Alle Artikel in: Dannenberg

Wohnort.

Come on, folks! Irish Folk im Seven Others Pub

Es gibt sie, diese textsicheren Gäste, die während der Setpausen ein Lied auch einmal selbst intonieren. Damit das geschehen kann, muss Altbekanntes dargeboten wird. Geht es um Musik ist alt und bekannt, altbekannter Mainstream. Und der ist nicht per se langweilig; das wurde mir am Sonnabend klar. Okay, so richtig mainstreamig sind die Dubliners nicht und deren Repertoire dominierte das Konzert im Dannenberger Pub am Sonnabend. Das Hamburger Duo Irish Pub Rover spielte am Sonnabend im Pub vor vollbesetzten, textsicheren Haus. Auch wenn der Blick aufs Publikum von Gegenlicht und Rauchschwaden behindert gewesen sein dürfte – die Stimmung war nicht zu überhören. Ich gehöre der aussterbenden Art der Raucher an und bekenne mich hier und da zu diesem Laster. Ich freue mich immer noch, wenn ich in einer Kneipe rauchen darf.  Im Seven Others Pub darf geraucht werden – auch während der hin und wieder stattfindenden Livekonzerte. Das mag einige vom Besuch abhalten, mich zieht es an. Anbei einige Impressionen zum Durchklicken. [ratings]

Schaufensterbummel in der Stadt

Wenn die Augen der Spiegel der Seele sein können, sind die Fenster die Augen eines Hauses. Schaufenster aber wären die Augen einer Stadt. Meine Eltern hatten ein Geschäft in der Lüchower Innenstadt. Das Dekorieren eines Fensters habe ich als aufregende Angelegenheit in meinen Kindheitserinnerungen behalten. Es wurden Geschichten erzählt und Wünsche geweckt. Heute bestimmen zentral gesteuerte Kampagnen-Maßnahmen das urbane Storytelling. Das Prozentzeichen ersetzt den Wunsch und die Persönlichkeit einer Stadt beschränkt sich auf Platzhalter. Der schnarchende Weihnachtsmann im Modeausstatter, die H0-Spur-Eisenbahn die durch Handauflegen gestartet werden konnte, Bücherwelten in Urlaubslandschaften und – natürlich – bunte Bonbons in Gläsern: Kleinstadtschaufenster sagen mehr über eine Stadt und ihre Bewohner aus, als es eine PR-Aktion des Stadtmarketing könnte. Wer, vor allem nach Einbruch der Dunkelheit, aus einem Weg durch die Innenstadt einen Schaufensterbummel macht, bekommt Einblicke, die über das Warenangebot hinausgehen.

Um jeden Preis

Brauche ich ein Gymnasium in Dannenberg? Meine Schulzeit ist schon ein paar Jahre her. Damals habe ich auf das Gymnasium gut verzichten können. Eine Veranstaltung zum Thema Hochbegabung führt mich auf die Spur einer anstehenden Diskussion über den Erhalt des Fritz-Reuter-Gymnasiums in Dannenberg. Der Versuch einer persönlichen Bestandsaufnahme….

Omas Wohnung ist aufgelöst

Habt Ihr schon einmal eine fremde Wohnung auflösen müssen(dürfen)? Das ist insgesamt eine sehr unerfreuliche Sache. Ich möchte nicht wegwerfen, was nicht kaputt ist. Die Möbel meiner Oma sind sehr gut erhalten, recht zeitlos und waren zur Zeit ihrer Anschaffung sehr teuer. Der Anruf bei der Brücke war (wie immer, wenn ich es bedenke) folgenlos. Ein kurzer Besuch von unmotivierten Mitarbeitern die ohne Zusagen wieder gingen. Schade auch, dass unsere Flüchtlingbürokratie keinen festen Ansprechpartner hat, der im Zweifelsfalle gebrauchtes Mobiliar einsammelt. Der Aufwand wäre wohl zu groß. Die kalkulatorischen Kosten sind wohl höher als die realen Kosten bei einem IKEA-Shopping im großen Stil – schade. Die Lösund war eine Anzeige bei eBay-Kleinanzeigen. Innerhalb von Minuten waren die ersten Interessenten am Telefon, innerhalb eines Nachmittages die Wohnung von den großen Stücken befreit. Ein Wochenende später ist die Wohnung gestrichen und geräumt.

