Alle Artikel mit dem Schlagwort: Datenschutz

Urlaub vom Netz? Lieber nicht mehr…!

Nun ist es ja eigentlich so, dass Themen wie Pressefreiheit und deren mögliche Gefährdung etwas akademisches an sich haben sollten. Da geht es dann um Kontrolle der demokratischen Säulen Legislative, Judikative und Exekutive. Just in dem Zeitraum, in dem sich ein handfester Konflikt zwischen Staat und Medien anbahnte, war ich in Karlsdorf dabei, die Abstinenz von Internet in vollen Zügen zu genießen (ehrlich gesagt, habe ich es gehasst). Dort habe ich die Anfänge des #Landesverrat – Skandals glatt verpasst. Für jemanden, dem Hans Benedikt „Living in the news“ noch persönlich nahelegte, ein Fauxpas. Ich bin vor zwei oder drei Jahren über den Umweg Podcast auf Netzpolitik.org aufmerksam geworden. Die Themen des Blogs sind fester Bestandteil meiner Filterbubble und somit ein ausgeprägter Teil meines persönlichen Weltbildes. Mir gefällt die etwas polterige Art von Logbuch Netzpolitik ja besser – und Andre Meister ist dort hin und wieder auch persönlich aktiv. Netzpolitik ist ein Thema, mit dem man vor Ort – also an der Basis – wenig anfangen kann. Datenschutz ist so ein naja-Thema, zieht aber im Wahlkampf als eigenes Thema keinen …

Mit offenem Visier in die NSA-Datenbank

Sebastian Hahn hat Fragen von ZEIT ONLINE per E-Mail beantwortet. Er schreibt: „Die Daten, die ich einsehen konnte, zeigen, wie umfassend die Datenabgreiferei ist. Durch XKeyscore und verwandte Programme entgeht man der Überwachung nicht einfach dadurch, dass man Tor nicht verwendet – im Gegenteil, statt der Information ‚Herr Maier benutzt gerade Tor‘ und ‚ein Tor-User schaut gerade ein Youtube-Video‘ erhält ein Geheimdienst direkt die Information ‚Herr Maier schaut gerade ein Youtube-Video‘. Jeder Tor-Nutzer sendet ein starkes Signal, dass ihm die Demokratie und die ausufernde Überwachung der gesamten Kommunikation nicht egal ist. Ich kann nur dafür werben, sich für eine freiheitliche Gesellschaft einzusetzen.“ XKeyscore: NSA hält alle Tor-Nutzer für verdächtig – ZEIT ONLINE mobil.

Warum VW ein Softwarekonzern werden muss

Die Re:publica ist an mir in diesem Jahr ziemlich vorbeigelaufen. Umso wichtiger sind mir die Zusammenfassungen, die sich im Nachgang an diese Berliner Großveranstaltung in meine digitale Timeline bewegen. Sascha Lobo ist den meisten als Kolumnist auf SPON bekannt. In seinem über einstündigen, sehens- und bedenkenswerten Rant über die Lage der Nation lässt er sich ziemlich genau nach einer Stunde (01:01:00) zur Rolle von Software im Kernkompetenzbereich der deutschen Industrie aus. Seine Forderung: Volkswagen darf nicht die Fehler von IBM wiederholen und muss selbst Softwarehersteller werden. Sehenswert!

Whats AppService – New voicemail

Nein, keine Sorge. Es geht jetzt nicht um Wohl und Wehe der Whatsapp Nutzer. Es geht vielmehr um eine kleine Warnung an alle, die – wie ich gerade eben – in ihrem email-Fach eine Mail von Whats AppService liegen haben. Darin wird angekündigt, eine New voicemail liege zum Abruf bereit. Bitte den Button drücken und sie werde gleich abgespielt. Beim Versuch an die vermeintliche Sprachnachricht heranzukommen, infiziert sich Euer (Android-)Handy (oder WindowsPC) mit einem bösen Stück Software. Die will vor allem eines: Eure Passwörter, Kreditkarten etc. pp. Gefährdet sind nach meinen Recherchen vor allem Benutzer von Android Handys. (Randbemerkung: Alle die ein Smartphone und ausdrücklich kein iPhone oder Blackberry besitzen, nutzen höchstwahrscheinlich Android – es geht um Euch!) Also: Lieber nicht anklicken und lieber löschen. Bitte, danke. PS – und hier hilft auch etwas kritisches Nachdenken: Warum sollte WhatsApp den eigenen Kanal verlassen und Euch eine Mail schicken, wenn es ein Kurznachricht doch auch täte.., das ist was faul.

Was erwartet uns heute?

Kurz vor Beginn der Mitgliederversammlung im Birkenhof bauen Jens und ich die Technik auf. Beim Aufziehen der Leinwand für den Vortrag vor der Bundestagsabgeordneten entspann sich folgender Dialog: „Was erwartet uns denn hier und heute?“ „Jens strippt und ich singe“ „Na, dann hat sich das Kommen doch schon gelohnt“ „Stimmt, ich singe ganz toll“

Entjungfert – 30C3

Ist ja komisch – am nächsten Morgen wacht man irgendwie anders auf. Der Kopf tut etwas weh. Aber das ist es nicht. Es ist … so ein Gefühl – zwischen den Ohren. Es war mir schon seit fünf Jahren ein Bedürfnis – gestern habe ich es getan; mit Jens. Der war willig – es gibt ja hier auf dem Land nicht soviele – und Jens ist total offen. Wir haben uns darauf vorbereitet, ich habe alles genau geplant, das Handtuch nicht vergessen und wir sind nach Hamburg gefahren. Gemeinsam haben wir unsere Unschuld verloren.