Monate: November 2008

Elektrischer Reporter bei der Tante ZDF

Als Senioren-Sender verspottet, ist das Online-Angebot des ZDF der mit Abstand lohnenswerteste Dienst, den ein Fernsehkanal bislang ins Netz gestellt hat. Auf den elektrischen Reporter habe ich im Wespennest schon einige Male Bezug genommen. Nun ist Mario Sixtus von der alten Tante ZDF unter Vertrag genommen worden. Sein Sendekonzept des elektrischen Reporters ist fast unverändert in die Fernsehwelt integriert worden. Lohnenswert. Elektrischer Reporter – Microblogging: Leben in 140 Zeichen

Wassermangel im Landkreis?

Kaum vorstellbar. Der noch so grüne Landkreis droht im Rahmen des Klimawandels in Teilen zu versteppen. Das zumindest schreibt das Hamburger Abendblatt: Der Klimawandel ist da – das bestätigt Markus Quante, Atmosphärenwissenschaftler am Forschungszentrum Geesthacht (GKSS). In Niedersachen werden wir die Wirkungen bis zum Jahr 2080 immer stärker spüren: „Es wird wärmer. Im Winter steigen die Temperaturen durchschnittlich um 3,2 Grad, im Sommer rechnen wir mit einem Anstieg von bis zu 3,9 Grad Celsius“, sagt er. Das Thema Wassermangel ist auch für ihn von zentraler Bedeutung: „Wir werden im Sommer bis zu 40 Prozent weniger Niederschlag haben.“ Einzelne Regionen im Osten, wie die Gegend um den Drawehn (Landkreis Lüchow-Dannenberg), könnten versteppen. An den Küsten laufen Sturmfluten höher auf: „Der Trend steht fest. Auf den Millimeter genau lässt sich die Entwicklung aber nicht vorhersagen.“ Hamburger Abendblatt Vielleicht sollten wir unsere Landwirte frühzeitig auf dieses Problem aufmerksam machen. Es gibt doch bestimmt Techniken, mit denen abfließendes Wasser gehalten werden kann, oder?

Vernetzung und Bewertung

Das Ende von Web 2.0, weil das Netz an den selbsterzeugten, aber unbewerteten Beiträgen erstickt? Sehr interessante Gedankengänge zum wichtigsten Thema der Welt von Prof. Peter Kruse. Der Unternehmensberater hat eine ausgesprochen interessante Interview-Serie in YouTube veröffentlichen lassen. Diese Interview-Serie ist interessant für Menschen, die sich mit Komplexität im Zusammenhang mit Kultur, Lernen und Prozessen beschäftigen. Danke ans PM-Blog für den Hinweis.

Wer kennt die Antwort?

Der Spiegel setzt sich aktuell mit den Spekulationsblasen auseinander. Dabei wird eine interessante Frage gestellt: Und wenn ein Anleger beispielsweise für 10.000 Euro Cobold-Anleihen erworben hat, und diese 10.000 Euro sind jetzt weg – wer hat dann das Geld? 20 Sekunden Pause in der Leitung. „Gute Frage“, sagt die freundliche Pressedame. Noch einmal 15 Sekunden Schweigen. „Das muss ich erfragen.“ Sie notiert die Fragen, verspricht, einen kompetenten Gesprächspartner zu suchen. Drei Tage später kommt die Antwort der DZ Bank. Diese Informationen, heißt es knapp, seien „für den Anleger nicht relevant“. Spiegel Online Dabei bleibt es leider. Aber wer kennt die Antwort auf diese Frage? Bitte um einen Kommentar Spekulationen sind ausdrücklich gewünscht 🙂

Ahnungsloser Gewerkschaftsboss Wendt macht sich lächerlich

   Ohne Helm und recht entspannt – so habe ICH die Polizei erlebt.   Eine kleine Umfrage im Bekanntenkreis hat bestätigt, was ich in Twitter schon gefragt hatte: Wie habt Ihr die Polizei empfunden? Einhellig: War okay. (Das ist viel im Wendland!) Eigentlich wäre ich geneigt, einer Gewerkschaft der Polizei zuzuhören. Aber eines ist sicher: Nachdem der Vorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft einen solchen Quatsch von sich gibt, höre ich erst wieder hin, wenn die Polizisten sich einen neuen Vorsitzenden oder eine neue Gewerkschaft suchen.

Castor 2008: Oma als Demotourist

    Oma ist mit ihren 88 Jahren nun wirklich über jeden Zweifel erhaben. Demonstrationen sind ihr Ding nicht aber dass hier im Wendland die Uhren anders laufen, hat sie inzwischen auch verstanden. Also haben wir Oma und ihren Rollator gestern mittag kurzerhand ins Auto gepackt und sind los: auf den Spuren des Castors. Ausgehend vom Verladekran („ist ja enorm…!“) in Richtung Gorleben („sehr komische Namen haben die hier…“) ging es vorbei an der Strecke, die die elf Castoren Montag Nacht nehmen werden. Oma fand es trotzdem interessant und uns hat das erst einmal gereicht. Sonntag ist der große Tag. Da muss Oma nicht mit – einmal reicht.

Castor Ratschläge

Also der heute schon erwähnte Feed auf Twitter erweist sich als nützlich. Er vermittelt einen Blick auf die Entwicklung. Ich beobachte eine steigende Spannung in den verschiedenen Posts und bin halb amüsiert über nebulöse Ratschläge wie „nehmt die bekannten Geheimwege“. Das ist für Ortsfremde wenig hilfreich, vergleichbar mit meinem gut gemeinten Ratschlag: Nehmt das iPhone mit, nutzt die twinkle-Nearby-Funktion und alles ist tutti.

Castor, Twitter und das Netz

Nachdem er im vergangenen Jahr ausgefallen war geht es dieser Tage wieder los: Aus dem fanzösischen La Hague kommt wieder einmal ein Transport mit Castoren ins Wendland. Seit 2006 hat sich eine Menge getan. Der Castor ist nicht nur bei YouTube und im Web präsent (wenngleich das Castorblog tot zu sein scheint). Castor.de ist wieder Pflichtlektüre leider aber unkomfortabel zu verfolgen (keine Feeds). Besser ist da Wendland-net, dass sich in den vergangenen beiden Jahren zu einer echten Alternative auch für die EJZ entwickelt hat. Aber damit nicht genug. Besonders aktiv ist die Castorgruppe Hitzacker, deren Engagement sich auch auf Twitter auszuweiten scheint. Ich bin davon überzeugt, dass gerade Twitter beim Castor-Transport eine wichtige „Neuerung“ in der Verständigung innerhalb des Widerstandes darstellt. Twitter ist – etwas vereinfacht – eine Art öffentliche SMS: Ultraschnell, direkt, kurz und -besonders wichtig- plattformübergreifend. Das bedeutet: Twitter-Mitteilungen können am PC zu Hause oder via Handy gesendet und empfangen werden. Damit ist das System vor allem dann hilfreich, wenn in der Hitze des Gefechtes (sorry für diese militärische Ausdrucksweise) aktuelle Entwicklungen vor …