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Mein Notebook hat seinen Geist aufgegeben. Blubb – aus.

Okay das gute Stück war etwas älter (PIII mit 1.2Ghz, 512MB RAM), machte eigentlich schon seit Jahren nicht mehr das was es eigentlich sollte und darum spare ich mir die Tränen.

Was mich schmerzt ist vielmehr, dass Ersatz her muss. Ich streube mich aber unterwegs muss ich arbeiten, online gehen und präsentieren können. Da ist ein Notebook eben doch unersätzlich. Die Dinger können alles. ABER!

Nach meiner bisherigen Erfahrung sind Notebooks vor allem teuer und der Akku grundsätzlich dann leer, wenn er gebraucht wird. Ersatzteile gibt es nur für Modelle, die gerade am Lager sind, “bestellen ist leider derzeit nicht möglich”. Außerdem besitzen Notebooks die unangenehme Eigenschaft, dass sich der Preis halbiert, sobald es das erste Mal hochgefahren ist.

Die kleine Festplatte ist immer zu klein, der Ramspeicher nie ausreichend und wer eine halbe Stunde mit dem Notebook auf den Oberschenkeln liegend gearbeitet hat, fühlt sich wie ein Grillhähnchen.

Die Alternative? Ein Apple?

Die Modelle mit dem abgefressenen Apfel sehen zwar genauso aus wie normale Notebooks, haben aber in meinem Bekanntenkreis den Ruf des “Besonderen”: Sie laufen länger, stabiler, machen mehr mögich, veralten nur alle drei Jahre und sind mit guten Komponenten ausgestattet.

Das wissen die Männer um Steve Jobs auch und darum verkaufen sie ihre Geräte für teuer Geld, packen dafür gleichzeitig so interessante Software mit dazu, dass ein Nachwuchsblogger wässrige Augen bekommt. Garageband zum Beispiel ist ein supertolles System . . .

Derzeit tendiere ich zum MacBook, werde aber wohl eine oder zwei Nächte drüber schlafen müssen. 1.379 Euronen inkl. sind eben auch kein Pappenstil. Dazu kommt, dass ich das Notebook gerne mit meinen Windows-Systemen synchronisieren möchte. Openoffice macht den Dateitausch möglich – aber reicht das wirklich?

8 Comments

  • Tja, wohl kaum zu glauben nach meinem ersten Posting zum Thema, aber ich besitze jetzt ein MacBook (2Ghz, 2GB RAM, 120GB Festplatte). Sauteuer im Vergleich zu PC war’s zwar schon, aber es ist das sinnvollste Gerät, das ich in den letzten Jahren in den Fingern gehabt habe.
    Grund dafür ist die hervorragende Verarbeitung der Hardware und nicht zuletzt Mac OS X. Ich habe vor mehreren Jahren mit Mac OS 9 i Redaktionsalltag arbeiten müssen, was ich nicht so prall fand, aber der Tiger macht wirklich Spaß und gespannt auf den Leopard.
    Mit der Betaversion 1.2 von Bootcamp läuft auch XP reibungslos und erkennt sämtliche Schnittstellen (Anm. für Thoddy: Das lief vor dieser Version von Bootcamp gar nicht rund und btw ich habe in meinem ersten Posting geschrieben, das Apple auf Mac OS läuft und lediglich nicht Mac OS X geschrieben, da X ja nur für die letzte große und aktuelle Version des Mac OS steht). Obwohl XP kaum gebraucht wird und nur zur Kompatibilitätssicherheit dient, bekommt man beim Benutzen von Windows am MacBook fast das Gefühl, dass der Mac jetzt schon fast der bessere PC ist. :-)
    Leicht habe ich mir die Entscheidung für das MacBook nicht gemacht, eher war das Windows Vista im direkten Vergleich mit Mac OS X. Vista ist sicher nicht schlecht, aber hat mir das Gefühl gegeben, vor lauter Kraft nicht gehen zu können.
    Softwareseitig lassen sich die Kosten im Office-Bereich beim Mac in Grenzen halten, wenn man sich das kostenlose NeoOffice aus dem Netz zieht. Die Version 2.1 lädt auf meinem MacBook schneller als MS Office 2003 auf meinem Acer Aspire 3003 WLMi (Sempron 1,8GHz, 2GB RAM). läuft absolut stabil und hat bisher nicht einmal mit MS Office 2007 Dokumenten und/oder Excel Sheets. Sollte das doch einmal der Fall sein, so gibt’s dafür ja noch immer die Windows-Partition mit den entsprechenden Programmen.
    Das MacBook macht mich zwar nicht zum Mac-Jünger, denn designen und gut verarbeiten können auch andere (das OS lasse ich jetzt einmal außen vor), aber wohl eher zum Intel-Gläubigen, denn der Prozessor macht z.B. Bootcamp und damit die “Rundum-Kompatibilität” möglich und damit den Mac zur momentan perfektesten Komplettlösung über die großen OS-Welten hinweg.
    Außerdem macht er die ganze Sache sauschnell. :-)
    Einziger “Schwachpunkt” ist die Grafikkarte, was bei mir aber eine untergeordnete Rolle spielt, denn ich benötige es zum arbeiten und nicht zum Gamen.

