Allgemein, Politik
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Modell – Projekt – Verantwortlicher

Modellprojekt hört sich nicht schlecht an. Modell ist was im Kleinen funktioniert und als Handreiche für das Große dient. Projekt ist ein geplante Vorhaben mit einem definierten Weg zum Ziel und definierten Verantwortlichkeiten.

 „Das Land Niedersachsen und die niedersächsischen Kommunen planen ein Konzept, um Einzelhandel, Gastronomie, Kultur und Sport unter engen Rahmenbedingungen wieder öffnen zu können. Um dabei die Infektionsgefahr zu bannen, sollen insbesondere Schnelltests zum Einsatz kommen“, so Dorendorf.

EJZ, 29.03.2021

Glaubt man seinen Worten steht hier fest: Das ist eine wenig verlässliche Sache, eher ein Lufthaken …, aber hey! In Pandemiezeiten denke man gerade als zupackender Politiker nach vorne und positiv!

Es gibt bestimmt ein paar Rahmendaten, die ein Gelingen (bzw. Scheitern) des Modellprojektes definieren. Ich hätte da ein paar Vorschläge für KPIs: Belegungsquoten, Bettenauslastungen, durchgeführte Tests und positive Ergebnisse, zum Beispiel.

Zum Monitoring bieten sich die Gastronomie und die Gesundheitsbranche an – zeitgleich.

Als Mensch, der gerne Verantwortung übernimmt hat Herr Dorendorf bestimmt einen Vorschlag wie er den Samtgemeindebügermeistern Meyer und Schwedland helfen wird, falls der Modellversuch scheitert? Fragen geht zum Beispiel über Facebook.

Bildnachweis: Animation aus einem Glückwunschvideo anlässlich der Wahl von Armin Laschet zum Bundesvorsitzenden der Christlich Demokratischen Union von der oben verlinkten Facebookseite / (made by DieWespe)

Kategorie: Allgemein, Politik

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Sozialisiert im Wendland seit 1972. Digital Native seit 1984, Schneider CPC6128, 8086er, DOS 2.11, Tiger. Online medienschaffend im Zeitungsverlag, marketinggetriebener Skeptiker, lokal verwurzelt und international verbunden. Hier und auf allen sozialen Medien als "DieWespe" privat unterwegs!

1 Kommentare

  1. Uuuh. Da geht ja was ab in der Elbtalaue.

    Ich will und muss mich am Riemen reißen! Porzellan ist schnell zerschlagen und bringen tut das niemandem etwas. Also: Nix für ungut.

    Ja, es ist gut, wenn Politiker sich etwas trauen – selbst wenn sie Gefahr laufen, am Ende zu scheitern. Nein, es ist nicht schlimm zu scheitern – wer sich nicht bewegt hat meist schon verloren. Aber…

    Das Prinzip der Kosten-/Nutzenrechnung, der Risiko/Chancen-Abwägung, des „Lohnt das?“ sollte schon klar sein, bevor man in einer Pandemie als Lokalist etwas riskiert.

    Alle Wissenschaftler die sich durch meine Timeline zum Thema ausmerken, halten LOCKERUNGEN für ausgemachten DUMPFSINN. Ich sehe jetzt keinen Grund, deren Bedenken geflissentlich zu ignorieren.

    Die lokale Wirtschaft, ach ja richtig. Meine Freunde sind Geschäftsleute. Meine Nachbarn sind Händler und Gastronomen. Die werden von einem Modellversuch profitieren, oder?

    Nun, es sind nicht nur meine Freunde – habt Ihr sie mal gefragt? Auf was werden sie sich denn einstellen? Auf Testprüfungen am Ladeneingang, das ganze Personal bzw. eine Notbesetzung, eine App bzw. Strichlisten, volle Läden bzw. leere Straßen, einheimische bzw. auswärtige Kunden? Planungssicherheit? Fehlanzeige. Unsicherheit, gewiss! Nicht, dass Selbstständige es nicht gewohnt wären, mit Unsicherheit zu leben. Aber es kommt auf die Umstände an, oder?

    Und wovon hängt der Erfolg einer solchen Maßnahme ab? Abgesehen vom Wetter und der Laune der Kunden, der Entfernung der Schnelltestzelte vom eigenen Standort, dem Sortiment und der Zahl der teilnehmenden Geschäfte und damit der Attraktivität der Stadt gibt es dann noch das Gesundheitsamt aus Uelzen, das sich bisher als überaus kooperativ gezeigt hat (oder weiß jemand sicher, dass Elbtalaue weniger aktive Fälle als Lüchow/Wendland oder mehr aktive Fälle als Gartow hat?). Vielleicht sagt das Land am Ende aller Planungen doch wieder alles ab so wie heute, oder die Bundesregierung entscheidet sich, doch noch einmal etwas zu entscheiden – alles ist möglich.

    Am Ende des Tages könnte die Modellregion ein weiteres Kapitel „Ankündigung“ gewesen sein. Nicht zu wesentlich mehr geeignet, Vertrauen zu verspielen in einen Staat, den wir nie so sehr nötig hatten, wie zur Zeit. Im schlimmsten Fall sorgen wir für ein übervolles Krankenhaus.

    Wir sollten uns am Riemen reißen und auf das konzentrieren, auf das es ankommt: Impfen was das Zeug hält, wenn es Sinn macht, sie für etwas ins Zeug zu legen, dann dafür.

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