Alle Artikel mit dem Schlagwort: Medienkompetenz

Das Senioreninternet wird greifbar

Das Internet ist das Internet. Es gibt kein Kinderinternet und natürlich wird es auch kein Senioreninternet geben. Die Senioren sind als „Zielgruppe“ bis heute außen vor. Der Blutdruckmesser mit Datenverbindung in die Artzpraxis ist ja praktisch, aber sexy? Eher nicht. Plattformen haben es bisher nicht verstanden, die vielbeschworenen Silversurfer mit einem für sie sinnvollen Service zu binden und zwar so sehr, dass ein „Haben-Wollen“-Effekt entsteht.

Digitale Nachbarn. Hinsehen oder Ignorieren?

Auch auf die Gefahr hin, dass ich mit diesem Post wieder einige Leser erschrecke und vor allem die schwangeren Blondinen überfordere – zur Zeit ist ein sehr spannender Prozess zu beobachten: Es geht um Einflußnahme auf politische und gesellschaftliche Prozesse. Weltweit passiert da derzeit Bemerkenswertes. Es betrifft uns, weil es in der virtuellen Welt direkte Nachbarn sind, die sich dabei hervortun.

Email küsst socialmedia – google wave

Auch wenn das erst der Anfang einer Entwicklung sein wird: Es ist höchste Zeit, sich mit Medienkompentenz noch einmal intensiver auseinander zu setzen. Spannend sind Fragen um A) Datenschutz B) Politik vs. Wirtschaft C) Politik-Kommunikation D) Medien E) Werbewirtschaft F) Opensource H) DigitalGap usw. usw. Mir dreht sich im Augenblick etwas der Kopf. Denn auch in Sachen AA) Marketing, PR ist das ein wichtiger Meilenstein:Google hat von den Apple-Events abgeschaut und eine eigene Note eingeführt: Beta ist cool – die Idee zählt.

Gewusst wie, für Gatekeeper

Ich erinnere mich noch gut an einen Kommentar von Jens in der EJZ, in der er die Rolle des Gatekeepers hervorhob. Genauso gut erinnere ich mich, dass ich mich richtig über seine Sicht der Dinge geärgert habe. Das Internet ist für den Qualitätsjournalismus eine Bedrohung, ein Werkzeug, eine Chance und oft – zu oft – ein Buch mit 7 Siegeln. Die neuen Techniken wie RSS, SocialMedia, etc. finden selbst in großen Medienhäusern kaum Anwendung. Das liegt zum Einen an den Journalisten und zum Anderen an den Verlagen, die dem WWW viel zu lange, viel zu wenig Aufmerksamkeit zukommen ließen. Ausnahmen bestätigen die Regel und wer sich eine gute Verzahnung der Medien vor Augen führen möchte, muss lange suchen. Das muss, soll und wird sich ändern. Und die Journalisten? Medienlese.com hat die zehn wichtigsten Tools zusammengefasst und vorgestellt.  Zehn Dinge, die Journalisten 2009 wissen sollten » medienlese.com. Ein guter Einstieg für die weitere Entwicklung. Aber die fängt ja für jeden mit dem ersten Schritt an, oder?

AW: So gesehen Zugemüllt

Ich mag meine EJZ. Sie ist kritisch, aktuell und in der Regel gut informiert. Sie ist das, was Jens Feuerriegel in seinem Kommentar am 20. September zu Recht einen „Gatekeeper“ nennt. Als Schleusenwärter sehen Redaktion und Verlag der EJZ zahlreiche Themen und Aspekte von Themen an sich vorbeiziehen und entscheiden, was der wendländischen Informationsgesellschaft als Wasser auf die Mühlen gerät. Diese Schleusenwärter haben ein Großthema allerdings ausgespart: das Internet. Dieser Nachrichtenkanal hat inzwischen für eine solche Flut von Informationen gesorgt, dass der Gatekeeper Feuerriegel sich zu einem Kommentar genötigt sieht. Damit offenbart er, wie hoch das Wasser steht. Feuerriegel befindet sich in guter Gesellschaft. Wie den großen Tageszeitungen fehlt auch der EJZ ein rechter Zugang ins Netz. Anders als den anderen großen Verlagen ist es der EJZ bislang erspart geblieben, sich den Irrungen und Wirrungen der Moden, die das Internet nun einmal bestimmen, hinzugeben. Es gibt keine Diskussionskultur außerhalb der lesenswerten Leserbriefseite. Es gibt keine E-Paper-Version, kein nenneswertes Archiv, keine Video-Varianten und keine Podcasts der aktuellen Berichterstattung. Das kann durchaus wohl überlegt sein und vielleicht …

