“Die Stadt Dannenberg (Nds) kurz vor den Toren Hamburgs verteilt die Fördermittel paritätisch zwischen Beton und Datenautobahn. Dannenberg liegt im Landkreis Lüchow-Dannenberg, der im jüngst vorgestellten Familienatlas unter den Top Ten in Sachen Wohnumfeld platziert wurde. Politik und Verwaltung unterstreichen damit den Anspruch, Fördermittel in “nachhaltige Projekte” zu investieren. ”

Das wäre doch mal ne Meldung im Zusammenhang mit einem regionalen Entwicklungskonzept . . . wäre.

Wie jüngst erwähnt, ist das Dannenberger REK beschlossene Sache und dazu gehört, vor allem eine Menge Geld in Straße und Auto zu stecken.

Geld für die zukünftige Entwicklung

Nun aber zu sagen, damit wäre es genug getan ins Sachen Zukunft ist etwas vorlaut.

Was ist mit den medialen Verknüpfungen zum Rest der Republik? Wo sind die Wlan-Hot-Spots? Wo gibt es UMTS? Wo sind die Investitionen in Zukunftstechnik?

Betriebswirtschaftlich für einen Privatinvestor kaum zu vertreten im ländlichem Gebiet wo Distanzen weit und Investitionen teuer sind. Genau für solche Art Investition sind Fördermittel gedacht. Sie gleichen ein Risiko aus, das zu Gunsten zukünftiger Chancen eingegangen werden soll.

Ich vermute mal: Wenn wir unsere Region wirklich bei den jungen Famlien in Hamburg und Berlin etablieren wollen, dann ist die frühzeitige, flächendeckende Versorgung mit UMTS und Highspeed-DSL-Anbindung eine zwingende Notwendigkeit. Da verbindet sich die Wohnsituation unmittelbar mit der Möglichkeit am Arbeitsleben teilzunehmen. Vielleicht sogar auf der Fahrt zu Arbeit. Und überhaupt: Fragen Sie mal Ihre Kinder ob sie eher ne Autobahn oder ne echte 16.000K/bits-Verbindung mit allem ChiChi brauchen, die werden Ihnen was Ähnliches sagen.

Ich hätte es mutig gefunden, wenn die Stadt bei ihrer Förderwunschliste in diese Richtung etwas weitblickender gewesen wäre. … Ich bin mir gar nicht sicher, was die Umfrage der Wirtschaftsförderung und der EJZ zum Thema Internet eigentlich ergeben hat und welche Schlüsse daraus gezogen wurden.

Jedenfalls keine, die sie als Punkt im regionalen Entwicklungskonzept niederschlugen. Dabei ermutigte Landrat Jürgen Schulz noch am Nikolaustag des vergangenen Jahres die Kommunen, nach lokalen Lösungen zu suchen.

»Wir werden in Sachen Verbesserung der Ãœbertragungsstrukturen zunächst einmal die Moderatoren- und Koordinationsrolle übernehmen, damit wir konkreter sehen, welche Möglichkeiten machbar und wo genau die weißen Flecken sind.»

Jürgen Schulz, EJZ 06.12.06 (übrigens werden in dem EJZ-Artikel ähnliche Forderungen aufgestellt.)