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A’propo Musik.
Ich stehe auf Podcasts. Diese kleinen Internetbeiträge gibt es als gesprochenes Wort und als Musik. Als Radiomann stehe ich der Idee a priori interessiert gegenüber und bin seit Ende 2005 leidenschaftlicher Podcasthörer. Unter anderem vom “Blick über den Tellerrand” und “Das Abenteuer Kommunikation“.

New Age Und jetzt beschäftigt mich eine These: Jeder Podcaster steht bei der Produktion doch wohl zwei fundamentalen Fragen gegenüber. Für wen produziere ich meinen Beitrag? (neuer Hörer oder alter?) Und nicht minder wichtig ist: Wann wird der Hörer ihn zum erste Mal hören?

Hans-Jörg Walter ist Trainer für Kommunikation, hat sich auf NLP spezialisiert und ist ein alter Podcast-Hase. Mit “Das Abenteuer Leben” hat der rührige Motorradfahrer aus Heidelberg das “erste deutsche Edutainment-Portal” auf den Weg gebracht. Streng business, natürlich.

Seine NLP-Sendungen sind prima gemacht und inzwischen (leider – aber verständlich) teilweise kostenpflichtig. Aber inzwischen hat er ein Problem. Ein interessantes zumal:

09:38 – Was? Podcasts auf CD? Nee, oder doch?
Keine Sorge – alles bleibt so wie es ist und Ihr könnt unsere Podcasts natürlich auch in Zukunft wie gehabt über iTunes und unsere RSS-Feeds direkt downloaden. Auch die älteren Podcasts von mir und Luise, die nicht mehr in den RSS-Feeds sind, können im Shop einzeln gegen eine geringe € 1,00 heruntergeladen werdeb, aber denkt mal bitte an all diejenigen, die in der letzten Zeit neu dazu gekommen sind.
Diese neuen Hörer müssten sich z.B. bei “Das Abenteuer Kommunikation” so um die 70 Podcasts nachträglich einzeln herunterladen und das macht selbst mit T-DSL nicht wirklich Spaß

Kurz gesagt: Was macht ein Podcaster mit Hörern, die seine Beiträge als gesammelte Werke haben möchten?
Bei mir geht das kontinuierlich und zwar per i-Tunes, das eigentlich immer irgendwann läuft. Ein Archiv von Abenteuer Kommunikation habe ich mir schon seit Folge 5 aufgebaut. Nicht jede Folge habe ich gehört, andere zweimal oder öfter. Ist halt auch ne Zeit und Stimmungsfrage.

Womit wir auch schon bei der implizierten These sind: Beiträge werden fürs Archiv gemacht und bekommen somit einen zeitkritischen Aspekt.

Beispiel: Weil ich das Abenteuer Kommunikation lange nicht gehört habe, war ich heute in der Lage den Aufruf von Hans-Jörg Walter zur Podcast-Umfrage zu hören. Die organisiert Alex Wunschel (mein erstes Podcaster im Abo bei i-Tunes) bereits zum zweiten Mal. Auch die ist an mir vorbeigegangen.

Die erste Erwähnung kam bei mir also vor knapp zwei Stunden in jener schon lange vorhandenen Sendung 84. vom 15.07.2006.

Das Problem ist: Die Podcastumfrage ist “abgelaufen“!

Was bei mir wieder eine Frage aufwirft, die direkt an mit dem Faktor “Zeit” zusammenhängt. Die Frage “Warum eigentlich abgelaufen?”.

Warum sind Umfragen immer irgendwann zu Ende? Weil die Zahlen nur noch schleppend kommen? Weil es nach kaltem Kaffee aussieht wenn nach 2 Jahren immer noch zu der Umfrage aufgerufen wird?

Dabei wären lange Zeiträume bei einer “Verhaltensstudie” wie es die Podcastumfrage von Alex Wunschel ist, bestimmt doch ganz interessant. Zumal bei der Auswertung über längere Zeiträume ja kaum ergebnisverfälschend sein dürften, oder doch? Ist es nicht alles nur eine Frage der Statistik? Oder müssen Dauerumfragen anders designed werden?

Nebenbei wäre es natürlich auch total schade, wenn ich die Betrachtung in “Eigener Sache” (der inoffzielle Titel der Folge 84.) von Hans-Jörg Walter so ganz außer acht gelassen hätte, “nur” weil er schon von Juli ist. Ich neige schnell dazu, wenn ich mich auf’s Blogging einlasse.

Es war nämlich (wieder mal) höchst interessant, einen Blick in die Erfahrungswelt von einem geübten Podcaster zu bekommen, und sei hier jedem ausdrücklich empfohlen.

Auch interessant für alle, die versuchen, über Podcasts auch Geld zu verdienen. Denn im letzten Teil geht es genau darum – sehr spannend!

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