Alle Artikel mit dem Schlagwort: marketing

Scheiß auf Diesel:Passat 1.8T, Bj 1997 zu verkaufen

Es ist Sonntag, es ist warm und was habe ich besseres zu tun, als meinen Passat mit etwas Politur auf Vordermann zu bringen? Was tut Mann nicht alles, um sein Auto verkaufsfertig zu machen. Meine Frau wünscht sich ähnlich viel Engagement beim Frühjahrsputz in der Wohnung – mach ich … wenn wir das Haus verkaufen. Nein, im Ernst. Wer Lust hat auf ein Auto mit richtig Bumms (150 PS), einem Turbo und viel Potential zum tunen, der kann sich gerne bei mir melden. Die Rahmenbedingungen sind günstig. Diesel ist teuer und sowieso nur was für Spießer und Turbo ist schon immer geiler gewesen. Der Wagen ist zwar schon etwas älter (1997) aber noch immer sehr gut in Schuss. Im Laufe der letzten fünf Jahre wurden die Traglenker und der Zahnriemen getauscht. Das ist bei dem Modell mit der Laufleistung Pflicht, denn die doofen VW-Ingenieure haben die Traglenker aus Alu gebaut. Ein Werkstoff, der nicht für Haltbarkeit bekannt ist. Trotzdem: Im Laufe der Jahre hat mir der Passat eigentlich immer viel Spaß gemacht. Aber nun, wo …

Wirtschaftsförderung made by Lüchow-Dannenberg

Die Eon hat im Nordkreis ein Problem. Ein Service-Problem, um genau zu sein. Dabei bekommt der Essener Konzern jetzt Hilfe von der Stadt Hitzacker. Wie in der EJZ von Sonnabend zu lesen war, richtet die Eon jetzt einen Service-Point im Rathaus der Stadt Hitzacker ein. Das ist schön zentral gelegen und von überall aus gut zu erreichen. 1a-Lage nennt man das wohl unter den Immobilien-Profis. Ich nenne das eher eine Frechheit. Erst schlechte Arbeit machen und anschließend die Hilfe der Stadt in Anspruch nehmen. Aber der Teufel kackt bekanntlich auf den größten Haufen. Natürlich gibt es dringenden Aufklärungsbedarf bei der Bevölkerung. Natürlich ist es im Sinne aller Beteiligten wenn die Eon, ihren Service vor Ort verbessert. Aber das gilt auch für die Deutsche Bank, die Post, die Allianz-Versicherung und Nestlé. Keiner der eben Genannten ist mit einem Stand im Rathaus präsent.  Was hat Eon eigentlich davon abgehalten, eines der frei stehenden Ladenlokale in Hitzacker anzumieten?Es hätte bestimmt einen Hausbesitzer auf der Insel gegeben, der zwei Mitarbeitern der Eon ein Büro zur Verfügung gestellt hätte.  Nach meiner …

"Meine heißt Emma" Wie heißen Puppen?

Schöne Geschichte aus dem Bekanntenkreis: Zwei Schwestern spielen mit einem dritten Besuchs-Kind in ihrem Kinderzimmer während die Mutter… naja, was eine Mutter eben den ganzen Tag so macht: Sie wuselt durch die Wohnung, räumt auf, kocht und verdrängt den Gedanken, dass sie irgendwann man 5 Minuten für sich haben möchte. Beim Wuseln kommt sie am Kinderzimmer vorbei, die Tür ist selbstverständlich offen, und sieht die ältere Tochter eine Puppe hoch halten. „Ach, ist ja süß, jetzt sind die Puppen dran“, denkt sie und hört ihre Tochter sagen:“Meine heißt Emma hast du auch eine Puppe?“ Naja, denke ich mir – bis dahin ist das ja noch recht normal. So haben auch schon meine Frau und ihre Kindergartenfreundin Kontakt aufgenommen und deren Eltern dürften ähnliche Dialoge geführt haben. Eine Art Small Talk, der halt im wahrsten Sinne noch in den Kinderschuhen steckt. Bis dahin. Und dann kam die Antwort: „Meine heisst Baby Born“ Hier hört der Spaß auf. Also mal kurz zu Zapf-Creation rübergesurft und festgestellt, dass hinter dieser Phantasielosigkeit Prinzip steckt. Je mehr ich darüber nachdenke, …

