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Motivationsdelle

Es geht mir nicht anders als Euch: Ich habe keine Lust mehr. Seit einem Jahr tracke ich die Zahlen aus dem Kreishaus und dem NLGA mit. Nachdem eine Welle der nächsten folgt, ohne dass ich hier etwas Positives vermerken kann, falle ich in ein Motivationsloch. Statt täglich, aktualisiere ich die Corona-Grafiken nur noch wöchtentlich, indem ich die Zahlen aus dem Kreishaus nachtrage. Bleibt zuhause, wascht Euch die Hände, haltet Abstand und tragt eine Maske. Bleibt gesund.

Wenn Tradition gefragt ist

Es gab früher einmal eine schöne Tradition in der deutschen Politik. Wenn eine wichtige Angelegenheit so richtig in die Grütze gefahren wurde, luden die verantwortlichen, gewählten oder ernannten Vertreter mit einigen Tagen oder Stunden Vorlauf die Vertreter von Zeitung und Fernsehen zum Gespräch. …, der Herr (in der Regel waren es seinerzeit Männer) Minister, Staatssekretär oder Behördenleiter kam durch die Seitentür, stellte sich ans Podium und: erklärte seinen Rücktritt! Nennt mich, angesichts des heutigen Tages und dem Versuch einen Impftermin für meinen alten Herren zu organisieren, konservativ — ich vermisse diese Traditionen. Meine Vorschlagsliste Ministerpräsident Stephan Weil Sozialministerin Carola Reimann Staatssekretär Heiger Scholz

Gemischtes Doppel

Trump vs. Biden ist entschieden – Corona vs. Impfstoff ist wieder alles offen Es gibt Tage an denen dominieren zwei Themen. Die Vereidigung in Washington war ein wichtiger Meilenstein für meine Freundin und mich, weil unsere schlimmsten Befürchtungen eben nicht eingetreten sind. Der Populist hat das weiße Haus verlassen und seine Truppen lösen sich gerade auf. Auf Parler friert gerade die Hölle zu. Und Q löst sich gerade in Luft auf – der Spielmacher verlässt den Raum und wünscht allen Mitspielern einen schönen Tag. Das wäre ein Grund zum Feiern. Das andere Thema ist aber noch lange nicht entschieden. Im Gegenteil. Während Englands Mutation dem Impfstoff nichts entgegen zu setzen hat, holt die südafrikanische eine Vuvuzela raus und bläst der gesamten westlichen Zivilisation den Schädel weg. Soviel zum Thema „Corona“. Ich mach jetzt ein Bier auf.

Dienstag und Donnerstag

116. 116. 116. 116 … „A watched pot never boils“ ist eine amerikanische Redensart und meint: Geduld, nur Geduld. Zwei Tage in der Woche – das muss für Lüchow-Dannenberger reichen. Aber warum eigentlich so zurückhaltend? Die ganze Welt schaut gebannt auf den Stand der Impfungen. Während Israel in dieser Hinsicht Maßstäbe setzt, schaffen es sogar die USA mit ihrem umstrittenen Gesundheitssystem und einer tendenziell dysfunktionalen Regierung auf Bundesebene auf Werte, die den Europäer vor Neid erblassen lassen. Die Größe, auf die es ankommt, lautet: Impfungen pro 100 Bewohner. Zur Zeit findet sich die schönste Aufbereitung der Impffortschritte auf der Website von DIE ZEIT, auch und gerade, weil die Zwischenstände bis auf Landesebene heruntergebrochen sind. Es lohnt ein Blick, welche Bundesländer sich in Sachen Pandemiebekämpfung mehr oder effektiv anstellen. Objektive Zahlen können da nur helfen. Niedersachsen sieht in dieser Hinsicht eher nicht so gut aus. Das liegt vielleicht auch daran, dass man im Einflussbereich von Hannover eher selten genauer hinschaut. Sonst würde auffallen, dass sich die Zahlen aus dem Wendland nur dienstags und donnerstags verändern.

Wir sind Hannover egal

Es gibt nix Gutes, außer man tut es. Hannovers Niedersachsen ist weit weg vom Vierländer-Eck und was von Hannover aus hier im Wendland ankommt, ist selten etwas Gutes. Das vielgescholtene RKI meldet für den 1.Januar in Niedersachsen 3.566 verabreichte Impfdosen. Das sind landesweit 0,04 Impfdosen/100 Einwohner. Damit liegen wir gleichauf mit Ländern wie Thüringen und Sachsen und zwar ganz am Ende der Republik. Der Landkreis ist von Impfungen noch gar nicht betroffen. Weder in Hannover noch in Uelzen scheint man es sonderlich eilig zu haben. Einen bestätigten Starttermin gibt es jedenfalls noch nicht.