Alle Artikel in: Medien und Co

Mehr als nur mein Beruf. “Living in the news” war nie leichter als heute und niemals so kompliziert.

Mensch sein in der Pandemie

Aus meiner Twittertimeline – übertragen ins Deutsche. Okay Leute, wir müssen reden. Während des ersten Monats der Pandemie gab es ein kollektives Erleben von Unterbrechung, Verwirrung, Unsicherheit und Chaos. Die Menschen teilten sich mit: Wie überfahren sie sich fühlten, wie anstrengend der Lernprozess war herauszufinden, wie das “zu Hause Arbeiten” funktionieren könnte. Die Menschen verausgabten sich dabei herauszufinden, wie sie die Kinder beschulen und gleichzeitig den Chef besänftigen könnten, wie sie sich gesund und ihre Familie sicher halten konnten. Es gab Entscheidungsmüdigkeit, Videokonferenzermüdung, Veränderungsmüdigkeit. Es gab Einsamkeit, wirtschaftliche Härten und ein Gefühl von Trauer um das Leben, wie wir es kannten. Meine Gespräche mit Führungskräften veränderten sich recht schnell von den üblichen strategischen Themen hin zu Einzelfragen, wie etwa: “Wie unterstütze ich meine Teammitglieder bei ihren Gefühlen” oder “Wie kann ich mein Team unterstützen, wenn das morgendliche Aufstehen im Alltag fast unmöglich scheint?” Die Bitten von Unternehmen um Gespräche und Beratungen rund um mentale Gesundheit, emotionale Belastbarkeit und emphatische Führung haben drastisch zugenommen. Während die Menschen wussten, dass alle betroffen waren, sind wir im inneren …

Kulturelle Landpartie 2020

Ja, sie fällt aus. Die Kulturelle Landpartie wurde in Folge von Corona abgesagt. Leider, wie Melinda und ich finden. Wenn schon NIEMALS AUFGEBEN!, dann aber auch richtig. Darum haben wir ein Projekt gestartet und tatsächlich auch umgesetzt: Virtuelle Landpartie Seit Himmelfahrt ist die Virtuelle Landpartie im Netz und man höre und staune: Sie funktioniert in allen Aspekten, wie erwartet. Ich habe sogar sehr viel Aufwand für den Datenschutz betrieben und hoffe, dass alles konform ist. Gerade das Einbinden der vielen verschiedenen Zweige hat mich da einiges an Nerven gekostet. Der YouTube-Channel steht, Instagram raubt uns den letzten Nerv, steht aber auch und die Website ist ernsthaft schick geworden. Das Konzept ist einfach bestechend: Wohl wissend, dass wir niemals alle Punkte bedienen können haben wir uns radikal beschränkt, die dafür aber umfassend gefeatured. Der Landkreis hat es aufgenommen und als Pressemitteilung rausgegeben, mein eigenes Anzeigenblatt hat uns einen Aufmacher spendiert…, aber etwas wurmt mich doch gewaltig: Der Vorwurf, die Seite sei zu werblich wurde erhoben und ist vielleicht richtig. Meiner Ansicht nach sind die die Aussteller …

Apple News und das iPad

Melinda nutzt für Ihren Nachrichtenkonsum die “Apple News”-App und ich gestehe: Ich mag die auch. Was sehen meine trüben Augen auf meinem “Homebildschirm”? Ein Widget der “Apple News”-App. Nun ist es leider so, dass das deutsche Verlagswesen recht allergisch auf die kostenlose Verbreitung ihrer Überschriften und Bilder reagiert und mit dem Leistungsschutzrecht ein scharfes Schwert in Richtung Silicon Valley richtet. Das Ende vom Lied: Ich kann die App “Apple News” nicht herunterladen – zumindest nicht auf dem vorgesehenen Weg. Nun bin ich doch mal gespannt, ob sich in der Richtung etwas tut!?

