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Unvergleichbarlichkeit

Die Forderung nach Transparenz scheint irgendwie unheimlich. Wenn Transparenz gefordert wird, ist in der Regel ein Verdacht nicht weit. Zahlenverwirrspielerei In Lüchow-Dannenberg haben – wie in der Grafik zu sehen ist – 1.364 Personen den ersten von zwei Schüssen gesetzt bekommen. Wieviele das in Uelzen sind, ist unbekannt. Aber Uelzens Landrat, Heiko Blume (CDU), gibt einen Hinweis: Am 22.02.2021 waren es 4.500. In Lüchow-Dannenberg sind 696 Menschen „immunisiert“ (rechne: 2.060-1.364=696).Wieviele das für Uelzen sind, geht aus den Zahlen für Uelzen nicht hervor und es scheint auch niemanden wirklich zu interessieren, denn weder in der Zeitung noch bei Google lässt sich dazu etwas Vergleichbarlichkeitiges finden (bei Facebook auch nicht, ich hab geguckt). Das Ziel war klar. Daran darf und muss sich unsere Verwaltung messen lassen: Während der ersten 6 Wochen sollten in beiden Landkreisen zusammen 3.000 Personen mit zwei Spritzen immunisiert werden. Wurde dieses Ziel erreicht? Lässt sich leider nicht beantworten. Aber was soll’s? Es gibt neue, unvergleichlichbarkeitliche Pläne: Nun werden im Impfzentrum Uelzen künftig auf 4 Impfstraßen 1150 Impfungen/Woche vorgenommen. Das hört sich doch schon …

Dienstag und Donnerstag

116. 116. 116. 116 … „A watched pot never boils“ ist eine amerikanische Redensart und meint: Geduld, nur Geduld. Zwei Tage in der Woche – das muss für Lüchow-Dannenberger reichen. Aber warum eigentlich so zurückhaltend? Die ganze Welt schaut gebannt auf den Stand der Impfungen. Während Israel in dieser Hinsicht Maßstäbe setzt, schaffen es sogar die USA mit ihrem umstrittenen Gesundheitssystem und einer tendenziell dysfunktionalen Regierung auf Bundesebene auf Werte, die den Europäer vor Neid erblassen lassen. Die Größe, auf die es ankommt, lautet: Impfungen pro 100 Bewohner. Zur Zeit findet sich die schönste Aufbereitung der Impffortschritte auf der Website von DIE ZEIT, auch und gerade, weil die Zwischenstände bis auf Landesebene heruntergebrochen sind. Es lohnt ein Blick, welche Bundesländer sich in Sachen Pandemiebekämpfung mehr oder effektiv anstellen. Objektive Zahlen können da nur helfen. Niedersachsen sieht in dieser Hinsicht eher nicht so gut aus. Das liegt vielleicht auch daran, dass man im Einflussbereich von Hannover eher selten genauer hinschaut. Sonst würde auffallen, dass sich die Zahlen aus dem Wendland nur dienstags und donnerstags verändern.

Wir sind Hannover egal

Es gibt nix Gutes, außer man tut es. Hannovers Niedersachsen ist weit weg vom Vierländer-Eck und was von Hannover aus hier im Wendland ankommt, ist selten etwas Gutes. Das vielgescholtene RKI meldet für den 1.Januar in Niedersachsen 3.566 verabreichte Impfdosen. Das sind landesweit 0,04 Impfdosen/100 Einwohner. Damit liegen wir gleichauf mit Ländern wie Thüringen und Sachsen und zwar ganz am Ende der Republik. Der Landkreis ist von Impfungen noch gar nicht betroffen. Weder in Hannover noch in Uelzen scheint man es sonderlich eilig zu haben. Einen bestätigten Starttermin gibt es jedenfalls noch nicht.