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Medien und Co

Tschüß Flickr

Liebes Flickr,
es macht keinen Sinn mehr mit uns.
Als ich Dich damals für mich entdeckt habe, waren zwei Megapixel eines Fotoapparates noch eine Hausnummer. Aber spätestens seit ich in die Apple-Welt eintauchte, blieb für Dich immer weniger Platz im meinem Mediendenken.
Weil das Teilen mit Dir auch kein reines Vergnügen ist, verabschiede ich mich mit der Übersendung der neuen Zahlungsaufforderung für einen Bezahl-Account aus jeder Nutzung.
Es gäbe noch zahlreiche Alternativen von denen 500px in meinem Aufmerksamkeitsbereich derzeit am heißesten gehandelt wird. Mir reichen meine von Apple zur Verfügung gestellten Funktionen vollkommen aus.

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Medien und Co Offen

Yahoo, '. . . lass sie ziehen!'

Es gibt Wahrheiten, die haben das Zeug zum geflügelten Wort.
‚Reisende, soll man nicht aufhalten‘, gehört eindeutig mit dazu.
Nico Zorn hat die Erfahrung gemacht, dass auch ein Kunden-Center sich dieses geflügelten Wortes bedient. Eine Beschwerde bezüglich der Filtersoftware von Yahoo führte nicht zum erwarteten Dialog sondern zur Aufforderung, sich doch abzumelden. Den entsprechenden Link packte der Mitarbeiter von Yahoo gleich mit dazu.
Zugegeben: Eine recht drastische Form der Kundenbetreuung, frei nach dem Motto ‚. . . lass sie ziehen!‘
Unabhängig vom flickr-Fall stellt sich aber die Frage: Wie geht ein Unternehmen zur Zeit von Web 2.0 sinnvollerweise mit ‚Kritik-Kampagnen‘ im Kundenstamm um?
Ich gehe einmal davon aus, dass der Kundenwunsch ‚unzensierter Zugang‘ in der Zentrale von Yahoo angekommen ist und aus bekannten Gründen ’nicht umgesetzt‘ werden kann.
Der Wunsch nach ‚offener, ehrlicher Kommunikation‘ seitens der Kunden aus der Bloggosphäre muss verhallen, weil er in der Praxis an der Realität vorbei geht (, wenn er von mehreren tausend Kunden gleichzeitig gefordert wird). Tatsache ist, dass ein ehrlicher Dialog nur mit Blick auf vorhandene Ressourcen stattfinden kann. Da spielt der Faktor Zeit (im Sinne von Reaktionszeit) eine wesentliche Rolle.
Die Entscheidung, sich der Kritiker möglichst schnell zu entledigen macht vielleicht Sinn:
Während der vergangenen 6 Tage haben sich über 3.561 flickr-Kunden in zwei deutschsprachigen, einer englischen und einer spanischen Gruppe zusammengefunden und diskutieren dort über das Zensur-Problem. Das ist, angesichts der 65.000 deutschen flickr-Nutzer, vergleichsweise wenig.
Dazu kommt: Längst nicht jeder deutsche flickr-Nutzer hat bislang von der aktuellen Diskussion Notiz genommen.
Je länger sich kündigungswillige, unzufriedenen Nutzer im ‚internen Bereich‘ der flickr-Community aufhalten und auslassen, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Unzufriedenheit um sich greift.
Der Faktor Zeit ist also auch aus diesem Grund wichtig.
Wie dem auch sei: Die Aktionäre spielen ihr eigenes Spiel und haben Yahoo-Chef Terry Semel zum Rücktritt gezwungen. Der Artikel im ORF stellt jedenfalls indirekt einen Zusammenhang zur aktuellen flickr-Diskussion her.

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Brauchbar Medien und Co Offen

142.782 Fotos bei Flickr


Größer, schneller, teurer.
Wo früher noch 32 Megabyte Hauptspeicher reichten, müssen es heute 2 Gigabyte sein.
Statt 4,8 MHz sind heute 3 GigaHertz Standart und eine Espressomaschine kostet heute eben mal 400 Euro (800 DM).
Ich nutze die Vorweihnachtszeit, um eine Lanze für meine Kamera zu brechen. Die Panasonic DMC-LC33 ist mit 3 Megapixeln nun wirklich kein Kraftprotz. Dafür hat sie ein sehr schönes Leica-Objektiv und nachdem ich eben meine Bildersammlung auf Flickr etwas aufgefütter habe (die alten Wolfsburg-Fotos waren doch zu schön), habe ich festgestellt, dass bis heute immerhin 142.782 Fotos bei Flickr zu finden sind, die mit eben dieser Kamera geschossen wurden.
Wie überhaupt die Flickr-Macher mit ihrem Kamera-Finder ein tolles Statistik-Tool gebastelt haben. Die meisten digitalen Bilder enthalten ja inzwischen einen Hinweis auf das Kamera-Modell mit dem sie gemacht wurden. Die Flickr’s haben das einfach in eine Tabelle einfließen lassen und wer möchte, kann das auswerten.
Sehr spannend was dabei (so kurz vor Weihnachten) rauskommt. Der Trend geht eindeutig zu größeren Spiegelreflex-Kameras mit Werten jenseits der 6 Megapixel. Das ist für meine bescheidenen Ansprüche viel zu groß. Ich habe zwar eine Gigabyte-SD-Karte in meiner Panasonic, komme aber im Grunde genommen mit einer 256-Mb Karte einen längeren Urlaub lang aus.
Und wenn nicht?
Internetcafes gibt es inzwischen überall und dann wird eben zwischengespeichert – bei Flickr 😉