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Corona: Hallo Nachbarn! Geht nach Hause!

Ich habe zu diesem Topic bisher nur geschrieben was andere herausfanden.

Jetzt will ich aber auch mal was sagen!

Sorglosigkeit kotzt mich an!

Gestern habe ich mit kleinen Arbeitgebern im Landkreis gesprochen, in Lüchow und anderswo. Und es herrscht nackte Existenzangst. Es tut mir so leid. Die Lager voll, die Lage unübersichtlich, die Neider überall, das Konto im besten Falle nicht leer aber der Laden zu. Sie alle sind nicht groß genug, um bestimmt gerettet zu werden und nicht laut genug, um sich „da oben“ Gehör zu verschaffen!

Aber genau da oben wird jetzt ihr und unser aller Leben bestimmt und für viele aber offenbar nicht alle auf den Kopf gestellt.

Dass die Schulen geschlossen sind, bedeutet nicht, dass wir bildungsfern durch die Welt mäandern müssen!

Da sind die jungen Damen, blond- und schwarz- und blauhaarig beim Beautyshoppen bei Rossmann…

Da sind die Ü50 bei Edeka. Zu feige, um das Wechselgeld aus der Hand der Mitarbeiter zu nehmen und cool genug, um eine Stunde bei Kaffee und Kuchen mit denen zu schnattern, die sie täglich dort treffen…

Da sind die jungen Männer die mit lässigen Schritt und arrogantem Blick unverwundbar mit den Bro’s durch die dörfliche Hood ziehen und eigentlich nur um ihr Revier zu markieren…

Da ist die Mutter, die im Kollegenkreis über die vergangenen und kommenden Wochenendfestivitäten resümiert…

… alles ganz normal, alles wie immer?

Ihr macht Euch gerade hässlich. Ihr versündigt Euch. Ihr verliert jede Ehre. Ihr hättet es nicht besser verdient.

Und Ihr widert mich angesichts der existenziellen Ängste meiner Freunde und Nachbarn, Kunden und Kollegen einfach nur an.

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Offen

Ernst Haeckel – Wikipedia

Haeckel trug durch seine populären Schriften sehr zur Verbreitung des Darwinismus in Deutschland bei. Er gilt als Wegbereiter der Eugenik und Rassenhygiene, obwohl er selbst keine eugenische Vorstellungen hatte, weil er fortschrittsoptimistisch von der Evolution eine Höherentwicklung und keine „Degeneration“ erwartete. 
Wikipedia via 3Sat

Absolut sehenswertes Öffenlich Rechtliches Fernsehen. Verstörend, weil ich vieles nachvollziehen kann, was Heckel und Darvin da sagten und meine humanistische Grundeinstellung vollkommen kontrair dazu steht.
Vielleicht ist das der Grund, warum es immer noch Rassisten und Nazis in Deutschland gibt.

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Lachhaft

Wo wohnt Gott?

Unwahrscheinlich: Gottes Haus in der Altmark
Unwahrscheinlich: Gottes Haus in der Altmark

Im Augenblick häufen sich Medienberichte über die Rolle der Religion in der amerikanischen Gesellschaft. Grund ist wohl der Wahlkampf jenseits des Atlantiks.
Seit Jimmy Carter bezieht die Politik den Allmächtigen verstärkt mit ein. Bisheriger Höhepunkt und ungekrönter Meister dieser Disziplin ist der wiedergeborene Christ George W.Bush. Auch wenn der nächste Präsident gekürt ist, bleibt das Thema aktuell.

Eine kleine Meldung im SPON bringt mich dann aber doch zum Schmunzeln. Demnach kann man Gott in den USA auch vor den Kadi zerren. Immerhin sind vor dem Gesetz alle gleich. Gründe das zu tun, gäbe es genug:

Verbreitung von Tod, Zerstörung und Terror: Wegen dieser Vergehen hatte der Ex-Senator Ernie Chambers keinen Geringeren als Gott verklagt. Nun wurde das Verfahren abgeschmettert – mit einem bizarren Argument. Spiegel online

Das Gericht weigerte sich die Klage anzunehmen, weil die Adresse von Gott nicht bekannt sei und er darum nicht die Möglichkeit hätte, die Klageschrift zu lesen. Ah ja!

Ich verfüge zwar nicht über einen guten Draht zum Schöpfer, meine aber gehört zu haben, dass er in Amerika (gods own country) in irgendeiner Kirche (Haus Gottes) zu finden ist. Vielleicht kann man mich aber korrigieren.

Es könnte immerhin auch sein, dass Jerusalem, Rom oder Köln als Wohnort in Frage kommen.

