Alle Artikel in: Lesetipps

unabhängig vom Medium – einfach mal für gut befunden.

Informier mich doch selber!

Back to the roots und einfach mal einen Link geteilt. Desinformation ist kein neues Phänomen, das erst mit der Digitalisierung aufkam. Vielmehr wurden Desinformationen wohl schon immer eingesetzt, um politischen Gegnern zu schaden, Gesellschaften zu destabilisieren und Regime zu legitimieren. Neu ist, dass sich Desinformationen dank der Digitalisierung mit rasanter Geschwindigkeit verbreiten.  https://www.freiheit.org/desinformation-messengerdienste via Ann Cathrin Riedel Das Thema ist aktuell und bedarf durchaus einer etwas intensiveren Betrachtung. Gerade wer sich mit Quellen auseinandersetzen will oder muss sollte sich bewusst sein, dass Manipulation gerade dort stattfindet, wo sie nicht erwartet wird. Der Text scheint fundiert zu sein.

Mensch sein in der Pandemie

Aus meiner Twittertimeline – übertragen ins Deutsche. Okay Leute, wir müssen reden. Während des ersten Monats der Pandemie gab es ein kollektives Erleben von Unterbrechung, Verwirrung, Unsicherheit und Chaos. Die Menschen teilten sich mit: Wie überfahren sie sich fühlten, wie anstrengend der Lernprozess war herauszufinden, wie das “zu Hause Arbeiten” funktionieren könnte. Die Menschen verausgabten sich dabei herauszufinden, wie sie die Kinder beschulen und gleichzeitig den Chef besänftigen könnten, wie sie sich gesund und ihre Familie sicher halten konnten. Es gab Entscheidungsmüdigkeit, Videokonferenzermüdung, Veränderungsmüdigkeit. Es gab Einsamkeit, wirtschaftliche Härten und ein Gefühl von Trauer um das Leben, wie wir es kannten. Meine Gespräche mit Führungskräften veränderten sich recht schnell von den üblichen strategischen Themen hin zu Einzelfragen, wie etwa: “Wie unterstütze ich meine Teammitglieder bei ihren Gefühlen” oder “Wie kann ich mein Team unterstützen, wenn das morgendliche Aufstehen im Alltag fast unmöglich scheint?” Die Bitten von Unternehmen um Gespräche und Beratungen rund um mentale Gesundheit, emotionale Belastbarkeit und emphatische Führung haben drastisch zugenommen. Während die Menschen wussten, dass alle betroffen waren, sind wir im inneren …

Wenn Jungs zweifeln – 10 Tipps zur Selbsthilfe

Das Leben ist kein Ponyhof! Leicht gesagt aber schwer zu ertragen. Misserfolge und Frust nagen am Selbstwertgefühl und wenn das erst einmal nachhaltig gestört ist, können selbst kleine Probleme zu unüberwindlichen Hindernissen werden. Ich glaube, das betrifft vor allem Jungs. Als Vater stecke ich zwischen Baum und Borke – möchte einerseits helfen, anderseits aber nicht zum Helikopter oder Curler mutieren. Hilfe zur Selbsthilfe ist gefordert – aber wie? Das Stichwort lautet „RESILIENZ“ und wird im aktuellen Spiegel als Titelgeschichte aufbereitet. Die amerikanische Psychotherapeutin Lynn Lyons hat sich auf die Stärkung von Resilienz spezialisiert und 10 praktische Tipps für Eltern parat:

Etwas bleibt immer hängen

Zugegeben: Der Zeitdruck macht es den Zeitungs-Redaktionen nicht leicht, ethische Aspekte der Berichterstattung abzuwägen. Da gerät ein (weiteres) Mitglied des Parlamentarischen Kontrollausschusses in den Fokus von polizeilichen Ermittlungen und seine Immunität wird aufgehoben. Gefunden wurde im Falle des SPD-Abgeordneten Hartmann: nichts. Wohnungsdurchsuchung: Ermittler finden keine Drogen bei SPD-Politiker Hartmann – SPIEGEL ONLINE – Nachrichten – Politik. Am Ende des Tages bleibt dem Wähler aber vor allem im Sinn, dass die Polizei die Privatsphäre des Abgeordneten unter Lupe nahm. Wo Rauch ist, mag natürlich auch irgendwo Feuer sein, wird sich Michel denken und diesen Gedanken in seine künftige Wahlentscheidung einfließen lassen. Am Ende des Tages stellen sich mir drei Fragen: Warum ist gerade der Parlamentarische Kontrollausschuss gerade jetzt von zwielichtigen Gestalten unterwandert (Niebel, Edathy, Hartmann)? Warum wird am Instrument der Immunität festgehalten, wenn sie ohne grössere Probleme aufgelöst wird? Warum erlauben Polizei oder Staatsanwaltschaft der Presse Einblick in laufende oder anstehende Verfahren?

