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Marken sind wie organische Lebewesen. Sie passen sich evolutionsmäßig an die Umwelt, sprich die Käufer, an. Je besser eine Marke das kann, desto größer die Wahrscheinlichkeit, das große Räuber-Beute-Spiel zu überleben.

Käufer entscheiden bislang mit ihrem Geldbeutel, bestenfalls mit ihrer Aufmerksamkeit; was einerseits die Verkäufer, andererseits die Kommunikationsabteilungen interessiert.

Markenkunden entscheiden auch, wie sie über ein Produkt, eine Dienstleistung sprechen, mit Freunden, der Familie und Kollegen. Was sich bislang im Verborgenen abspielte, bekommt mit zunehmender Verbreitung des Webs in der breiten Bevölkerung eine neue Relevanz und – positiv ausgedrückt – Transparenz.

Wo liegt die Stärke der Marke, wo der Fokus der Umwelt, also der Käufer? Dieses immer wieder neu zu erkennen, ist für Marken entscheident. Aber woher soll das Wissen kommen?

Die Lösung wird nach Dafürhalten des Gottlieb Duttweiler Institutes in Zürich in einer neuen Arbeitsteilung liegen.

In einem Brandroom kontrollieren nicht mehr die klassischen Markenkommunikateure mit dem Zugriff auf siebenstellige Budgets die Themen, sondern die Welt da draußen: Kunden, Medien, Mavens. Im Brandroom laufen alle Informationen zusammen: Der Erfolg einer TV-Kampagne, die Umsatzzahlen, die Nachrichtenlage, das Monitoring von Blogs und Wettbewerb. Wenn nötig, kann aus dem Brandroom heraus sofort auf aktuelle Anforderungen reagiert werden: Wenn der Börsenkurs sinkt, das Produkt des Konkurrenten am Pranger steht oder Blogger den eigenen CEO in aller Öffentlichkeit sezieren.

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Wie eine Marke reagiert? Nun, vielleicht sind da nicht neue Techniken, sondern vergessene Wahrheiten hilfreich . . .