  • Jaja, das Ersatzteilkistenphänomen, wer kennt es nicht? Das hat allerdings wenig mit der Plattform zu tun, sondern eher mit den gestellten Ansprüchen. Ich als Programmierer und Spieler stelle sicher höhere Ansprüche an meinen Rechner, als jemand, der daran "nur" arbeiten möchte, wenn er nicht gerade rechenaufwändige Dinge wie Videoschnitt / Kompression oder ähnliches betreibt. Wenn nun die Rechenleistung nicht mehr ausreichend ist, muss man aufrüsten – egal ob Apple oder nicht. Auch das Argument von 2 PCs zum Preis von einem kann ich nicht ganz nachvollziehen. Ich könnte mir auf meinen Rechner ohne weiteres 10 Betriebssysteme installieren, dann hab ich ja gleich 10 Rechner zum Preis von einem, die Rechnung geht irgendwie nicht ganz auf. Ob Apple oder nicht ist wohl ne art Glaubensfrage, der BMW Mercedes Vergleich trifft das recht gut. Wesentlich ist wohl die Gewöhnung. Ich, der ich mein Leben lang auf Windowsrechnern gearbeitet habe (Nagut, meine leben lang nicht, aber halt so lange, wie ich 'nen Computer habe) möchte nicht umsteigen und wieder von null beginnen. Da es dir wohl recht ähnlich geht lautet meine Empfehlung Windows PC!

    Grüsse aus Berlin, Robert

  • Linux kommt für mich eh – noch – nicht in Frage. Ich hatte vor zwei Jahren einmal eine SuseVersion auf meinen PC gespielt und bin ob meiner Ahnungslosigkeit verzweifelt.

    Mit Viren hatte ich bislang noch wenig böse Erfahrungen gemacht – aber das Ersatzteilkistenphänomen kann ich bestätigen. Auch bei mir stapeln sich alte Sound-, Grafik- und Netzwerkkarten fröhlich auf Mainboards und Speicherchips – allerdings im Abstellraum und nicht mehr neben dem Schreibtisch.

    Zwei PC's zum Preis von einem… hm da komme ich ins Grübeln. Aber eigentlich brauche ich nur einen… :-)

    Das schöne Design wäre mir allerdings durchaus etwas wert: Das Auge isst bekanntlich mit – warum nicht auch beim Arbeiten?

    Bleibt die Frage: Welchen Wert hat Design im täglichen Arbeitsleben?

  • Tschuldigung – noch ein kleiner Zusatz als Info für Axel Helm: Mac arbeitet mit OSX und sehr wohl kannst du Linux drauf laufen lassen. Hey, das sind dann ja 3 Betriebsysteme…

  • BMW oder Mercedes? Apple oder Windows? Ist es mittlerweile wirklich egal geworden? Entscheidet nur noch das Design?

