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Lebenslang + 70 Jahre – Urheberrecht vs Entwicklung

Urheberrecht – was für ein Wort. Es ist eines der schwierigsten juristischen Gebiete, betrifft gleichzeitig jeden kulturell interessierten Menschen und ist, gelinde gesagt, dringend überholungsbedürftig. Copyright und Internet stehen sich scheinbar im Weg. Die Interessen klaffen auseinander, mächtige Konzerne und arglose Nutzer geraten in die Mühlen einer Politik des kleinsten gemeinsamen Nenners. Das Internet ist dabei weniger der Auslöser, als vielmehr nur ein Katalysator an dem lange aufgeschobene Aufgaben offensichtlich werden. Jedes kreative Werk ist geschützt: Lebenslang plus 70 Jahre. Warum diese Regelung eine Entwicklung in Kultur und auch in der Wissenschaft behindert? Eine unwahrscheinlich inspirierende Analyse von James Boyle, vorgetragen in der Royal Society for the encouragement of Arts, Manufactures, and Commerce. Leider in englisch aber unbedingt sehenswert!

Des einen Eul', des anderen Nachtigall.

Sie haben etwas mitzuteilen, glauben gar, dass diese Nachricht wichtig ist? Vergessen Sie Blogs und Web2.0! Statt dessen sollten Sie diese Nachricht vor Suchmaschinen schützen. Das zumindest ist die Logik, die hinter einer Forderung des Weltverbandes der Zeitungen (WAN) steht. Dort möchte man nämlich den wertvollen Content von einer allzuschnellen Verbreitung schützen. Und um das zu erreichen, möchte man technische Barrieren aufbauen, die Google und Co am Nachrichtensammeln hindern soll. Einen Namen für das Protokoll gibt es auch schon: ACAP. Wie Heise online berichtet, stimmen auch der europäische Verlegerrat (Ecp), die Internationale Verlegerunion (IPA) und der Europäische Verlegerverband (ENPA) dieser Forderung zu und beteiligen sich an einem neuen System. Das soll pünktlich zur Buchmesse in Leipzig am 6. Oktober vorgestellt werden. Gelesen bei Heise online