Alle Artikel mit dem Schlagwort: Lüchow

Gymnasium Lüchow vs. Fritz-Reuter-Gymnasium

Au weia! Das Gymnasium Lüchow ist amtlich durchgefallen. Das schreiben zumindest Jens Feuerriegel und Hans-Joachim Wicht in der heutigen EJZ. Ersterer in Form eines Berichtes auf Seite zwei, letzterer in einer Polemik auf Seite 23. Beides zu lesen in der heutigen Ausgabe der EJZ (hier zur Sicherheit der Artikel von Jens). Komisch dass diese geballte Kritik erscheint, nachdem zwei Tage zuvor das Oberlandesgericht Köln die endgültige Erlaubnis für ein Lehrerbewertungstool erteilte. Das passt ja wie Faust aufs Auge und weil die Sicht der Schüler in beiden oben erwähnten Texten nicht vorkommt, führe ich diese mal zur Ergänzung hier ins Blog. Aber kurz vorweg noch einmal die Vorgeschichte…

Lüchow lehnt höhere Kreisumlage ab

Die Lüchower sollen mehr zahlen, wollen sie aber nicht. Der Rat der Stadt verweigerte heute abend mittels Beschluss dem Kreis die Gefolgschaft. Sollte ein Landkreis gar kein Geld mehr haben, kommt es zu einem Ritual: Der Kreistag (also das Parlament des Landkreises) erhöht die ‘Kreisumlage‘. Das ist eine Art Mitgliedsbeitrag, den die Gemeinden an ihren Landkreis für’s Mitmachen bezahlen. Diese Kreisumlage definiert sich als Prozentsatz. Für die Lüchow-Dannenberger Gemeinden bedeutet das konkret: 56% ihrer Steuer-Einahmen (Gewerbe und Grundsteuer) reichen die Gemeinden bislang an den Landkreis durch. Demnächst sollen es 60% werden. Zieht der Stadtkämmerer alle weiteren Umlagen die von der Stadt zu zahlen sind ab, bleiben von ursprünglich 100 € noch knapp 15 € über. Das wurde schon am 3. Januar bekannt. Jede Gemeinde, die etwas dagegen habe, könne bis zum 31. Januar Widerspruch einlegen, hieß es aus dem Kreishaus in einem Schreiben an die Verwaltung der Stadt. Die beantragte am 17.Januar erst einmal Fristverlängerung. Immerhin müsse der Rat der Stadt entscheiden und der traf sich eben erst gestern. ‘So nicht’ beschloss der Rat der …

A39 Verbindung: Lüchow fürchtet um Anschluss

Der Lüchower Stadtrat befürchtet, die Stadt und Lüchow könnte von den geplanten Autobahnen nicht ausreichend zu profitieren. Das wurde bei der Sitzung des Rates der Stadt deutlich. Ratsherr Otto Schiewe wäre es am liebsten, wenn sich die ‘Spange‘ zwischen der A39 und der A14 zwischen Lübbow und Salzwedel befinden würde. ‘Möglichst dicht ran an Lüchow’, will Schiewe die Spange. Das sorgte für einige Heiterkeit auf der anderen Seite des Saales. ‘Das Geschrei möchte ich nicht hören’, erwiderte Ratskollege Dr.Norbert (Vorname ist wichtig, es gibt nämlich zwei) Messerschmidt. ‘wenn die richtig dicht rankommt.’

Was geht im Lüchower Stadtrat?

Gleich ist Stadtrat in Lüchow. Ich muss mich sputen, um bis 19 Uhr im Gildehaus zu sein. Im kleinen Saal wird heute disputiert. Beim Dannenberger Rat waren am 20.Dezember nur wenige Bürger. Als Ex-Lüchower bin ich aber auch an Lüchow interessiert. Bis gerade eben habe ich verzweifelt versucht, eine Tagesordnung aus dem Web zu ziehen. Erfolglos. Nun denn – lass ich mich halt überraschen. Vielleicht wird die Umgehungsstraße angesprochen, wahrscheinlich geht es um ganz langweilige Dinge. Aber was ist schon langweilig im Wendland 😉

Biogas aus der Karotte

Nur ganz kurz mal eben…, morgen mehr. Was hat eine Mohrübe (oder Wurzel, wie die Gemahlin sagt) mit Autos zu tun? Naja, man könnte sagen: Nix Stimmt aber nicht, wie ich heute auf dem Biogas-Seminar in Lüchow erfahren habe. Die Mohrübe ist nämlich das Zeichen, unter dem dich die Wendländer Biogasbauern sammeln können. Es ist nur eine Frage der Kommunikation. Wie bringe ein superkomplexes Thema in das Bewusstsein eines Berufsstandes, der für seine vermeintliche Behäbigkeit berühmt ist? (unbedingt klicken)! Technorati-Tags:Greengas, Biogas, Alternative, Energien Gebloggt mit Flock

Von der Rolle – Kurzfilmfestival Lüchow

Die Overtuere war stark. “Ausser der Rolle” ist ein Set von fünf Kurzfilmen wie sie unterschiedlicher kaum sein können. Ausufernde Gewalt, zerstörerische Freundschaft, zarter Humor, aufrüttelnde Selbsterkenntnis und beklemmende Melancholie. So lassen sich die fünf Kurzfilme überschreiben. In Blackout gibt sich der Musiker Tom erst der Hoffnung und dann alten Fehlern hin. Und wie es nur im Kino sein kann, scheitert der tragische Held kurz vor dem eigenen Durchbruch so vollkommen, dass mir den Atem raubt. Mit 30 Minuten der längste Beitrag im Set überrascht Blackout mit exzessiver Gewalt in Form von Kneipenschlägereien. Die Rollen sind glaubwürdig die Schauspieler auch. Die Geschichte ist naturgebenermaßen verdichtet wirkt aber nur selten konstruiert. Ein toller, verstörender Film. Kalte Haut wirft ein Schlaglicht auf eine ungleiche Mädchenfreundschaft, die just in dem Augenblick zerbricht, in dem der Betrachter die Fäden der Geschichte aufgenommen hat und in den Händen hält. Sexuelle Ausbeutung und Selbstbestimmung, Freiheitsdrang und Unterwerfung – Gegensatzpaare prasseln auf die Zuschauer ein, verschiedene Erzählstränge, Rückblenden und Einblicke machen ein Folgen nicht leicht. Aber dieser Film will wahrscheinlich auch nicht …