolution‘ zu verstehen. Bloggen vs. Twitter Twitter selbst ist sozusagen eine öffentliche, dafür kostenfreie SMS. Nix für den Austausch von Intimitäten aber für das Publizieren von Statusmeldungen prima geeignet. Schnell und kurz schlägt ausführlich und ’schön‘ 1:0. Vielleicht schlägt das Pendel bald wieder in die andere Richtung aus. Vielleicht kommt aber auch lange nix.