Eines ist sicher: Wenn es bei der Begründung des Gerichtes bleibt, ist Amerika am Arsch! Gottverlassen, sozusagen.

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Offen

1% Knastologen

In den USA sitzt inzwischen 1% der Bevölkerung hinter Schloss und Riegel.
Das schreibt das Fachblatt „Correctional News„:

Robert Lamkey, director of the Sedgwick County Division of Public Safety discussed issues of overcrowding, re-entry and recidivism. Quoting the recent report by the Pew Center on the States’ Public Safety Performance Project, Lamkey noted that for the first time in history more than 1 percent of adults in the United States — one in 99.1 persons is held in jail or prison.
As reported in the May/June issue of Correctional News, the United States leads the world in the number of inmates per capita, with 750 inmates per 100,000 residents, according to the Pew report. During 2007, the U.S. prison population increased by more than 25,000 inmates to almost 1.6 million inmates, and local jails throughout the United States held 723,131 inmates at the end of 2007.

(via BoingBoing)
Au weia. So hohe Quoten gab schon 1947. Aber nur unter Rockern!
Kein Witz, das ist eine Zahl, die gerne kolporitiert wird: 1947 erklärte nämlich die American Motocyclist Assosiation, dass 99% ihrer Mitglieder, gesetzestreue Bürger seien.
Anschließend war es unter den harten Kerlen in Mode gekommen, sich eine 1% auf den behaarten Unterarm tätowieren zu lassen.
So ändern sich die Zeiten 😉

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Lachhaft Lüchow-Dannenberg

Buffalo Bill verzweifelt gesucht

Opfer
Seit die Großwildjagd in Afrikas Savannen aus der Mode gekommen ist, bleiben die Elefantenbüchsen im Schrank. Noch!
Denn – wie die EJZ berichtete und Jens richtig bemerkte: In Lüchow-Dannenberg werden jetzt Büffel geschossen.
Okay, keine echten Büffel – aber immerhin Galloways. Die Herde streift durch den Gartower Forst und sorgt dort für , wenn nicht Stress, dann doch zumindest Handlungsbedarf. Mehr noch als der Wolf, der im Dezember zur Strecke gebracht wurde.
Man darf sich wundern.

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Dannenberg Offen

Eisige Zeiten

Darf es ein wenig wärmer sein?Anfang des Jahres haben die Versicherungen allenthalben die Konten geplündert. Dazu kommen immer höhere Mietnebenkosten, die das Leben schwer machen.
Dann werden Rechnungen oft einfach nicht bezahlt. Zumal, wenn sie als „ungerecht“ empfunden werden. Davon betroffen sind nicht zuletzt die Energieversorger.
Die EON versucht gerade, den zweiten von sechs Gashähnen im Vorderhaus zu sperren.
Als Vermieter steht man zwischen den Fronten. Auf der einen Seite kann es natürlich nicht sein, dass die Mieter ihre Schulden nicht bezahlen. Auf der anderen Seite muss die letztendliche Konsequenz beim Eintreiben dieser Schulden im Verhältnis bleiben.
Die EON sprach die Schwiegermutter an, sie möge ihr doch bitte Zugang zum Gashahn verschaffen. Einer ihrer Mieter sei säumig, es sei alles genau geklärt und nun müsse der Hahn verplombt werden. Weil meine Frau solche Geschäfte übernommen hat, fragte sie noch mal genauer nach.
Darf die Versorgung mit einem so elementaren Gut wie „Wärme“ einfach eingestellt werden? Wenn ja, welche Grenzen gibt es da?
Und welche juristischen? Eine Anwältin im Bekanntenkreis ist der festen Ãœberzeugung, dass das Sperren von Gashähnen bei diesen Temperaturen nicht zulässig sei. So sicher bin ich mir da nicht.
Es wäre allerdings ein echter Hammer, wenn diese Anwältin richtig liegt. Die Replik des ’netten Herren von der EON‘ auf den Einwand, es sei vom Gesetzgeber nicht vorgesehen im Januar die Gashähne abzusperren: „Was glauben Sie, wie viele Gashähne wir zur Zeit zudrehen?“
Wer einmal mitbekommen hat, wie rigoros einige Großkonzerne mit säumigen Klienten ins Gericht gehen, kann teilweise nur mit dem Kopf schütteln. Von einem verantwortungsvollen Umgang mit den Menschen kann da jedenfalls keine Rede mehr sein.

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Lachhaft Lüchow-Dannenberg Offen

Der Wolf ist tot

Zwei Dinge wundern mich nicht wirklich:
1. Lüchow-Dannenberg wird früher oder später wieder Wolf-Gebiet.
2. Die ersten Wölfe in Lüchow-Dannenberg werden abgeschossen.
Schade.