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Das Zauberwort heißt Routine. Dressur. Gewöhnung. So wie Jahrhunderte zuvor unsere Vorfahren mit Drohungen, zuweilen mit brutalsten Mitteln zur regelmäßigen Lohnarbeit abgerichtet wurden, werden Mitglieder der Arbeitsgesellschaft – vom Kindergarten an – mit einer regelrechten Gehirnwäsche dazu erzogen, dass nur der, der angemessen lohnarbeitet, ein ehrenwertes Mitglied der Gesellschaft ist. Dazu kommt ein Sozialsystem, das sich nur durch den – immer kleiner werdenden – Anteil an vollerwerbsfähigen Einzahlern finanzieren will. Aus dem kulturellen Zwang ist längst ein “stahlhartes Gehäuse” geworden, wie Max Weber das nannte. Ein Entrinnen gibt es nicht durch Leiden und harte Arbeit, sondern durch etwas Nachdenken.

via brand eins Online: “An die Arbeit” – brand eins 09/2009 – SCHWERPUNKT: ARBEIT.

Passt doch: Heute wurde von wohlwollender Seite behauptet, mir würde die Arbeit im Vorderhaus Spass machen – das hat mich echt irritiert. Drum erstmal was zum Thema Arbeit aus der Brand-Ein.
Lesen war mir zu anstrendend. Den Text gibt es für kleines Geld als Höhrbuch. Audible bietet auf der eigenen Seite die Brand Eins Beiträge des von mir geschätzten Wolf Lotter übrigens in besser Quältität als iTunes, was mich sehr frustet. ;)

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