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Eine Erschließung des Ackers und der angrenzenden Wiese durch das Einkaufszentrum ist für meine Familie unter dem Strich ein Verlust an Lebensqualität.
Aus diesem Grund wende ich mich gegen die mir bislang bekannten Planungen für ein Einkaufszentrum am Rande der Altstadt (Knochen).
Als Anwohner bin ich doppelt betroffen.

  1. Die natürliche Schallbarriere zur B191 durch alten Baumbestand und Hecken entlang des alten Jeetzelverlaufs wird ersetzt durch einen Parkplatz und damit eine zusätzliche Geschräuschquelle.
  2. Die gute Anbindung an die Bundesstraße wird die Kunden des Elbtal-Centers auf den großen Parkplatz locken, sie dort halten und so viele Einkäufe wie möglich von diesem Parkplatz aus erledigen lassen. Das ist der Sinn und Zweck dieser Form eines „Fachmarktzentrums“. Nur wenn es dem Kunden „unausweichlich“ erscheint, geht eine Fahrt in die Stadt voraus oder wird folgen. Das Zenturm selbst hat ein Interesse daran, soviel Kaufkraft wie möglich auf dem Gelände zu binden. Selbst in Auftrag gegebene Studien werden nur unverbindliche und damit wenig belastbare Prognosen über zusätzliche Kunden abgeben.

Ich weiß, Akteure der Stadtentwicklungsplanung fordern schon lange größere Verkaufsflächen und -einheiten, um zusätzliche Gewerbetreibende zu gewinnen. Aber wenn neue Verkaufseinheiten mit viel Verkaufsfläche geschaffen werden, ist es doch unverständlich, dass die größte Einheit dieses Zentrums von einem Bestandsunternehmen verwendet werden soll.
Ansonsten ist aus meiner Sicht der, heute auf der Ausschusssitzung Infoveranstaltung in der Alten Post, vorgetragenen Meinung der Geschwister Ungewitters nichts hinzuzufügen: Natur und wertvoller Ackerboden ist auch in Dannenberg ein Gut, das unseres Schutzes bedarf. Dass sich Naturschutz und wirtschaftliche Entwicklung nicht ausschließen, sollte gerade bei uns zu Hause eine akzeptierte Aussage sein. Gewinne, die auf Kosten von Natur und Nachbarschaft gemacht werden, sind nicht nachhaltig – sie sind nicht akzeptabel.

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