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Ich bin ja inzwischen echt stolz darauf, noch mit einer Revox schneiden zu können. Der erste EJA-Jahrgang hatte es in dieser Hinsicht mit dem analogen Studio in der Donauuni in Krems recht gut.

Seit die Digitalisierung Mitte der 90er in der Radioszene einsetzte, hat sich die Hardware weiter verändert. DAT und Sony’s MiniDisc begannen, die Kompaktkassette abzulösen.

Während DAT inzwischen wieder tot ist, macht sich MP3 startklar: mit Aufnahmegeräten die in vielerlei Hinsicht eine echte Weiterentwicklung sind. Eine echte Erleichterung vor allem für Podcaster mit Ambitionen zur Reportage.

– Am PC/Apple funktionieren MP3 Rekorder wie Laufwerke

– Die Aufnahmequalität ist für jeden Zweck ausreichend
– Geringer Stromverbrauch erhöht die Akkulaufzeit wesentlich

    Der wesentliche Unterschied zwischen einem tragbaren DAT, der lasergestützten MiniDisc und einem mobilen MP3-Recorder: das Innenleben.

    Aufwendige, filigrane Mechanik hier wie da – dort nur nüchterne Chips.
    Das an sich wäre noch kein Grund, über einen Systemwechsel nachzudenken. Wie oft schaut man schließlich in so ein Gerät hinein?

    Aus dem Aufbau ergibt sich jedoch eine ziemlich bedeutsame Folge. Effizienz. Genauer: Energie-Effizienz. Die netzunabhängige Betriebszeit verlängert sich um ein Vielfaches.

    Kein unwesentliches Argument für die vielen künftigen Spontage-Journalisten, die in Folge der Podcast-Entwicklung nur darauf warten, dass es noch etwas leichter wird, endlich loszulegen. Aktuelle Aktionen wie das Blogspiel vom Deutschland-Radio und das Projekt vom RBB werden dem sich abzeichnenden Trend neue Mitspieler zuschanzen.
    Spätenstens beim Ãœberspielen der Dateien spielt der MP3-Recorder seine direkte Verbundenheit mit dem Computer aus:

    Die Audiodaten werden als MP3-Datei einfach via USB auf die Festplatte zur weiteren Verarbeitung verschoben. Der Chip ist wieder frei und 256 MB reichen für mehr als 2 Stunden Aufnahme. In den H4 von ZOOM passen bis zu 2 Gigabyte große Chips – aber wer will ernsthaft 2 GigaByte per USB kopieren?

    Und trotzdem: Wer – wie ich – schon einmal die gesammelten Aufnahmen einer umfassenden Volkswagen-Werksbesichtigung von DAT auf den PC kopoieren musste, wird den zügigen Ãœbertragungsworkflow zu schätzen wissen.

    Ich weiß nicht, welche Aufnahmegeräte heute bei den Radiostationen verwendet werden. Aber ich weiß was sie morgen nutzen: MP3-Recorder.

    Anbei eine kleine Aufnahmedemo mit Atmo und Interview (gemixt)

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    3 Comments

    • Pingback: Wespennest » Blog Archive » Podcast Praxistest: Aufnahme ZOOM H4
    • Hey Claudia,

      jaja, den Wink mit dem Zaunpfahl auf die Anwesenden habe ich verstanden ;-)

      Zum Blogspiel ist gerade ein Artikel in der Mache, Trackback auf deinen Artikel folgt …

    • Hallo Olaf,

      das passt grad in mein Bloggerleben (durch Brotjob leider zeitlich stark eingeschränkt), da ich mit dem Podcast als Medium liebäugle. Zum Glück kann ich an der Technik meines Freundes partizipieren, der sich kürzlich so ein MP3-Rekorder-Wunderding zugelegt hat. Jetzt gibts keine Ausrede mehr: ich muss loslegen.

      Was manche (Anwesende ausgenommen ;-)) in der Begeisterung allerdings manchmal vergessen ist, dass die Inhalte immer noch reichlich Gehirnschmalz + Kreativität = Zeit erfordern, wenn man was Gutes zustandebringen will. Kein Wunder, dass sich manchem Profijournalisten die Haare sträuben angesichts der Entwicklung. Aber das soll uns nicht abschrecken.

      Danke übrigens für deine kleine <span class="removed_link" title="http://www.diewespe.de/podcast-das-internet-kann-sprechen/podcast-selber-machen-schneiden-mischen">Einführung</span&gt; ins Podcasting. Man findet überalle Tipps, aber meist nur zur Technik, weniger zur inhaltlichen Gestaltung.

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