Großartige Animation

Über die Faszination von Kurzfilmen lassen sich Cineasten in der ganzen Welt aus. Wer von Euch noch skeptisch ist, ob sich großartige Geschichten in wenigen Minuten erzählen lassen, dem sei dieses Meisterwerk zur entspannten Ansicht empfohlen.

Warum VW ein Softwarekonzern werden muss

Die Re:publica ist an mir in diesem Jahr ziemlich vorbeigelaufen. Umso wichtiger sind mir die Zusammenfassungen, die sich im Nachgang an diese Berliner Großveranstaltung in meine digitale Timeline bewegen. Sascha Lobo ist den meisten als Kolumnist auf SPON bekannt. In seinem über einstündigen, sehens- und bedenkenswerten Rant über die Lage der Nation lässt er sich ziemlich genau nach einer Stunde (01:01:00) zur Rolle von Software im Kernkompetenzbereich der deutschen Industrie aus. Seine Forderung: Volkswagen darf nicht die Fehler von IBM wiederholen und muss selbst Softwarehersteller werden. Sehenswert!

Ein Vater empört sich: Lasst die Erzieher in Ruhe!

Ein schreibgewandter Kinderarzt, etwas Medienschelte und fertig ist eine Predigt vor Gläubigen: Die FAZ wird ihrer Rolle gerecht und lässt besagten Kinderarzt eine Binsenweisheit diagnostizieren: Immer mehr Kinder landen beim Therapeuten, schuldig seien die Eltern. Das veranlasst Michael Hauch zu einem Aufruf in der FAZ. Dies ist kein Plädoyer, nichts zu tun, sondern die Aufforderung an Eltern, Grundschullehrer und Kinder- und Jugendärzte, Kinder bei ihrer Entwicklung individuell und aufmerksam zu begleiten, sie zu stärken, Entwicklungshindernisse zu beseitigen und Ressourcen zu wecken, um ihnen ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. Ein Arzt empört sich: Lasst die Kinder in Ruhe! – Gesundheit – FAZ. Wahrscheinlich stimmen viele Therapeuten den Ausführungen des Kinderarztes zu. Ich schliesse mich der Schlussfolgerung ja auch an, kritisiere aber deren Herleitung. Es vergeht kaum ein Tag bei meiner Arbeit als Kinder- und Jugendarzt, an dem nicht verunsicherte Eltern um Physio-, Ergotherapie- oder Logopädieverordnungen für ihre aus meiner ärztlichen Sicht altersgerecht entwickelten Kinder bitten. Geschickt werden sie vor allem von Grundschullehrern und Grundschullehrerinnen. Schade dass die aufmerksamen Lehrer(innen) und Erzieherinnen dabei so schlecht wegkommen. Ich …

Leckere Piraten

Ich mag Geschichten deren Autoren sich zu einer knackigen Moral hinreißen lassen. Mein Junior mag Piraten. Und weil er im Kindergarten gerne bei seinen Freunden eins draufsetzt, mag er Geschichten mit Schätzen und richtig gefährlichen Monstern. Lecker Piraten! kommt also unseren Ansprüchen an ein gutes Bilderbuch sehr entgegen. Jonny Doodle hat einen ziemlich unheimlichen Geigenspieler als Moritatensänger in Szene gesetzt und Johannes liebt es wenn Papa sein Lied auf hanseatisch singt. Eine schöne, kurze Geschichte die sich in einer guten viertel Stunde vorlesen lässt, abgerundet mit tollen, comicartigen Bildern die reichlich Platz zum Entdecken und Staunen bieten. Gruselig, wohl wahr, und bestimmt kein Buch für die “Gute Nacht”, in jedem Fall aber eine spannende Unterhaltung auf Mamas oder Papas Schoß. Ein Dank an die Dannenberger Bücherei für diesen tollen Tipp. … und die Moral von der Geschichte: Gier ist mitunter tödlich! Jonny Duddle Lecker Piraten! Aus dem Englischen von Klara Schneider erschienen im Löwe-Verlag 1. Auflage 2010 40 Seiten, 29.5 x 25.5 cm ISBN 978-3-7855-7204-7 Hardcover mit Ausklappseite und Folienprägung 12.90 €