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Unterwegs

What the plug!?

Warum ist es eigentlich kein Skandal, dass die Deutsche Bahn ihre Steckdosen abschließt, während die Kunden leer laufen?

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Lachhaft

NATO-Rallye und Drogenkrieg

„NATO-Rallye“ stand vor 20 Jahren für die freitäglichen Reisebewegungen deutscher Wehrpflichtiger in Richtung Heimat. Auf den Strassen, welche die Standorte der Bundeswehr mit den Ballungszentren der Republik verbinden schwoll der Testosteronpegel wie die Nordsee bei einsetzender Flut. Mit der Ruhe eines Küstenbewohners nahmen Pendler und Anlieger dieses Phänomen hin, wohl wissend, dass montags wieder Ruhe wäre.
Die NATO-Rallye kommt mir in den Sinn, weil ich erstmals seit Jahren an einem neuralgischen Freitag in der Bahn sitze und mich in einem der heute üblichen Großraumwagen der Anwesenheit einer sechsköpfigen Gruppe Rekuten erfreue. Leider hapert es an meiner Sprachkenntnis, die Herkunft der Jugendlichen genauer einzugrenzen: Sachsen, Thüringen oder doch Sachsen-Anhalt? Unabhängig davon: Wie es sich gehört, nimmt der Kamerad auf das „Ruhebedürfnis“ der Zivilisten keine Rücksicht.
Die Aussicht auf ein Wochende ohne Ufz, StUfz oder Spieß dafür mit Mutters Kochtopf und die Beine der Freundin alleine beflügelt das Rekrutenherz. Bier und Jägermeister lösen die Zunge und Gott sei Dank ist das bierseelige Schmettern deutschen Liedgutes zur Steigerung des Kameradschaftsgefühles lange außer Mode.
Schwer in Mode, wenn auch den Reisenden der Bahn untersagt, ist das Rauchen von Spice.
Das hat meine jungen Vaterlandsverteidiger nicht davon abgehalten, die Restbestände des örtlichen Headshops vor der Abfahrt des Zuges kameradschaftlich zu teilen und wegzuschmöken. Einzelheiten der Kifferei hört der ganze Wagen ungewollt mit. Vielleicht sollte die Bahn das Rauchen des Grass-Ersatzes mit mehr Wohlwollen betrachten: Die Zugbegleiterin erntet für die Auskunft, dass der Zug Verspätung habe und der Anschluss leider verpasst werde schallendes Gelächter.
Zu meiner Zeit hätte sie für so etwas Prügel bezogen. Peace!

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Gorleben Lüchow-Dannenberg Offen

Züge rollen für den . . .

In Sachen Bahnverbindung ist Lüchow-Dannenberg echt gekniffen.
Hitzacker, Dannenberg, Schnega sind noch in das aktive Schienennetz verbunden aber streng genommen abgekoppelt. Wenn Züge kommen, gibt es darum immer ein großes „Hallo“.
In diesem Zusammenhang:

Bis 2010 sind um den durch die Bundesregierung zugesicherten Zeitplan einzuhalten noch drei Castortransporte von LaHague nach Gorleben geplant. Durch die Pause 2007 besteht damit jetzt ein gewisser Zeitdruck. Der nächste Transport ist für 2008 angesetzt, und es gibt sogar einige Hinweise auf einen zweiten Transport 2008. Doch beginnt die nächste Runde nicht erst mit dem Transport. Diesmal eröffnet die Staatsanwaltschaft das Spiel. Mit einem Prozess.

indymedia

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Gorleben Lüchow-Dannenberg Offen

Castortransport: Bahn will nicht mehr

‚Eine Bahnfahrt die ist lustig…‘

Den von der Börsengangvorbereitung gestressten Bahnmanagern ist das Lachen offenbar vergangen. Nicht nur dass die endgültige Entscheidung ob der Zuordnung des Gleisnetztes noch nicht gefallen ist, die Bahn findet die Publicity um den Castor-Transport alles andere als komisch. Das geht zumindest aus dem Bahnblog hervor.

Endlich mal eine gute Nachricht im Vorfeld des Börsengangs: die Deutsche Bahn AG will sich von ihrer Tochterfirma Nuclear Cargo + Service (NCS) trennen. NCS ist in Deutschland für den Transport des Atommülls zuständig. Auch die Castor-Transporte in das Zwischenlager in Gorleben werden von ihr durchgeführt.

Bahnblog: Bahn will sich von Atomtransporten trennen

Da räumt die Bahn doch mal eben einen kleinen Nischenmarkt, auf dem wenig zu verdienen aber viel zu verlieren ist, auch wenn die Reparatur und Reinung wahrscheinlich dem Auftraggeber in Rechnung gestellt wird.