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Warum wurde beim Anlegen von Radwegen auf die Belange der Radfahrer so wenig Rücksicht genommen?

Die Hügellandschaft zwischen Klein Witzeetze und Clenze ist eine dieser Strecken, die durch sanfte aber lange Anstiege den Puls nach oben treiben und die Durchschnittsgeschwindigkeit drücken. Auch nach über 14 Tagen Ãœbung habe ich die wichtige psychologische Marke von 25 km/h noch nicht geknackt (aber ich arbeite dran).

Nachdem ich die Strecke inzwischen im Schlaf kenne ist mir aufgefallen, dass die Planer der benutzten Radwege keine Ahnung hatten welche Anforderungen ein Radweg erfüllen sollte. Beim Ortseingang Schaafhausen versperrt ein Hindernis den Weg, um Mopedfahrer vom Benutzen des Radweges abzuhalten. Die Mopedfahrer lassen sich davon nicht stören, umfahren das Hindernis – ich inzwischen auch.

Es ist mir unverständlich, dass auf der abschüssigen Strecken durch Jameln der Radweg unvermittelt schmaler wird, um eine Eiche führt und dabei zu einer schönen Rechts-Links-Schikane wird. Dass diese Schikane mit Laub und kleinen Ästen bedeckt ist, treibt die Spannung jedesmal in die Höhe – ist aber eher eine Frage der Pflege, denn der Anlage solcher Radwege.

Richtig hart ist wenn der Radweg steiler ansteigt als die Straße unmittelbar nebenan.

Dass es dafür etwas schneller bergab geht ist kaum ein Trost. Es liegt in der Natur der Sache, dass Anstiege länger dauern als Abfahrten und insofern ist es verständlich, wenn Radfahrer (ich natürlich nicht) auf der Straße neben dem neuen Radweg her fahren – das ist eine Form von zivilem Widerstand und im Wendland geübte Praxis… ;-)

Trotz alle dem: Bislang habe ich es nicht bereut, auf das Rad umgestiegen zu sein. Die Zeit die für die Fahrt zur Arbeit “verloren” geht, empfinde ich eher als Gewinn: Statt 20 Minuten im Auto zu sitzen, bin ich jetzt 1 Std in Bewegung und spare mir den Sport… Aber das ist bekanntlich eine Frage des Geschmacks.

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