Monate: Juli 2007

Angefreundet mit dem MacBook

Das MacBook, wie sich das Notebook von Apple nennt, ist wahrlich eine nette Sache. Über das Leid ein neues Betriebssystem zu verstehen, hab ich mich ja schon ausgelassen. Wo Schatten ist, da sollte bekanntlich auch etwas Licht sein. Und das ist beim MacBook in der Tat vorhanden. Trotz seiner Größe ist der portable Apple ein vollwertiger Rechner. Ausgestattet mit allem, was die moderne Elektronik-Konsumgüterindustrie so als hipp bezeichnet: Intels Dual Core-Prozessor zum Beispiel. Grund genug, auch meine Leser mit einem ersten, etwas umfangreicheren Resumee zu belästigen. Bei Bedarf:

Gesunde, arme Briten

Britannien steht kurz vor der Einführung einer Fett-, Salz- und Zuckersteuer in der Höhe von 17,5 Prozent. Die Zeit, berichtet das Journal of Epidemiology and Community Health, gekommen, diese Steuer ernsthaft zu diskutieren. Side Effects Während der Rest Europas langsam aber sicher an den berüchtigten Zivilisationskrankheiten zu Grunde geht, stellt der britische Fiskus das Gute in den Dienst den Nützlichen. Beschweren dürften sich neben den Nahrungsmittellobbyisten vor allem Familien mit Kindern – oder?

Yahoo bessert bei Flickr nach

So ist das, wenn man Besuch hat, der sich selbst als webaffin bezeichnet: Man kommt ins Zeigen, Ausprobieren und Kopfschütteln. Meine Kopfschüttelgeschichte war diese ‘Yahoo setzt Flickr-Kunden Zensurbrille auf’-Affäre (mehr dazu steht hier im Wespennest). Und siehe da: Es hat sich was geändert. Ich kann mein Profil verändern, die Jugendschutz-Maske ablegen – nur falls es noch jemanden interessiert. 😉

Noch etwas zickig

So klein und schon soviel Ärgerpotential. Dafür ist der Mac überall dabei (hier in der Küche am Sonnabend morgen). Meine Frau sucht sich inzwischen einen guten Scheidungsanwalt (hat sie zumindest gesagt), während ich immer noch herauszufinden versuche, wie wohl diese seltsamen Sondertasten genau heißen. Eines hab ich inzwischen schon drauf: Der Klammeraffe lässt sich mit *alt* und *L* erzeugen. Jaha – das sind Probleme….

Regionales: Glotze schlägt Web 51 zu 13

Woher bezieht man Infos über seine Region, zum Beispiel in Brandenburg? TNS Infratest befragte im Jahr 2005 im gesamten Land Brandenburg Bewohner nach Nutzung und Akzeptanz von lokalem/regionalem Fernsehen. Die Ergebnisse sind eindeutig: Lokales/regionales Fernsehen ist ein sehr gut akzeptiertes Medium. Die Hälfte aller Befragten gab an, das Medium regelmäßig zu sehen. Das Fernsehen ist nach der lokalen Tageszeitung das zweithäufigst genutzte Medium. Ruppiner Medien GmbH Die beigefügte Grafik macht den enormen Abstand der Leitmedien zum Web deutlich. Es stellt sich mir die Frage, ob Online seit 1995 aufgeholt hat oder nicht? Bleibt natürlich darauf hinzuweisen, dass Flächenländer wie Brandenburg nicht mit Ballungszentren verglichen werden können. Die Tatsache, dass die Prignitz überhaupt einen lokalen (privaten) Fernsehsender vorweisen kann, ist erstaunlich und für die Prignitzer absolut erfreulich.

ebay und der Jugendschutz

Eben auf Jugendschutz.net gelesen (wo man die Bild offenbar sehr genau verfolgt): Das Internetauktionshaus eBay kann zur Sperrung jugendgefährdender Angebote verpflichtet werden. Das hat der Bundesgerichtshof (BGH) entschieden. jugendschutz.net Das ganze passt doch irgendwie zusammen: Erst wird Yahoo mit dem deutschen Flickr auf den Jugendschutz vergattert, nun folgt ebay. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis die gesamte Web2.0-Szene dem Jugendschutz zum Opfer fällt. So kommt die Zensur leise still und heimlich durch die kalte Küche. Das kann es doch auch nicht sein. Wenn schon, dann bitte ein vernünftiges Verfahren. Ich schlage vor, einen digitalen Personalausweis einzuführen. Der gibt im Zweifelsfalle dem Websitebetreiber (oder den Strafverfolgungsbehören) darüber Auskunft, wann ich welche Inhalte anschauen will – und ob ich das darf. Anonym zu surfen ist eh nur etwas für die Hardcore-Nerds und selbst die können sich wahrscheinlich nicht sicher sein, dass das immer klappt. Warum dann nicht gleich konsequent und mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen? (Ich mein ja nur)

Das Ende der Anarchie

…habe ich ja schon mit diesem Artikel angekündigt. Wie die Zeit danach aussehen könnte? Sagen wir: 2025… Wahrscheinlich etwas in Richtung ‘Orwells 1984‘. Oder so: Jeder Bürger ist verpflichtet, alle drei Stunden mit dem Mobiltelefon die Mails abzurufen und umgehend zu beantworten. Gerichtsbeschlüsse werden ja ohne jegliche Verhandlung direkt per Mail zugestellt und da wäre es fatal, wenn man die 30minütige Widerspruchsfrist versäumen würde. Glücklicherweise gibt es kaum noch SPAM. Seit Spammer als Datenterroristen gelten und ohne Vorwarnung von der Ordnungswacht erschossen werden können, hat der Versand von Spam-Mails rapide abgenommen. Dreibein

Wie ein 10jähriger vor der Bescherung

Das MacBook ist auf dem Weg nach Dannenberg. Bestellt im Apple-Shop auch wenn Jörn mir dringend geraten hat, das Stück bei einem autorisierten Dealer zu kaufen – des Preises wegen. Haha – der nächste Händler ist der Saturn in Wolfsburg. Nein danke. Dann lieber direkt bei Apple – zumal die Fahrtkosten einen eventuellen Preisunterschied wieder ausgleichen würden. Wie gesagt: Bestellt ist das gute Stück. Ich freue mich inzwischen wie ein 10jährger vor der Bescherung. Meine größte Sorge: Der Postbote klingelt und meine Frau macht nicht auf. Um die Ungewissheit ins Absurde zu steigern, kündigt Apple auf der Bestellseite die Lieferung für den 16.Juli (oder früher) an. Wie gemein ist das denn? Gestern verschickt und in einer Woche erst da? Da merke ich wieder einmal, wie weit das Wendland vom Rest der Welt entfernt ist 😉