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Eine schöne Beschäftigung für den Sonnabend oder Sonntag ist das Sichern von Daten. Weil ich dazu nie wirklich Lust habe und DVD-Rohlinge auch nicht umsonst zu haben sind, fallen meine privaten Unterlagen durch das Raster und bleiben einfach ungesichtert.
Was passieren kann, passiert nach Murphys Gesetz denn auch: Die Platte (bei mir eine Samsung SP1604N) gibt ohne Ankündigung ihren Geist auf und schon ist der Sonnabend mit einer frustrierenden Rettungsaktion belegt.

Fünf Stunden habe ich allein dafür gebraucht, von der defekten Festplatte meine Mp3-Sammlung auf eine schnell gekaufte, neue Festplatte zu verschieben.

Drei weitere Stunden gingen für die Fotoalben drauf.

Dabei starrte ich größtenteils auf den quälend langsamen Forstschrittsbalken. Ich hätte auch gehen können – allerdings wäre ich dann immer noch nicht fertig. Denn hin und weider verlangt die Software eine kleine Entscheidung. Meist in Form von “ja” oder “nein”. Kein großes Ding, aber bleibt diese Bestätigung aus, tut sich gar nix mehr.

Also im Büro sitzen und warten. Radio hören, Zeitschriften lesen und warten. Artzbesuch am Montagmorgen ist nix dagagen. Gut, dass wenigstens Wochenende ist. Da hat man bekanntlich etwas Zeit.

Ich bin nicht der einzige, dem der Datencrash kalt erwischte wie ich bei einer kleinen Netzrecherche herausfand. Eine ganze Branche hat sich diesem Segment verschrieben, auch hier steht was dazu.
Das führte mir denn aber auch die Kehrseite der digitalen Welt vor Augen: Ein technischer Defekt hält schon mal mit einem Wohnungsbrand, bei dem sämtliche Familienalben ein Opfer der Flammen werden, mit.
Nun gut – es ist nicht wirklich schlimm, wenn ein paar private Fotos verloren gehen – aber es ist in meinem Falle ärgerlich, denn die letzten Bilder von Oma Bielefeld sind einfach unwiederbringlich futsch, ohne dass sie die gesehen hatte. MIST, MIST, MIST.

Allerdings darf nicht vergessen werden, dass unzählige Fotos nur gemacht wurden, weil sie keine Film- und Entwicklungskosten mit sich bringen. Vielleicht sollte ich mir aber angewöhnen, besonders gelungene Fotos doch als Papierversion zu ziehen… Einige Exemplare habe ich auf Flickr gestellt, aber nicht im Vollformat.
Auch alle bei i-Tunes gekauften Songs sind weg. Längst nicht alle hatte ich auf CD gebrannt. Da ist es ein Hohn, dass ich erst heute die guten Ratschläge von Apple lese…

Okay, man hört immer wieder davon, wie wichtig ein Backup ist – aber mal im Ernst: Wann war denn eure letzte Sicherung?