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Grafik: Tagesspiegel.de

Als wir gesunder als (fast) alle waren

Eine, nur eine einzige Verwaltungseinheit war heute Mittag noch gesunder als Lüchow-Dannenberg: Weimar.

Während bei uns noch 2,1 Neuinfizierte während der vergangenen 7 Tage ausgewiesen wurden, stand Weimar mit 1,5 Einwohnern etwas besser da.

So dokumentierte es zumindest der Tagesspiegel in seiner heutigen Onlineausgabe.

Leider ist das Problem interaktiver Karten, dass sie immer nur den jeweils aktuellsten Stand wiedergeben. Dieser sehr wichtige Zwischenstand, an dem LÜCHOW-DANNENBERG die gesundeste Region Westdeutschlands (und Norddeutschlands) war, musste allein aus Chronistenpflicht im Wespennest festgehalten werden.

( . . . und der Zustand ist inzwischen auch überholt, siehe dort.)

Corona-Wellenreiten

UPDATE (19.10.2020)

Nun also doch … 6 neue, aktive Fälle an einem Tag! Ist halt ein Montag, wie sollte es anders sein. Neu ist nur, dass die 7-Tage-Inzidenz-Berechnung ihre Feuerprobe besteht.

UPDATE (15.10.2020)

Das Labor hat sich geirrt und dem Gesundheitsamt ist es aufgefallen (*hüstel). Die ganze Geschichte gibt es hier.
Den Rest lasse ich hier mal stehen, nur aus Dokumentationsgründen….

Sowas aber auch! (14.10.2020)

6 neue, aktive Fälle an einem Tag! Mehr hatten wir nur einmal: Das war am 20. August und die Folge skandalös.


Jetzt ist Mitte Oktober und wir dürfen uns überlegen, ob wir noch die zweite oder doch schon die dritte Corona-Welle 1) reiten.

Was mir übrigens etwas zu kurz kommt: gute Worte an die Verdachtsfälle: 35. Jeder von ihnen zuhause eingesperrt. Das bedeutet: keine Schule, keine Arbeit, keine Party, kein Besuch bei Oma, kein Käffchen, kein nix.

Haltet die Ohren steif und Maske über der Nase!

1) Hab ich mir nicht ausgedacht, echt! Flog heute morgen über meine Timeline. Chris Hayes, Anchorman von MSNBC, erwähnt sie hier.

Covid – 19 Matheübung

Wie berechne ich aus der Zahl der akut erkrankten Lüchow-Dannenberger/innen diesen berühmten 7-Tage-Inzidenzwert/100.000 Einwohnerschaft? Die Süddeutsche hat es mal vorgemacht. Dazu muss ich aus meiner Tabelle erst einmal die Neuinfektionen des Tages errechnen.

Neuinfektion(Tag) = “Zahl der Infizierten(Tag)” – “Zahl der Infizierten(Vortag)” + “Zahl der Genesenen(Tag)” – “Zahl der Genesenen(Vortag)”

Die Neuinfektionen fallen in eine neue Spalte. Dann greift die Erklärung der Süddeutschen.

Gesuchter Inzidenzwert = Summe(Neuinfektionen(Tage-7:Aktueller Tag))/Einwohnerschaft des Landkreises * 100.000

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Herbst auf Balkonien

Grundsätzlich ist Urlaub in Deutschland gerade ganz groß im Kommen.

Die Länder, Städte und Gemeinden in Urlaubsregionen können aber trotzdem nicht frohlocken. Dafür gibt es einfach zu viele rote Flecken auf der 7-Tage-Inzidenzien-Karte der Republik. (Ich verweise hier gerne auf das Material von @risklayer, die sehr zuverlässig ihre Daten aufbereiten und kostenlos verbreiten)


Pünktlich zum Herbst trifft die niedersächsischen Touristiker die zweite Welle der Covid 19-Infektionen.

