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Brauchbar Medien und Co

Röntgen Bilder – DCM-Dateien am Mac unter Mavericks

Was folgt, ist ein Softwaretipp.
Ist ja nicht so, dass man nicht immer Dinge dazulernen kann. Zum Beispiel das Interpretieren von Röntgenbildern. Meine eigenen habe ich aus der Klinik für den Hausarzt mitbekommen. Nur dazu muss man sie auch lesen können – mit der kostenlosen Version von OsiriX ist das auch zuhause möglich.
Das Entlassungschreiben & die Diagnose in der Hand verlasse ich die Klinik und begebe mich nach Hause.
In der anderen Hand halte ich eine DVD mit den Röntgenbildern.
In diesem Augenblick warte ich noch auf Wirkung der Schmerztablette und denke dann: Cool, Du hast ein Röntgenbild für den Erlebnisbericht.
Zuhause angekommen und eine Stunde später schluckt mein iMac die DVD und spuckt sie gleich wieder aus. Beim zweiten Anlauf klappt es und mit etwas Geduld durchblicke ich (Teile der)/die Dateistruktur. Die relevanten Bilder enden im DCM-Format.
Nie gehört und zum Schluss gekommen: Da brauchste mal eben Software für!
Dank Googlesuche „dcm file mac“ finde ich Michael Mattauschs Blogpost zum Thema und einen ersten Tip.
Persönlich habe ich mich aber fur Osirix entschieden. Das ist ein Viewer, der die Metadaten nicht nur ausliest sondern auch anzeigt (wow – davon gibt es echt viele!).
Der Viewer lässt sich hier in einer kostenlosen OpenSource-Version für verschiedene Plattformen herunterladen und ist laut Hinweisfenster nicht für die primäre Diagnostik verwenden. Aber das habe ich ja gar nicht vor!
Mich interessiert in diesem Augenblick vor allen ein Screenshot für die Wespe. Das Bild ist schnell gemacht und was mache ich jetzt mit der Software?

Standart

Den Osirix-viewer kann ich meinen Lesern ja gerne mal vorstellen – nur falls bei Euch auch ein paar DVD mit Röntgen-, CT- oder MRT-Bildern rumliegen. Das Teil macht Spaß und es gibt sogar eine Anleitung für die kostenlose Version auf der Projekt-Internetseite.
Ein kleiner Hinweis. Nicht empfehlen kann ich diese kostenlose Version des Programmes unter den Gesichtpunkten des Datenschutzes. Ich kenne mich einfach zu wenig aus, weiß aber, folgendes: Java muss installiert sein und das ist ein erheblicher Unsicherheitsfaktor . Aber ganz im Vertrauen: Das ist Windows auch und ich bin mir nicht sicher, welche Version in der Klinik in Dannenberg verwendet wird. Doch das ist eine ganz andere Geschichte und erinnert mich daran, dass ich noch einen Vortrag vorbereiten muss.
Wie ist das bei Euch?
Schaut Ihr Euch Eure Krankenakten an, wenn Ihr sie in die Finger bekommt? Was macht Ihr mit solchen Datenträgern? Ich freu mich auf Kommentare und Berichtigungen!
Der Viewer kann für OSX heruntergeladen werden und funktioniert auch unter Mavericks..

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Reine Nervensache!

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Foto
Rippe
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Da liege ich nun und werde nach einer Patientenverfügung gefragt. Schwester Rita nimmt mir Blut ab und versucht abzuschätzen, was es mit meiner Luftnot auf sich hat. Fühlt sich an wie Bandscheibe, versuche ich zu sagen, es hört sich aber wie „Hrgh n Bnnnndschhhhaaaaaibe“ an.
Der Chirurg sei gerade im OP, mein Blutdruck ist 192 zu 90. Bitte, was???
Endlich lässt der Krampf im Brustkorb wieder nach und ich mache mir so meine Gedanken: Was, wenn ich mich irre und mir gestern das Kreuz gebrochen habe? Was, wenn ich beim Versuch alles ganz ruhig und entspannt zu sehen, nur wertvolle Zeit vergeudete und ich mich mit voller Fahrt auf die vielbeschworene Versorgungslücke zu bewege? Beunruhigende Gedanken – Ich muss mich ablenken!
Erst mal ein Foto von der Kanüle im Arm machen und einfach ganz flach atmen. Da liegt nämlich mein ganz akutes Problem: In den Bronchien hat sich ein Schleimpropf abgelagert und will rausgehustet werden. Husten ist aber nur mit bösen Schmerzen möglich. Darum versuche ich um den Reflex herumzuatmen.
Die Tür vom Behandlungszimmer öffnet sich, herein kommt die Gattin gefolgt vom Arzt und der kleinen Schwester. Bitte freimachen!
Der Arzt klopft die Wirbelsäule ab und befindet sie murmelnd für heile. Ich entspanne mich, während er weiter tastet und klopft.
Urplötzlich ist das mit der Entspannung schlagartig vorbei als er eine bestimmte Stelle am Brustkorb drückt! Es krampft und mir wird kurz übel. Es sei vielmehr eine Rippe so die Diagnose, bitte zum Röntgen. Wie jetzt, aufstehen? Danke, lieber allein!
Im Unterhemd in die Röntgenabteilung gehen, die Frau beruhigen; Mann kann das gleichzeitig. Nur die Konzentration auf mein erwähntes, akutes Problem ist plötzlich weg!
Es kommt wie es kommen muss: der Husten, mit ihm der Schleimpfropf aus den Bronchien und erneut dieses fiese Aua, das ich die ganze Zeit vermeiden wollte.
Na gut, dann mal Strahlung aufnehmen. Brustwirbelsäule, Rippen von der Seite, bitte danke, klick. Meine Jahresdosis? Nein, sei gar nicht mehr so schlimm. Kommt mir irgendwie bekannt vor.
Beruhigt und überzeugt, dass es doch die Bandscheibe sei, schleiche ich wieder ins Behandlungszimmer zur Frau. Die ist nicht da, hatte angekündigt telefonieren zu wollen (…hast Du Empfang hier?) und braucht wohl etwas länger.
Ich zücke das Handy und protokoliere. Fotos, Verlauf, Ursache hatte ich ja schon erläutert.
Dann kommt erst die Frau und anschließend die freundliche Schwester aus dem Röntgen-Zimmer, die mir auf der Suche nach meinem Arzt freundlich mitteilt, es sei die 8.
Tatsache? Gebrochen? Ich habe mir eine Rippe…? Erstaunlich.
Ich habe mir noch nie etwas gebrochen! Das kann ich jetzt nicht mehr sagen. Schade.
Der Doktor erscheint und erklärt mir, mich die kommenden drei Tage auf Station zu überweisen.
….?!
Ich lehne dankend ab und unterschreibe meine Entlassung, lasse mir die vorgesehenen Schmerztabletten geben, mich von der Gattin nach Hause fahren und schreibe meinen Bericht.
Reine Nervensache!