Gestern von 8 bis 13 Uhr in Dannenberg. Der Schirmständer hält auch ohne Ballast, das Material bleibt ohne aufgelegte Steine liegen und die Nervosität ist auf normales Lampenfieber reduziert.

Ich habe es immer noch nicht geschafft, meine politischen Wettbewerber mit den Anzeigen-Fotos abzustimmen und spreche fröhlich die Kandidaten von SPD, UWG und CDU an, ob sie mir nicht ihre Stimmen bei der Wahl zum Stadtrat geben möchten. Mag sein dass es als Provokation begriffen wurde, mag sein, dass die Eine der der Andere es tatsächlich in Erwägung zog (“Sie sind ja wirklich ganz nett, aber…”).

Wenn ich aber einen ungebundenen Passanten ins politische Gespräch zog, bleiben tendentiell drei Dinge haften: Kinder, Behörden, die da oben. Dort drückt den Dannenberger Marktplatzbesuchern der Schuh. Mir fällt auf, dass die Stimmung hier etwas gereizter ist, kann aber auch sein, dass ich ob des bloßen Umstandes, dass mir im wahrsten Sinne des Wortes nach 2 1/2Std. der Schuh drückte, etwas sensibel geworden war.

Die Frage, wie Kindergartenöffnunfpgszeiten sich mit den Arbeitszeiten einer REWE-Mitarbeiterin in Deckung bringen lassen, bewegt mich schon länger. Eine Lösung habe ich nicht, nur den Appell an die Vernunft der Arbeitgeber, sich dieser Aufgabe anzunehmen. Arbeitnehmer sind nämlich nur bedingt zu ersetzen. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis der Fachkräftemangel die Unternehmen zwingt, sich über Betriebskindergärten und Jugendeinrichtungen zu informieren.

Konzerne tun das bereits. Dort ist die Substanz aber auch eine andere. Es muss also möglichst effiziente Möglichkeiten gefunden werden, Kindereinrichtungen zu gründen und zu betreiben. Sonst können knapp kalkulierende Unternehmer kaum von der Notwendigkeit überzeugt werden. Öffentliche Hilfe ist kaum zu erwarten, da die Kassen, wie üblich leer sind. Wie eine Lösung aussehen könnte, ist aber eher eine Frage für Hochschulen, nicht für Freizeitpolitker, oder?

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