Seit dem Wochenende schottet sich Niedersachsen gegenüber den Hochrisikogebieten ab. Bewohner aus Städten und Gemeinden, mit mehr als 50 Neuinfizierten je 100.000 Einwohner dürfen in Niedersachsen nicht mehr aus touristischen Gründen übernachten.

In Niedersachsen gilt vom 10. Oktober 2020 an ein Beherbergungsverbot für Urlauberinnen und Urlauber aus innerdeutschen Hotspots. Laut Niedersächsischer Corona-Beherbergungs-Verordnung  sind Übernachtungen zu touristischen Zwecken in Hotels, Pensionen, Jugendherbergen und ähnlichen Beherbergungsbetrieben, aber auch in Ferienwohnungen, Ferienhäusern und auf Campingplätzen in Niedersachsen all denjenigen verboten, die aus Gebieten mit besonders hohen Infektionszahlen kommen.

Hinweise für Reisende, Land Niedersachsen.

Der geneigte Gastwirt und Hotelier kann sich – zwecks Vermeidung eines Zwangsgeldes – HIER über die jeweils aktuelle Auflistung informieren.

Merke: Es geht um Touristen. Die Niedersächsische Corona-Beherbergungs-Verordnung sieht ausdrücklich Ausnahmen vor.

Wer seinen Aufenthalt mit Arbeit oder medizinisch begründen kann, Familienangehörige, Lebenpartner besuchen oder pflegen möchte bzw. beim Gesundheitsamt eine Ausnahme beantragt hat, darf natürlich nach wie vor in niedersächsischen Hotels, Pensionen, Jugendherbergen, Ferienwohnungen, Ferienhäusern und Campingplätzen übernachten.

Wer ein Ferienhäuschen oder festen Wohnwagen sein eigen nennt auch.

Selbst, wenn er oder sie aus Rosenheim (67,7), Bremen (79,5), Berlin (62,1) oder Cloppenburg (107,8) kommt.

Na, das ist doch beruhigend. Dann mal schöne Ferien.

Nachgeholt

Die Tagwolke weist ein Schlagwort aus, welches dringend einen aktuellen Stand bekommen sollte: Tabak.

Ich bin seit Pfingsten 2020 Nichtraucher – wollte ich nur mal erwähnt haben.

Dabei habe ich eigentlich das erste Mal Ende Juni 2019 aufgehört – das hat aber nur bis Januar diesen Jahres gereicht. So: Nun ist es raus.

Covid 19 – Zahlen aus dem Landkreis

Wie steht der Landkreis in Sachen Corona aktuell da?

Mehr oder weniger regelmäßig werden die neuesten Fallzahlen vom Landkreis auf dessen zentraler Website veröffentlicht.

Als Onliner wünscht man sich eigentlich Rohdaten aus der Region, die es aber (natürlich) nicht öffentlich gibt.
Ich habe mir mal die Mühe gemacht und die Daten aus den offiziellen Meldungen des Landkreises herausgeschrieben und aufbereitet.

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Informier mich doch selber!

Back to the roots und einfach mal einen Link geteilt.

Desinformation ist kein neues Phänomen, das erst mit der Digitalisierung aufkam. Vielmehr wurden Desinformationen wohl schon immer eingesetzt, um politischen Gegnern zu schaden, Gesellschaften zu destabilisieren und Regime zu legitimieren. Neu ist, dass sich Desinformationen dank der Digitalisierung mit rasanter Geschwindigkeit verbreiten. 

https://www.freiheit.org/desinformation-messengerdienste via Ann Cathrin Riedel

Das Thema ist aktuell und bedarf durchaus einer etwas intensiveren Betrachtung. Gerade wer sich mit Quellen auseinandersetzen will oder muss sollte sich bewusst sein, dass Manipulation gerade dort stattfindet, wo sie nicht erwartet wird. Der Text scheint fundiert zu sein.

Mensch sein in der Pandemie

Aus meiner Twittertimeline – übertragen ins Deutsche.

Aus Twitter
Sarah Noll Wilson

Okay Leute, wir müssen reden.

