Jahr: 2009

Aus den Augen aus dem Sinn

Es tut sich was an der Marktplatzruine (aka Ratskeller) in Dannenberg. Pünktlich zum Ende der Touristensaison haben am vergangenen Montag Mitarbeiter von Hoppe und Stolt eine schmucke Holzfassade gezimmert. Die sorgt nicht für Stabilität oder ähnliches, befreit aber das beleidigte Auge des Betrachters vom Elend, angewidert auf den Müll hinter dem bisherigen Bauzaun zu starren. Fast drei Jahre nachdem der Ratskeller zur Marktplatzruine geworden ist war das auch langsam Zeit. Genauso wie die Gebühren, die dem Besitzer des Grundstücks inzwischen aufgedrückt werden.

Ganz große Emotion: Schabowskis Zettel

Na, heute schon ferngesehen? Ich bin – ganz anders als viele meiner Bekannten – doch immer noch sehr dankbar, dass es das öffentlich rechtliche Fernsehen gibt. Denn anders als viele meiner Bekannten genieße ich auch die großartigen Dokumentationen, die auf ARD und ZDF (und natürlich den digitalen Derivaten) laufen. Aber dass ich einen Fernsehtipp im Wespennest abgebe, ist doch eher selten. Also: Unbedingt in der ARD-Mediathek ansehen, bevor die Sendung wieder vom Server genommen wird – Schabowskis Zettel, 24 Stunden, die die Welt veränderten: Am 9. November 1989 verlas Günter Schabowski, Mitglied und Sprecher des Politbüros des Zentralkomitees der SED, auf einer live im DDR-Fernsehen übertragenen Pressekonferenz die neue Reiseregelung der DDR. Sie war von hohen Offizieren des Innenministeriums und der Staatssicherheit erarbeitet worden. Entgegen den Vorgaben der politischen Führung hatten die Verfasser die Möglichkeit einer unbürokratischen Aus- und Wiedereinreise in das Papier geschrieben. Dennoch passierte die Reiseregelung unbeanstandet das Zentralkomitee. Egon Krenz persönlich drückte Günter Schabowski den Zettel für die Pressekonferenz in die Hand. Den Machern dieser Doku ist es gelungen, ein Stück Deutschland …

Lieber guter Freund – mal was zum Spam

Gute Freunde habe ich auch, damit sie diskret auf Fehler aufmerksam machen, die ich gleich begehen werde. Das setzt natürlich voraus, dass sie vorher wissen, was ich als nächstes tue. Aber genau das unterscheidet den Freund – also den normalen – von dem guten Freund: Der Freund kann sich wundern, der gute Freund kann mich warnen. Bevor Du eine Dummheit begehst Wenn Du gedenkst,  meine Email-Adresse in das „An“-Formularfeld einer Email zu kopieren – lass es! (Natürlich nur dann, wenn 15 andere Email-Adressen vor meiner stehen und noch 42 weitere folgen werden.) Ein Hinweis in Sachen persönlicher Datenschutz unter Freunden: Kettenemail werden über das „BCC“ addressiert, nicht über CC, nicht über „An“. In „An“ kannst Du Deine Adresse schreiben, wenn Dein Email-Programm unbedingt eine Adresse darin haben möchte. Nicht ohne Grund Die anderen Freunde von Dir möchten meine Email-Adresse gar nicht wissen und deren Freunde auch nicht. Sei sicher: Sowohl Deine, wie auch deren Freunde werden meine Email-Adresse erfahren. Dann nämlich, wenn der wahnsinnig wichtige Inhalt Deiner Email an mich (und die anderen 57 Freunde …