Alle Artikel mit dem Schlagwort: corona

Doppelt hÀlt besser?

Der Senior ist geimpft. Zweimal, mit dem guten Stoff – in Uelzen. Heute kommt Post aus LĂŒchow. Mit einem Impftermin in der nĂ€chsten Woche. In LĂŒchow, in der Grundschulsporthalle. Der Senior hat abgesagt, via email. Wir haben zu wenig Impfstoff, schon klar. Wir haben aber offenbar auch ein Problem, auf die reichlich vorhandenen Daten zuzugreifen. Der Senior hatte nach seiner Auskunft diverse Papiere in Uelzen ausgefĂŒllt. Dass er bereits geimpft ist, wurde aber offenbar nach LĂŒchow nicht gemeldet. Entweder hat in LĂŒchow niemand gefragt, oder das Impfzentrum in Uelzen hats niemandem in LĂŒchow gesagt. Das Rote Kreuz hat damit aber nix zu tun, oder?

Modell – Projekt – Verantwortlicher

Modellprojekt hört sich nicht schlecht an. Modell ist was im Kleinen funktioniert und als Handreiche fĂŒr das Große dient. Projekt ist ein geplante Vorhaben mit einem definierten Weg zum Ziel und definierten Verantwortlichkeiten.  „Das Land Niedersachsen und die niedersĂ€chsischen Kommunen planen ein Konzept, um Einzelhandel, Gastronomie, Kultur und Sport unter engen Rahmenbedingungen wieder öffnen zu können. Um dabei die Infektionsgefahr zu bannen, sollen insbesondere Schnelltests zum Einsatz kommen“, so Dorendorf. EJZ, 29.03.2021 Glaubt man seinen Worten steht hier fest: Das ist eine wenig verlĂ€ssliche Sache, eher ein Lufthaken …, aber hey! In Pandemiezeiten denke man gerade als zupackender Politiker nach vorne und positiv! Es gibt bestimmt ein paar Rahmendaten, die ein Gelingen (bzw. Scheitern) des Modellprojektes definieren. Ich hĂ€tte da ein paar VorschlĂ€ge fĂŒr KPIs: Belegungsquoten, Bettenauslastungen, durchgefĂŒhrte Tests und positive Ergebnisse, zum Beispiel. Zum Monitoring bieten sich die Gastronomie und die Gesundheitsbranche an – zeitgleich. Als Mensch, der gerne Verantwortung ĂŒbernimmt hat Herr Dorendorf bestimmt einen Vorschlag wie er den SamtgemeindebĂŒgermeistern Meyer und Schwedland helfen wird, falls der Modellversuch scheitert? Fragen geht zum Beispiel …

Motivationsdelle

Es geht mir nicht anders als Euch: Ich habe keine Lust mehr. Seit einem Jahr tracke ich die Zahlen aus dem Kreishaus und dem NLGA mit. Nachdem eine Welle der nÀchsten folgt, ohne dass ich hier etwas Positives vermerken kann, falle ich in ein Motivationsloch. Statt tÀglich, aktualisiere ich die Corona-Grafiken nur noch wöchtentlich, indem ich die Zahlen aus dem Kreishaus nachtrage. Bleibt zuhause, wascht Euch die HÀnde, haltet Abstand und tragt eine Maske. Bleibt gesund.

Wenn Tradition gefragt ist

Es gab frĂŒher einmal eine schöne Tradition in der deutschen Politik. Wenn eine wichtige Angelegenheit so richtig in die GrĂŒtze gefahren wurde, luden die verantwortlichen, gewĂ€hlten oder ernannten Vertreter mit einigen Tagen oder Stunden Vorlauf die Vertreter von Zeitung und Fernsehen zum GesprĂ€ch. …, der Herr (in der Regel waren es seinerzeit MĂ€nner) Minister, StaatssekretĂ€r oder Behördenleiter kam durch die SeitentĂŒr, stellte sich ans Podium und: erklĂ€rte seinen RĂŒcktritt! Nennt mich, angesichts des heutigen Tages und dem Versuch einen Impftermin fĂŒr meinen alten Herren zu organisieren, konservativ — ich vermisse diese Traditionen. Meine Vorschlagsliste MinisterprĂ€sident Stephan Weil Sozialministerin Carola Reimann StaatssekretĂ€r Heiger Scholz

Gemischtes Doppel

Trump vs. Biden ist entschieden – Corona vs. Impfstoff ist wieder alles offen Es gibt Tage an denen dominieren zwei Themen. Die Vereidigung in Washington war ein wichtiger Meilenstein fĂŒr meine Freundin und mich, weil unsere schlimmsten BefĂŒrchtungen eben nicht eingetreten sind. Der Populist hat das weiße Haus verlassen und seine Truppen lösen sich gerade auf. Auf Parler friert gerade die Hölle zu. Und Q löst sich gerade in Luft auf – der Spielmacher verlĂ€sst den Raum und wĂŒnscht allen Mitspielern einen schönen Tag. Das wĂ€re ein Grund zum Feiern. Das andere Thema ist aber noch lange nicht entschieden. Im Gegenteil. WĂ€hrend Englands Mutation dem Impfstoff nichts entgegen zu setzen hat, holt die sĂŒdafrikanische eine Vuvuzela raus und blĂ€st der gesamten westlichen Zivilisation den SchĂ€del weg. Soviel zum Thema „Corona“. Ich mach jetzt ein Bier auf.

Dienstag und Donnerstag

116. 116. 116. 116 … „A watched pot never boils“ ist eine amerikanische Redensart und meint: Geduld, nur Geduld. Zwei Tage in der Woche – das muss fĂŒr LĂŒchow-Dannenberger reichen. Aber warum eigentlich so zurĂŒckhaltend? Die ganze Welt schaut gebannt auf den Stand der Impfungen. WĂ€hrend Israel in dieser Hinsicht MaßstĂ€be setzt, schaffen es sogar die USA mit ihrem umstrittenen Gesundheitssystem und einer tendenziell dysfunktionalen Regierung auf Bundesebene auf Werte, die den EuropĂ€er vor Neid erblassen lassen. Die GrĂ¶ĂŸe, auf die es ankommt, lautet: Impfungen pro 100 Bewohner. Zur Zeit findet sich die schönste Aufbereitung der Impffortschritte auf der Website von DIE ZEIT, auch und gerade, weil die ZwischenstĂ€nde bis auf Landesebene heruntergebrochen sind. Es lohnt ein Blick, welche BundeslĂ€nder sich in Sachen PandemiebekĂ€mpfung mehr oder effektiv anstellen. Objektive Zahlen können da nur helfen. Niedersachsen sieht in dieser Hinsicht eher nicht so gut aus. Das liegt vielleicht auch daran, dass man im Einflussbereich von Hannover eher selten genauer hinschaut. Sonst wĂŒrde auffallen, dass sich die Zahlen aus dem Wendland nur dienstags und donnerstags verĂ€ndern.