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Jungs finden Roboter toll. Okay, das ist jetzt etwas verallgemeinert aber eben nur etwas. Wenn es nach mir geht, sind Robby, Tobby und das Fliewatüüt dem Transformer eindeutig vorzuziehen. Das ist aber Wunschdenken. Der Roboter aus der dritten Roboterklasse verliert den Attraktivitätswettbewerb gegen seine gefährlichen Varianten.

Dabei ist das wirkliche Gefahrenpotential gar nicht so leicht zu erkennen. Ein Affe ist das Vorbild für diesen Roboterentwurf, der offiziell zur automatischen Suche und Rettung von Unfall- und Katastrophen-Opfern entwickelt wird. Der Umweg über die “Suchen und Retten”-Variante hin zur “Suchen und Zerstören”-Ausführung ist kurz und ausschließlich eine Frage der Bewaffnung.

Glaubt man Experten ist die wahre Gefahr aber die angestrebte Autonomie der Systeme und damit unabhängig vom Eingreifen eines Menschen. Der einzige Grund, warum man uns überhaupt noch benötigt ist unsere Fähigkeit, intuitiv Ungereimtheiten von Informationen auszubügeln. Gehirn schlägt Rechenleistung im täglichen Einsatz eben doch noch (hin und wieder). Aber keine Sorge – auch daran forschen die Entwickler.

Während sich meine Generation noch gut an den Sturmlauf der Gewerkschaften gegen die Einführung von automatisierten Fabriken erinnern dürfte, fällt der Widerstand gegen die Automatisierung des Kriegshandwerkes wegen Nebels aus. Niemand kann mir Technophobie vorwerfen aber beim Gedanken dass Cheetah eines Tages durch die Straßen läuft, sich mit Daten aus dem Hauptquartier versorgen lässt und ansonsten selbst entscheidet was gerade eine angemessene Aktion ist wird mir übel.

Bis auf Robbi sind alle hier erwähnten Roboter übrigens im Auftrag der Darpa entwickelt worden. Hinter dem harmlosen Kürzel steckt eine US-Behörde, die sich mit der Entwicklung von Waffen befasst und dafür auch die Universitäten und die Wirtschaft selbstverständlich mit einbindet.

1.2 Mrd. USD hat übrigens der Suchmaschinenentwickler Google für Boston Dynamics bezahlt. Dass Google schon ein autonom fahrendes Auto durch die Wüste von Nevada fahren lässt, passt dabei gut ins Bild. Es erinnert mich irgendwie an ein spezielles Werk von Edvard Munch.

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