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Nun ist es ja eigentlich so, dass Themen wie Pressefreiheit und deren mögliche Gefährdung etwas akademisches an sich haben sollten. Da geht es dann um Kontrolle der demokratischen Säulen Legislative, Judikative und Exekutive.

Just in dem Zeitraum, in dem sich ein handfester Konflikt zwischen Staat und Medien anbahnte, war ich in Karlsdorf dabei, die Abstinenz von Internet in vollen Zügen zu genießen (ehrlich gesagt, habe ich es gehasst). Dort habe ich die Anfänge des #Landesverrat – Skandals glatt verpasst. Für jemanden, dem Hans Benedikt “Living in the news” noch persönlich nahelegte, ein Fauxpas.

Ich bin vor zwei oder drei Jahren über den Umweg Podcast auf Netzpolitik.org aufmerksam geworden. Die Themen des Blogs sind fester Bestandteil meiner Filterbubble und somit ein ausgeprägter Teil meines persönlichen Weltbildes.

Mir gefällt die etwas polterige Art von Logbuch Netzpolitik ja besser – und Andre Meister ist dort hin und wieder auch persönlich aktiv.

Netzpolitik ist ein Thema, mit dem man vor Ort – also an der Basis – wenig anfangen kann. Datenschutz ist so ein naja-Thema, zieht aber im Wahlkampf als eigenes Thema keinen toten Hering vom Teller.

Wenn aber das Veröffentlichen von geheimen Material in jedem Fall zu einer Ermittlung wegen Landesverrates mündet, dürfte sich das durchaus auf das Verhalten von Journalisten und deren Quellen in vergleichbaren Fällen auswirken… und das ist gewollt.

Also: Urlaub vom Netz ist für mich passé.

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