Alle Artikel mit dem Schlagwort: Castor

Hitze und Atomkraftwerke

„In Texas musste ein Atomkraftwerk eine Sondergenehmigung einholen, weil das Wasser im Kühlbecken auf 39 Grad Celsius anstieg. Erlaubt sind eigentlich nur Temperaturen bis 38 Grad Celsius. Zwei Kraftwerke mussten abgeschaltet werden.“ USA: Konsumenten droht Preisschock durch extreme Dürre – SPIEGEL ONLINE. Hätten’s mal eine Kilowattstunde für meine Klimaanlage? Wenn ich das richtig sehe, ist diese Spiegelmeldung der letzte Beweis, dass auch Atomkraftwerke vom Wetter abhängig sind. Damit stehen sie eigentlich auf einem Level mit den ach so unzuverlässigen regenerativen Energieerzeugungsmethoden.

Die Verhandlungsposition der Bäuerlichen Notgemeinschaft

Wenn Räumen nicht geht, dann wird halt verhandelt. Aber wer verhandelt was? SO 15:47O-TON Beteiligten (Bäuerliche Notgemeinschaft): »Wir sind bereit, uns aus der Betonpyramide zu lösen und das Gleis zu verlassen, wenn vom Bundesumweltministerium folgende Zusage gemacht werden: Sofortiger Baustopp im Gorlebener Salzstock, sofortiger Stopp aller Castortransporte nach Gorleben, bis der Umgang mit dem deutschen Atommüll geklärt ist, keine Strafverfolgung von angeketteten Menschen! (zu: Pyramidenblockade in Hitzacker)« via castorticker.de

Top-News: Wasser ist nass…

Wasser ist nass. Die Richtigkeit dieser Aussage ist so zwingend, dass ich sie bald in der Süddeutschen Zeitung zu lesen hoffe. Und nicht nur das! Ich gehe davon aus, dass diese Erkenntnis in ALLEN wichtigen Mainstream-Medien wiederholt wird, vorausgesetzt es findet sich ein Merkel-Erbe, der sie sich auf die Fahnen schreibt. Wie ich darauf komme? Nun genau das ist just passiert. Die Süddeutsche hat dem hessischen Ministerpräsident die Aussage entlockt, bei einer NICHTEIGNUNG von Gorleben müsse man überall nach einem alternativen Endlagerstandort suchen. In der Auseinandersetzung um die Endlagerung von Atommüll in Deutschland zeigt erstmals ein Ministerpräsident eines südlichen Bundeslandes Entgegenkommen. Hessens Regierungschef Volker Bouffier (CDU) sagte der Süddeutschen Zeitung, man müsse überall in Deutschland geeignete Endlager suchen, sollte sich erweisen, dass Gorleben aus technischen Gründen nicht machbar sei. Süddeutsche Zeitung Der Spiegel verweist in seiner Variante der gleichen Geschichte auf den CSU-Umweltminister Söder. Der sieht das etwas anders und outet sich als perfekter Trockenschwimmer: Bayerns Umweltminister Markus Söder (CSU) hat seine Ablehnung gerade erst wieder betont: Gorleben sei der Standort mit den besten Perspektiven, …

Atomkraft? Nein danke! Nein! Echt nicht!

Ich habe eigentlich keinen Klemmer damit, dass Kraftwerkbetreiber mit Ihren Anlagen Geld verdienen. Was dem Solarpanel-Besitzer recht ist, kann selbst Vattenfall billig sein. Apropo billig: Strom soll möglicherweise nicht viel kosten und umweltfreundlich sein sollte er auch. Soweit so gut. Ob Atomstrom nun die Endkundenpreise entlastet oder ob das alles eine Lüge ist? Ich kann es nicht beurteilen. Ich kann mich nur auf die Menschen verlassen, die mir das eine oder das andere erzählen. Wie umweltfreundlich Atomstrom nun wirklich ist – die Antwort auf diese Frage hängt wohl nicht zuletzt an der regionalen Betroffenheit. In Gorleben, Remmlingen oder Geesthacht ist diese Betroffenheit direkter als in Frankfurt am Main, Berlin, Düsseldorf, Stuttgart oder München. Ich vermute, dass die Wendländer die Diskussion um die Atompolitik aufgrund ihrer regionalen Betroffenheit wesentlich intensiver wahrnehmen, während das gleiche Thema in den Wohnzimmern der Metropolen einen ähnlichen Empörungsstatus erreichen dürfte, wie die Gesundheitsreform, HarzIV-Ãœberlegungen oder die Abschaffung der Wehrpflicht. Ist halt alles wichtig, irgendwie. Ich kann mich ja über alles immer aufregen, dafür ist mir mein Leben zu schade. Aber ich …

Deutschlandradio Kultur – Politisches Feuilleton – Horror der großen Zahl

Der Mensch hat die erstaunliche Fähigkeit, Dinge, von denen er weiß und die ihm unangenehm sind, wieder in den Hintergrund zu schieben und zu vergessen. Er hat aber auch die Möglichkeit, sie im Bewusstsein wach zu halten. Er kann die Entscheidung treffen, sich nicht zum tausendsten Mal wider besseres Wissen von den Bildern auf der Milchpackung und dem grinsenden Schwein an der Wursttheke veralbern zu lassen. Wir haben die Freiheit, Konsequenzen zu ziehen. via Deutschlandradio Kultur – Politisches Feuilleton – Horror der großen Zahl. Angesichts der laufenden und unseligen Laufzeitendebatte um Atomkraftewerke unterstreiche ich die Allgemeingültigkeit dieser Aussage – auch wenn es im konkreten Fall im Wendland eher um Vogler und Wiesenhof als um Gorleben geht 😉