Während des ersten Monats der Pandemie gab es ein kollektives Erleben von Unterbrechung, Verwirrung, Unsicherheit und Chaos. Die Menschen teilten sich mit: Wie überfahren sie sich fühlten, wie anstrengend der Lernprozess war herauszufinden, wie das “zu Hause Arbeiten” funktionieren könnte.

Die Menschen verausgabten sich dabei herauszufinden, wie sie die Kinder beschulen und gleichzeitig den Chef besänftigen könnten, wie sie sich gesund und ihre Familie sicher halten konnten.

Es gab Entscheidungsmüdigkeit, Videokonferenzermüdung, Veränderungsmüdigkeit. Es gab Einsamkeit, wirtschaftliche Härten und ein Gefühl von Trauer um das Leben, wie wir es kannten.

Meine Gespräche mit Führungskräften veränderten sich recht schnell von den üblichen strategischen Themen hin zu Einzelfragen, wie etwa: “Wie unterstütze ich meine Teammitglieder bei ihren Gefühlen” oder “Wie kann ich mein Team unterstützen, wenn das morgendliche Aufstehen im Alltag fast unmöglich scheint?”

Die Bitten von Unternehmen um Gespräche und Beratungen rund um mentale Gesundheit, emotionale Belastbarkeit und emphatische Führung haben drastisch zugenommen. Während die Menschen wussten, dass alle betroffen waren, sind wir im inneren überzeugt, dass wir selbst es gerade so eben überhaupt schaffen.

Irgendwie haben wir uns selbst davon überzeugt, dass alle anderen es hinbekommen haben und nicht nur das: Sie haben es wie nebenbei geschafft, Focaccia zu backen und eine Nebenbeschäftigung zu beginnen.

Und wir denken uns: “Was ist falsch mit mir?”, “Wann kommt der Augen-zu-und-durch-Moment?”

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Kulturelle Landpartie 2020

Ja, sie fällt aus. Die Kulturelle Landpartie wurde in Folge von Corona abgesagt. Leider, wie Melinda und ich finden.

Wenn schon NIEMALS AUFGEBEN!, dann aber auch richtig. Darum haben wir ein Projekt gestartet und tatsächlich auch umgesetzt:

Virtuelle Landpartie

Seit Himmelfahrt ist die Virtuelle Landpartie im Netz und man höre und staune: Sie funktioniert in allen Aspekten, wie erwartet. Ich habe sogar sehr viel Aufwand für den Datenschutz betrieben und hoffe, dass alles konform ist. Gerade das Einbinden der vielen verschiedenen Zweige hat mich da einiges an Nerven gekostet.

Der YouTube-Channel steht, Instagram raubt uns den letzten Nerv, steht aber auch und die Website ist ernsthaft schick geworden.

Das Konzept ist einfach bestechend: Wohl wissend, dass wir niemals alle Punkte bedienen können haben wir uns radikal beschränkt, die dafür aber umfassend gefeatured. Der Landkreis hat es aufgenommen und als Pressemitteilung rausgegeben, mein eigenes Anzeigenblatt hat uns einen Aufmacher spendiert…, aber etwas wurmt mich doch gewaltig:

Der Vorwurf, die Seite sei zu werblich wurde erhoben und ist vielleicht richtig. Meiner Ansicht nach sind die die Aussteller Teil dieses Spektakels und nur wenn sie ihre Produkte auch zeigen können, werden sie im kommenden Jahr vielleicht wieder ins Wendland kommen können. Wenn sie außerdem etwas über diese Initiative verkaufen können – umso besser, wie ich finde! Und: Jedes Stadtfest, jede Initiative oder Weinfest, jede KLP, selbst jedes Feuerwehrfest oder jedes Musikkonzert hat auch einen wirtschaftlichen Aspekt.

Toll ist, dass ich für diese digitale Initiative soviel Liebe und Ankennung erhalten habe. Mehr gab es nur für die Roborallye in der Autolernwerkstadt ab (aber das ist Jahrzehnte her).