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Drei mal ganz leer fahren; so lautet der Tipp, den mir der Fahrradhändler meines Vertrauens mit auf die erste Tour gibt, kurz bevor ich mich mit dem Haibike auf dem Weg nach Hause mache. In der Praxis ist das schwer zu bewältigen. Vor allem wenn der Hügel von Pedalhub zu Pedalhub steiler zu werden scheint. Die Trinkflasche ist alle – der Akku noch nicht. Was tun? Umdrehen und erneut den Mühlenberg von Clenze rauf und wieder runter und rauf und wieder runter – und dann mal nachschauen, was in Sachen Pflege von Lithium-Ionen-Akkus im Netz zu finden ist.

Es gibt viel technisches Hintergrundmaterial und eine recht übersichtlich gestaltete Seite von Tomshardware, die sich mit Mythen und Wirklichkeit beschäftigt. Grundsätzlich stammt die Idee, Akkus trainieren zu können aus der Zeit, in der wir uns mit Nickel-Cadmium Akkus weiterhalfen. Das bestätigt auch der Pressesprecher von Varta in einer Ausgabe von Connect, die man hier findet.

Kurz und gut: Die Info ist meines Händlers war demzufolge falsch und wahrscheinlich sogar schädlich für die Haltbarkeit.

Sorgen macht mir derzeit diese Diskussion im Pedelec-Forum über die richtige Dimensionierung des Bosch-Akkus am Haibike. Derzeit schaffe ich drei Mal 20 Km in der höchsten Unterstützungsstufe bis zum vollständigen Ende der Akkuleistung. Ich werde zukünftig täglich nachladen und fahre dabei wahrlich besser und vor allem beruhigter als bisher.

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