Eisige Zeiten

Anfang des Jahres haben die Versicherungen allenthalben die Konten geplündert. Dazu kommen immer höhere Mietnebenkosten, die das Leben schwer machen. Dann werden Rechnungen oft einfach nicht bezahlt. Zumal, wenn sie als „ungerecht“ empfunden werden. Davon betroffen sind nicht zuletzt die Energieversorger. Die EON versucht gerade, den zweiten von sechs Gashähnen im Vorderhaus zu sperren. Als Vermieter steht man zwischen den Fronten. Auf der einen Seite kann es natürlich nicht sein, dass die Mieter ihre Schulden nicht bezahlen. Auf der anderen Seite muss die letztendliche Konsequenz beim Eintreiben dieser Schulden im Verhältnis bleiben. Die EON sprach die Schwiegermutter an, sie möge ihr doch bitte Zugang zum Gashahn verschaffen. Einer ihrer Mieter sei säumig, es sei alles genau geklärt und nun müsse der Hahn verplombt werden. Weil meine Frau solche Geschäfte übernommen hat, fragte sie noch mal genauer nach. Darf die Versorgung mit einem so elementaren Gut wie „Wärme“ einfach eingestellt werden? Wenn ja, welche Grenzen gibt es da? Und welche juristischen? Eine Anwältin im Bekanntenkreis ist der festen Ãœberzeugung, dass das Sperren von Gashähnen bei diesen …

Umweltfreundliche Abgase made by Volkswagen?

Heute wurde die Dakar kurzfristig abgesagt – ein großes Drama für alle, die sich lange drauf vorbereitet hatten. Die Kindersite von Volkswagen hatte im vergangenen Jahr Gas gegeben und sich ganz auf das Rallyespektakel konzentriert. Darum bin ich eben mal rübergesurft, um zu schauen, wie man im Multimedia Centrum mit der Krise umgeht. Beim Surfen durch die Nachrichten der Website ist mir das hier aufgefallen: Auf immer und ewig SunFuel® bietet neben seinen umweltfreundlichen Abgasen aber noch einen anderen entscheidenden Vorteil. Im Gegensatz zu Erdöl, das irgendwann einmal aufgebracht sein wird, wachsen die Pflanzen, aus denen SunFuel® hergestellt wird, immer wieder nach. Damit kann unbegrenzt lange, unendlich viel Biokraftstoff produziert werden. Volkswagen-Kinderleicht Ob es wohl das gekringelte R ist welches den Biotreibstoff aus dem Hause Volkswagen zu umweltfreundlichen Abgasen verhilft? Was bitte sind denn umweltfreundliche Abgase? Wenn ich das richtig in Erinnerung habe, bestehen Abgase aus Verbrennungsmotoren aus weit mehr als Kohlendioxid, selbst wenn sie aus Biotreibstoff hergestellt wurden. Nun könnte es ja sein, dass ich mich irre. Ich bin davon überzeugt, dass Biokraftstoff eine …

