Kategorien
Lüchow-Dannenberg

Tourismus Wendland

Wie es der Zufall so will gibt es immer wieder einmal Anlass, im eigenen Archiv zu surfen und dabei auf manch vergessenes Thema zu stoßen.
Was macht eigentlich das im März in Auszügen vorgestellte „integrierte Tourismuskonzept“ für die Lüneburger Heide und die Elbtalaue? Im April 2007 wurde ich das erste Mal auf das Thema aufmerksam und hatte etwas genauer nachgesehen.
Immerhin gab es damals erste Bestrebungen von ALMA, selbst aktiv zu werden.
Kurze Antwort: Das Konzept ist für unsere Ecke erst einmal verschoben worden.
Zwischenzeitlich wurde die Heide-World e.V. ins Leben gerufen. Bei der Gründungsversammlung am 13. August 2007 in Soltau spielte der Landkreis Lüchow-Dannenberg keine Rolle, was wohl vor allem daran liegt, dass er ja auch zur Elbtalaue gehört. (Gruß nach Clenze und Wustrow)

Ziel der neuen Gesellschaft ist es, mit einem einheitlichen und professionellen Marketing das Image der Lüneburger Heide weiter zu verbessern, neue Zielgruppen im In- und Ausland anzusprechen und eine verstärkte Nachfrage für die Tourismusregion zu erzeugen. Zwar sei die Lüneburger Heide mit rund fünf Millionen Ãœbernachtungen schon heute eine der meistbesuchten Urlaubsregionen Deutschlands und ein eminent wichtiger Wirtschaftsfaktor der Region. „Das Potential ist jedoch längst nicht erschöpft“, sind sich die neuen Gesellschafter einig. „Diese Vereinbarung stärkt den Wirtschaftsfaktor Tourismus in unserer gesamten Region“, freut sich Landrat Manfred Nahrstedt.

„Seite des Landrates Manfred Nahrstedt, Lbg“
Abschließen noch ein kleines Zitat aus dem (inzwischen in Gänze vorliegenden) Endbericht zum Touristischen Zukunftskonzept Lüneburger Heide/Elbtalaue:

Die Vermarktung der Region ist aufgrund einer dominierenden Landkreisebene nicht optimal und schafft diesbezüglich kaum Synergieeffekte.

Dazu passt doch dies…

Kategorien
Dannenberg Lüchow-Dannenberg Offen

Elbtalaue: Alle machen Marketing

Die Elbe ist zwar nicht der längste Fluss Deutschlands, aber mit ihren 1091 km doch über weite Strecken der schönste Strom. Nicht nur bei Dresden ist das Bett der Elbe durch das Sandsteingebirge hübsch anzusehen.
Schön ist er vor allem hier bei uns in der Ecke. Der Elbe haben die Menschen hier viel mehr Raum zugestanden, als sie im Westen dem Rhein gewährten. Wo Raum vorhanden ist, entwickelt sich meist etwas Nützliches. Raum schaffen soll nun ein neuer Verein mit dem inhaltsschweren Namen: Alma.
Wem gehört das Image von Regionen eigentlich? Wer führt, prägt und entwickelt es? In Dannenberg war es das städtische Marketing unter der Federführung von Ursulla Fallapp. Die rührige Aktivistin in Sachen Stadtvermarktung hat viel erreicht und erhält jetzt Unterstützung. Alma ist ein Verein. Der Frauenname ist eine Abkürzung für ‚Alle machen Marketing‘ und der Name ist Programm.
Der Verein wurde im September gegründet und soll die bürgerliche Stimme im Marketing-Prozess hörbar machen. Denn – so die Erkenntnis – eine breite Akzeptanz ist in Sachen Regional-Marketing unerlässlich. Alma soll die Bürger mitnehmen in einen ausgesprochen spannenden Prozess, Ideen sammeln und Vorschläge ausarbeiten, die anschließend zusammen mit Verwaltung und Wirtschaft umgesetzt werden können.
Die Erdbeben, welche die politischen Strukturen der Region Lüchow-Dannenberg während der vergangenen zwei Jahre erschütterten, führten zu einem Zusammenschluss der Samtgemeinden Hitzacker und Dannenberg zu einer Großsamtgemeinde ‚Elbtalaue‘. Streng nach dem Motto ‚Synergien nutzen‘ geht es nun in die nächste Runden.
Während Dannenberg eine recht gute Basis für Weiterentwicklungen eines regionalen Markennamen vorweisen kann, liegt es mit Blick auf diese Basisarbeit in Hitzacker etwas anders. Dort treten die unterschiedlichen Interessenvertreter jeweils für sich auf – von Zusammenarbeit hört man wenig. Mir unvergessen ist das Tauziehen um eine Hochwasserschutzmauer am Yachthafen, in der sich Einzelpersonen einen Kampf bis an den Rand der Absurdität lieferten.
‚In den verschiedenen Sparten Wirtschafts- und Geschäftswelt, Tourismus, Bürgerinnen und Bürger und Kommunen erfolgt in Zukunft eine enge Verzahnung der Interessenlagen zum Wohle der Region.‘ Das kündigen der Alma-Vorsitzendee Markus Maul und Schriftführerin Ursula Fallapp in einem Weihnachtsbrief an.
Bis zum 12. Februar können am Verein Interessierte durch Anregungen und Vorschläge die künftigen Weichen mit stellen. Dann nämlich ist die erste offizielle Vereinsvorstellung im Dannenberger Hotel ‚Alte Post‘ . Termin bitte merken.