Den Kindermedien erhalten bleiben

Es hatte etwas mit meinem geänderten Xing-Status zu tun, dass ein alter Kollege sich meldete. Wir hatten zusammen für die AutoLernWerkStadt so einiges auf die Beine gestellt und haben uns während der vergangenen Jahr auf unterschiedlichen Wegen der fortschreitenden Online-Sozialisation immer wieder mal getroffen. So haben wir unsere Erfahrungen mit Blogs gemacht und die Portalszene für Kids im Auge behalten (was bei mir inzwischen echt zu kurz gekommen ist). An ihn musste ich denken, als ich eben in YouTube dieses Video gefunden habe.   Uli drückte in einer kurzen Mail via Xing nämlich die Hoffnung aus, dass ich den Kindermedien weiter verbunden bleibe. Sorry, aber ich fürchte, das wird die Zukunft falls Eltern sich weiterhin so wenig um das Online-Leben ihrer Kids kümmern wie es bislang der Fall ist.  Das Problem: Die Eltern von heute sollen ihre Kinder in eine Welt einführen, von denen sie selbst nicht den Hauch einer Ahnung haben, weil sie gar nichts in dieser Welt anfangen können. Sie sind dabei so von der Richtigkeit ihrer Sicht überzeugt, wie mein Onkel Günther, …

China, Tibet und die Medien:Trau schau wem

Der Sinn von Propaganda ist, die öffentliche Meinung in eine gewünschte Richtung zu lenken. Dabei wird ganz bewusst darauf verzichtet, unterschiedliche Positionen gelten zu lassen. Betrachtet man die aktuellen Ereignisse rund um den olympischen Fackellauf, so scheint es nur eine „richtige“ Position zu geben: die der China-Kritiker. Die Chinesen sind die Bösen. Soviel Einhelligkeit könnte oder sollte stutzig machen.  Was passiert da? Der Dalai Lama hat seine Position nicht verändert und der chinesische Einmarsch ist nun auch schon ein paar Jahre her. Daran haben sich weder die Unternehmen gestoßen, die in China während der vergangenen Jahre investiert haben noch unsere politischen Vertreter. Auch kommen die olympischen Spiele in China nicht gerade aus heiterem Himmel – es ist schon länger bekannt, dass die Chinesen sie ausrichten werden.  Unruhen in China sind nicht neu. Ãœber die Gründe kann spekuliert werden, aber die Gründe werden in der augenblicklichen Debatte eigentlich nicht hinterfragt.  Warum kommt diese Menschenrechtsdebatte jetzt, warum in dieser Form und warum so schwarz-weiß? Fragen, die man sich durchaus stellen kann. So wie Jo Klein in seinem …

