Die Sache mit dem Ausstieg aus der Kernenergie ist bekanntlich nicht so einfach. Es ist halt so schön lukrativ für die Betreiber – selbst für den japapnischen Tepco. Die Gegnerszene versucht seit langem dem Gerücht des günstigen Atomstromes Paroli zu bieten. Bislang predigte man allerdings nur vor Gläubigen.

Nun allerdings zückt ausgerechnet Günther Oettinger den ökonomischen Sargnagel für die europäische Atomindustrie. Wenn er – wie berichtet – die Betreiber zur Haftung im Schadensfall verpflichtet (bzw. zum Abschluss einer Versicherung des Risikos) setzt der den Dolch an das Herz der Legende einer Wirtschaftlichkeit dieser Industrie.

Je Kraftwerk würden, so errechneten die Versicherungsmathematiker im Auftrag des Bundesverband Erneuerbare Energien (BEE) pro Jahr 72 Mrd. Euro fällig. Das ist als Argument unschlagbar.

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