Abenteuer Wissen Schafft

Das Problem mit den invasiven Arten ist gerade rund um die Gewässer allgegenwärtig. Ob Waschbär, Wollhandkrabbe oder kanadische Wasserpest – wo eingeschleppte Arten heimische Flora und Fauna bedrohen, muss der Mensch auch in Lüchow-Dannenberg nacharbeiten. Schön, dass Johannes kurz vor seinem Geburtstag bei einem Feldversuch ganz aktiv mit dabei sein durfte: Wann hat man schon einmal die Gelegenheit, mit den Fischern im Motorboot über den Thielenburger See zu fahren.

Mobile Storytellers

Es ist schön wenn findige Leute etwas anbieten, das etwas sehr Gutes noch besser machen kann. Genau so etwas ist den Machern des Shoulderpod gelungen. Danke! Aber der Reihe nach. Der größte Unterschied der sich im Zuge der Vercloudisierung des digitalen Lebens für mich persönlich ergeben hat ist die Art und Weise wie ich mir meine Fotos ansehe. Seit 2004 habe ich den Großteil meiner Fotos digital erzeugt, seit 2006 ausschließlich. Wie die meisten Zeitgenossen mit Computer auch, habe ich meine Lebenserinnerungen auf mittels Fotosoftware als JPG, später als RAW auf Festplatten gespeichert und nie wieder betrachtet. Der Thüringenurlaub vor 10 Jahren, die ersten Kinderschritte, alle diese kleinen und großen Ereignisse waren zwar gespeichert aber doch verloren. Das hat sich tatsächlich durch die Cloud verändert. ?Seit mein Fernseher einen Bildschirmschoner-Modus hat und dabei auf die Cloudfotos zugreift, werden mir ausgewählte Fotos in dem Augenblick präsentiert, wenn ich gerade keine Lust auf Fernsehen habe. Und die Glotze sonst nur laufen würde. Weil das öfter geschieht und die Fotos immer etwas persönliches sind, bin ich über diese …

DAN APP 2.0 – or just still beta

Nein, man sollte nicht gleich alles zerreden. Zugegeben: Wenn eine Kleinstadt wie Dannenberg oder besser deren Samtgemeinde eine App in Sachen Selbstvermarktung in Auftrag gibt, dann ist es zu erwarten dass es Luft nach oben gibt, ja geradezu geben muss. Und genau diese Einsicht ist es, die mich zu diesem Artikel treibt. Die bloße Benennung des jüngsten Sprosses aus dem Alma-Umfeld ist eine Kampfansage. Seht her, Ihr Hippen der Welt! Dannenberg hat, was man andere gerne hätten: den Zugriff auf das Web 2.0! Dumm nur, dass es gewisse Regeln in diesem Spielfeld gibt. Zum Beispiel bei die Versionierung: Da gibt es 0er Versionen die verwedendet werden bis technisch und strukturell alles steht. Irgendwann gibt es ein Beta, an dem die Öffentlichkeit in Versuchung geführt und um Feedback gefragt wird. Das erste, echte (Major) Release beginnt aber immer mit einer eins. (Außer bei Windows – da hieß es 3) Dannenberg aber steigt mit einer Zwei ein und dass, obwohl die meisten bis hierhin Gefragten und Bestimmer selbst kaum Smartphones, geschweige denn Apps nutzen. Das bleibt nicht …

Mit offenem Visier in die NSA-Datenbank

Sebastian Hahn hat Fragen von ZEIT ONLINE per E-Mail beantwortet. Er schreibt: “Die Daten, die ich einsehen konnte, zeigen, wie umfassend die Datenabgreiferei ist. Durch XKeyscore und verwandte Programme entgeht man der Überwachung nicht einfach dadurch, dass man Tor nicht verwendet – im Gegenteil, statt der Information ‘Herr Maier benutzt gerade Tor’ und ‘ein Tor-User schaut gerade ein Youtube-Video’ erhält ein Geheimdienst direkt die Information ‘Herr Maier schaut gerade ein Youtube-Video’. Jeder Tor-Nutzer sendet ein starkes Signal, dass ihm die Demokratie und die ausufernde Überwachung der gesamten Kommunikation nicht egal ist. Ich kann nur dafür werben, sich für eine freiheitliche Gesellschaft einzusetzen.” XKeyscore: NSA hält alle Tor-Nutzer für verdächtig – ZEIT ONLINE mobil.