"Küss mich!"aktuelle Kussgesetze

Jugendkultur mal ganz praktisch, frisch gefunden im Web. Am besten finde ich persönlich ja die Sache mit dem Zungenkuss (Punkt 3 des „internationalen Jugendgesetzes“). 1: Kuss auf die Wange: Freundschaft 2: Kuss auf die Stirn: Sehnsucht 3: Kuss auf die Schulter: Begierde 4: Kuss auf den Mund: Liebe 5: Schlägt ein Mädchen einen Jungen, so ist er berechtigt, sie zu küssen. 6: Bläst ein Mädchen einem Jungen das Feuerzeug aus, so will sie geküsst werden. 7: Mädchen mit blauen Augen dürfen ungefragt geküsst werden. 8: Mädchen mit braunen Augen dürfen mit Jungen machen was sie wollen! 9: Husten oder Räuspern: Ich Liebe Dich! 10: Beim Küssen ist jeder Abstand zu vermeiden. 11: Stolpern: Nimm mich in die Arme. 12: Die Hand halten: Ich will mit dir alleine sein. 13: Auf die (eigenen) Lippen beißen: Eifersucht. 14: Zunge rausstrecken: Küss mich. 15: Auf den Fuß treten: Liebeserklärung. 16: Krault ein Mädchen einem Jungen das Haar, heißt das, sie kann ohne ihn nicht leben! 17: Kuss mit geschlossen Augen: Liebe mich so wie ich dich! 18: In …

US-Methoden erreichen Landtagswahlkampf Niedersachsen

Während in den USA der Wahlkampf ganz selbstverständlich online ausgetragen wird, passiert in Deutschland diesbezüglich eigentlich nix. Dachte ich jedenfalls. Die Schlacht um den Stuhl von George W. wird bei den jungen Wählern via YouTube und Co gewonnen und wo ein Kundenwunsch, da ist bei YouTube auch ein extra Channel.. Aber selbst bei uns sind die Methoden der Amerikaner bereits in den Landeswahlkampf eingezogen. So versteckt sich unter der Stichworteingabe „Wahlkampf Niedersachsen 2008“ auch der älteste Clip einer bislang unvollendeten (oder eingestampfte) Kampagne mit dem freundlichen Titel „Wulff und die Wirklichkeit„. Gepostet am 1.August 2008, ist die Clip im propagierte Adresse bei denic nicht gemeldet – vier Monate später. Einzelne Kommentatoren vermuten bei YouTube eine Juso-Aktion, werden aber ihrerseits als Jungen Union-Mitglieder entlarvt. Der Nachwuchs übt. Das freut den mündigen Bürger der mehr davon will 🙂 Der Vollständigkeit halber sei gesagt, dass auch die CDU Spots ins Netz gestellt hatte. Sie eifert damit der Kanzlerin nach, deren Podcast inzwischen wohl bekannt ist. Der Eifer führte dann auch zu etwas peinlichen Schnellschüssen. Eine bemühte Dia-Show mit …

Wenn Bürger Medien machen

Medienkompetenz ist ein schwieriges, steiniges Feld, das in deutschen Schulen in der Regel in Form einer Wandzeitung beackert wird. Um im Bild zu bleiben: In der Schule dreht sich heute vieles um die Drei-Felder-Wirtschaft, während man sich in der Jetztzeit eher mit Genmais beschäftigt. Und um bei der Wahrheit zu bleiben: einige Schulen sind da schon erheblich weiter. Die Möglichkeiten von Web 2.0 mit Blogs, Podcasts und sozialen Netzwerken Meinung zu verbreiten, münden in einer (nicht mehr aufzuhaltenden) Form des Bürgerjournalismus, deren Vordenker sich über die Möglichkeiten und Risiken einen regen Gedankenaustausch stellen. Einer jener Vordenker und Verfechter dieser Medienrevolution ist Dan Gillmor, der in der readers edition seine sehr profunden Ansichten in Worte fasst. Einen eigenen Absatz widmet er dem Thema Medienkompetenz und beginnt das Thema so: Was in zunehmendem Maße deutlich wird, ist die Notwendigkeit, Medienkompetenz in einem medial durchsetztem Zeitalter zu erhöhen. Wo Leute Schöpfer von Medien und nicht bloße Konsumenten sind, ist die Aufgabe komplizierter — aber wichtiger als je zuvor. Bürgermedien: Ein Zwischenbericht Wer es lieber als Video mag, dem …