    Während viele meiner bekannten Windowsuser eine Kiste mit diversen Ersatz- und Aufrüstteilen neben ihrem Windowsrechner stehen haben um die Leistung hier noch aufzupeppen oder da noch zu verbessern, arbeite ich seit über zehn Jahren mit Apple – und ohne Ersatzteilkiste.

    Der Unterschied, den ich für mich festgestellt habe – ein Apple läuft halt. Während ich mit einem Windowsrechner nach einer Programminstallation resigniere, weil die .dll-Datei eines anderen Programms nun leider nicht mehr läuft oder sich schon wieder eine Virenattacke durch mine Emailprogramm schleicht, sitze ich fröhlich an meinem Mac und arbeite.

    Zugegeben – auch ein Applerechner ist nicht vollkommen. Wäre ja auch noch schöner. Aber nach meinen Erfahrungen der letzten Jahre hat sich ein Apple deutlich schneller amortisiert als ein PC.

    Mit dem Umstieg auf Intelprozessoren hat Apple wieder einen Coup gelandet. Nun ist es möglich, beide Systeme laufen zu lassen. Die Qualität eines Apples steht nuun beiden Seiten offen. Zwei Rechner für den Preis von einem. Das ist doch günstiger als ein Aldi-PC, oder täusche ich mich? Abgesehen davon passt alles zusammen und das Betriebssystem ist menschenfreundlicher.

    All das hat es mich bis heute nicht bereuen lassen, Apple die Treue zu halten.

    Und während mein Nachbar wieder am Fluchen ist, weil seine AOL-Test-CD sein Telekomzugang übergebügelt hat, schmunzel ich vor mich hin, schaue auf meinen flüserleisen G5 und bin mir sicher, die richtige Entscheidung getroffen zu haben ;o)

  • Naja, "die Männer um Steve Jobs" sind ja mittlerweile so etwas wie "assoziierte Mitglieder des Imperiums" (aka Microsoft).

    Mit dem Umstieg auf Intelprozessoren ist der Unterschied in der Hardware von Apple- und Winsows-Laptops marginal geworden.

    Bedeutet: ein Apple ist nun von der Architektur praktisch identisch mit einem Windows-Laptop aufgesetzt (und "veraltet" daher auch genausi schnell). Das wiederum bestimmt zu einem Gutteil die Akku-Leistung.

    Beim Akku ist es wiederum völlig egal, ob Apple oder Windows, denn es werden schon lange im Apple die selben Akkus verwendet, wie bei Windows-Notebooks. Konkret: Sony-Akkus, die ja neuerdings ein wenig Probleme mit ihrem Ruf haben (Stichwort Rückholaktion).

    Bleibt noch Das Betriebssystem. Hiers stellt sich die Frage, ob MacOS wirklich besser ist als Windows und ob vielleicht nicht die allerbeste Lösung Linux wäre. Linux läuft auch problemlos auf jedem Rechner mit für Windows designter Architektur, nicht aber bei Apple.

    Die MacOS – Windows – Diskussion ist allerdings eine Glaubensfrage, nicht mehr und nicht weniger, denn für den Normalverbraucher ist kein Unterschied erkennbar.

    Klar, das Apple-Design ist unschlagbar, aber das was eonfach ausschlaggebend ist, ist der Preis. Und das haben Windows-Nitebooks allemal die Nase vorn, denn die Apple sind einfach zu teuer. In Ausstattung vergleichbare Windows-Laptops von Markenherstellern sind eben nach wie vor um bis zu ein Drittel günstiger und stehen dem Apple-Produkt in nichts nach.

    Rechnet man dazu, dass man für den Apple zusätzliche Software kaufen muss, um seine Microsoft-Produkte zum Laufen zu kriegen (z.B. Office) oder gleich z.B. das ganze Office-Paket für Apple neu kauft, fällt die Entscheidung klar für Windows aus.

    Zum Schluss muss man noch die ganzen Periphergeräte bedenken, die unter Umständen auch Probleme mit dem Apple machen.

    Nix gegen Apple, es sind gute und schöne Produkte, nur eben leider Nischenprodukte. Ich empfehle daher erst einen Apple zu kaufen, wenn man einmal zu viel Geld übrig hat.

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