Apple goes Jamba

99Ct für einen Klingelton. Die Preisankündigung von Steve Jobs hat Apple den nächsten Markt erschlossen, der – ähnlich wie der des Musikhändlers – reif und fett ist. Zumindest für den Marktführer. Aber wie man das wird, hat Jobs mit iTunes ja vorgemacht. Und jetzt das. Mit Klingeltönen kann man die vielen Individualisten unter den iPhone-Besitzern noch ne Nummer individueller machen. Was soll man sagen . . .? Vielleicht, dass es mit den 99ct noch nicht ganz getan ist. Dazu kommt noch die Kohle, die man für den Song abdrücken muss (bzw abgedrückt hat), aus dem der Klingelton gemacht werden soll. Im Zentrum der Strategie steckt iTunes. Das läuft auf fast jedem PC, ist Abspielplattform, Musikverwaltung, Ripp-Programm, Podcatcher und digitale Einkaufsplattform (nebenbei bemerkt laut Jobs der Marktführer auf allen Märkten auf denen das iTunes-Store Musik verkauft). iddies nun schon den Weihnachtswunschzettel ausfüllen und wegschließen: Es wird ein iPhone draufstehen – wetten? Wenn ich verliere, dann nur zu Gunsten eines der neuen iPods. Der neue Nano kostet mit Videofunktion und vier Gigs zum Preis von 149$ zu …

Wo ist Tante Emma?

Aldi ist eine Goldgrube für die Gebrüder Albrecht. Trotz günstiger Preise vergoldelten die anonymen Verkaufshallen den beiden Wegbereitern des Discounter-Prinzips die Nase. Was auf der einen Seite schön ist, führte zu einem tiefgreifenden Wandel in der Einzelhandelsszene und in Folge dessen zum Massensterben der ‚Kolonialwaren‘- und Lebensmittelgeschäfte. Da ist es schon komisch dass McKinsey (das sind die Herren mit den dunkelblauben Anzügen) das Comeback des Convenience ausruft. McKinsey-Partner Peter Breuer lässt sich zu einer Prognose hinreissen, die ich hier mal für die Nachwelt aufhebe: „Geschäfte, die den Kundenwunsch nach Convenience und Service befriedigen – so wie es früher die Tante-Emma-Läden gemacht haben – stehen vor einem Comeback“, so seine Einschätzung. Pressemitteilung von McKinsey Bequemlichkeit (was für Convenience stehen kann) definiert der selbsternannte Markendiscounter Plus etwas anders und nimmt Abschied von immer größeren Packungseinheiten. „Der kleine Kauf“ ist das Stichwort. Der 100gr-Joghurt löst die 200gr-Packung ab und wird dadurch natürlich auch billiger. Den Rentner und den Single freut es.

Inspirierend

Wie plakativ muss Werbung für Regionen eigentlich sein? Darum kreiseln meine Gedanken nun schon seit gestern abend. Den hab ich ganz relaxed mit einem alten Schulkameraden bei Lina bei einem Latte verbracht… (Draußen, wegen der Rauch-Geschichte). Wetter gut, Laune gut. Und da kommt diese bemerkswerte Feststellung von ihm: Österreich ist im Regionalmarketing so perfekt – jede Wiese hat dort ein Logo.

Web 2.0 und die Meinungsmacher

. . . der alten Medien haben nur bedingt zusammengefunden. Behauptet zumindest eine Studie, die eben in mein Mailfach flattert. Auch wenn die Studie, die heute von der dpa-Tochter news aktuell verbreitet wurde, Web 2.0 auf Blogs und Podcasts eingrenzt (und dabei Xing und Co vollkommen außer acht lässt) – einen Blick in die Studie kann man durchaus riskieren. Interessant für Menschen, die an der Schnittstelle zwischen PR / Web / und Journalismus werkeln. Dankenswerterweise gibt es die Studie als 6seitiges PDF zum Download.

Gesunde, arme Briten

Britannien steht kurz vor der Einführung einer Fett-, Salz- und Zuckersteuer in der Höhe von 17,5 Prozent. Die Zeit, berichtet das Journal of Epidemiology and Community Health, gekommen, diese Steuer ernsthaft zu diskutieren. Side Effects Während der Rest Europas langsam aber sicher an den berüchtigten Zivilisationskrankheiten zu Grunde geht, stellt der britische Fiskus das Gute in den Dienst den Nützlichen. Beschweren dürften sich neben den Nahrungsmittellobbyisten vor allem Familien mit Kindern – oder?