Waidmanns heil! Jagdtouristen wollen auch wohnen.

Die Familie ist ja längst nicht so oft da, wie sie sollte – schon gar nicht über Nacht. Darum steht das Gästezimmer gerne leer. Wie schön, wenn der eine oder andere Übernachtungsgast sich freut, in Dannenberg eine günstige Bleibe zu bekommen, in der man tatsächlich auch noch Online gehen kann. (Das ist nämlich nicht üblich!) Nett war der Besuch eines Berliners Veterinär-Studenten (eigentlich kommt er aus Dachau), der hier in Dannenberg den Kompaktkurs einer Jagdschule besuchte. Auch wenn der Nachwuchsjäger eigentlich die ganze Zeit am Büffeln war – das eine oder andere Wort wechselt man ja doch. Dabei kommt raus, dass es in Dannenberg offenbar eine der wenigen Möglichkeiten in Deutschland gibt, einen Teil der Jagdausbildung in Rekordzeit zu absolvieren. Tom wollte sein Prüfung unbedingt noch vor dem Wiedereinstieg ins Semester ablegen und war darum froh, dass es schnell geht. Und einen nicht ganz unwesentlichen Aspekt brachte er auch ins Spiel: Je kürzer, desto geringer auch die Nebenkosten die so ein Schulungsaufenthalt mit sich bringt (Essen gehen, Bier trinken, Übernachten). Jagd sei eh teuer genug! …

DAN APP 2.0 – or just still beta

Nein, man sollte nicht gleich alles zerreden. Zugegeben: Wenn eine Kleinstadt wie Dannenberg oder besser deren Samtgemeinde eine App in Sachen Selbstvermarktung in Auftrag gibt, dann ist es zu erwarten dass es Luft nach oben gibt, ja geradezu geben muss. Und genau diese Einsicht ist es, die mich zu diesem Artikel treibt. Die bloße Benennung des jüngsten Sprosses aus dem Alma-Umfeld ist eine Kampfansage. Seht her, Ihr Hippen der Welt! Dannenberg hat, was man andere gerne hätten: den Zugriff auf das Web 2.0! Dumm nur, dass es gewisse Regeln in diesem Spielfeld gibt. Zum Beispiel bei die Versionierung: Da gibt es 0er Versionen die verwedendet werden bis technisch und strukturell alles steht. Irgendwann gibt es ein Beta, an dem die Öffentlichkeit in Versuchung geführt und um Feedback gefragt wird. Das erste, echte (Major) Release beginnt aber immer mit einer eins. (Außer bei Windows – da hieß es 3) Dannenberg aber steigt mit einer Zwei ein und dass, obwohl die meisten bis hierhin Gefragten und Bestimmer selbst kaum Smartphones, geschweige denn Apps nutzen. Das bleibt nicht …

Und plötzlich ist die Straße weg

Der Prohaskaplatz ist ein Nadelöhr. Quot erat demonstrandum wenden täglich mehrere dutzend PKW, Klein- und Großlaster auf unserem Hof, der letztendlich die letzte Möglichkeit zum Umdrehen vor der Vollsperrung ist. Denn auch wenn die Stadtverwaltung in Dannenberg monatelang die Folgen der Baustelle für die Innenstadt abwägte und debattierte – eine konsequente und verständliche Umleitungsbeschilderung brachte sie auch auf unsere Intervention hin nicht zustande. Zwar ist an der McDonalds-Kreuzung der Lüchower Straße ein „Einfahrt verboten“-Schild aufgestellt worden, sowohl die Tankstelle als auch die Grundschule und das Reisebüro auf der anderen Seite der Straße sind natüich noch erreichbar. Woher soll also der ortsfremde Autofahrer wissen, dass es tatsächlich nicht noch über die Kreuzung geht? Die zahlreichen Artikel in der EJZ werden weder in Rendsburg noch in Gütersloh gelesen und auch einige Landkreisler haben wohl nicht verstanden wie sie in die Stadt kommen. Zu dumm, aber auch! Letztendlich haben wir als Anlieger der Baustelle noch nie einen so schönen, ruhigen Spätsommer genießen dürfen. Denn anders als der Brummiverkehr hört der Baustellenlärm in der Regel um 18 Uhr auf.