Die Lüchower müssen nicht traurig sein, dass das Slow-City-Konzept – mit erheblichem Zeitdruck entwickelt – nicht preiswürdig zu sein scheint.

Erstens finde ich das Konzept, soweit es in der EJZ stand, recht charmant. ;-) Zweitens wäre das Erringen eines Preises auch eine leidige Verpflichtung: Wenn das Konzept so gut war, käme nur mangelhafte Umsetzung als Grund für ausbleibende Nachhaltigkeit in Frage, oder?

Ich glaube, solche Ãœberlegungen tauchen im politischen Leben unvermeidbar auf.

Das es nicht zwingend an der Umsetzung liegt wenn der Langzeiteffekt trotz Vorschusslorbeer ausbleibt, steht auf einem anderen Blatt.

Und überhaupt: Es gäbe sicher viele Preise, die sich für das Konzept Slow-City anbieten würden – aber lohnt der Aufwand Vorschusslorbeeren zu sammeln oder ist es nicht ohnehin besser, alle Energie für die Mobilisierung vor Ort zu investieren und auf die bevorstehende Ernte zu hoffen?

Dass die Lüchower das können, beweist der gelungene Auftakt der Bürgerstiftung in diesem Jahr. Sie wird sich langfristig durch gewonnene Freiheit auszahlen.