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Lesetipps

Seid versichert!

Die Sache mit dem Ausstieg aus der Kernenergie ist bekanntlich nicht so einfach. Es ist halt so schön lukrativ für die Betreiber – selbst für den japapnischen Tepco. Die Gegnerszene versucht seit langem dem Gerücht des günstigen Atomstromes Paroli zu bieten. Bislang predigte man allerdings nur vor Gläubigen.
Nun allerdings zückt ausgerechnet Günther Oettinger den ökonomischen Sargnagel für die europäische Atomindustrie. Wenn er – wie berichtet – die Betreiber zur Haftung im Schadensfall verpflichtet (bzw. zum Abschluss einer Versicherung des Risikos) setzt der den Dolch an das Herz der Legende einer Wirtschaftlichkeit dieser Industrie.
Je Kraftwerk würden, so errechneten die Versicherungsmathematiker im Auftrag des Bundesverband Erneuerbare Energien (BEE) pro Jahr 72 Mrd. Euro fällig. Das ist als Argument unschlagbar.

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Gorleben Medien und Co Politik

Die Geheimpapiere der Atomlobby at Rechercheblog


Die Geheimpapiere der Atomlobby at Rechercheblog.
Die Taz hat es zuerst gebracht, über den Spiegel hat mich die Geschichte erreicht, Netzpolitik hat mich auf die Quelle gestoßen und die verbreite ich hier weiter. Viel Spaß beim Gruseln.
 

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Offen

Danke! Gasverklappung in der Altmark!?

Wenn es nach der Landesanstalt für Altlastenfreistellung in Magdeburg geht, könnte man in den ausgesaugten Erdgasfeldern in der Altmark ganz prima eines der drängendsten Probleme der Energiewirtschaft entsorgen: Co2.
Vorne mit dabei: Vattenfall.
Der Betreiber von Pannenreaktoren wie Krümmel und Forsmark steht schwer unter Aufsicht. Immerhin werden unter seiner Regie die Braunkohlestätten in der Lausitz ausgebeutet und verfeuert. Dabei entsteht dieses unsichtbare, geruchlose und trotzdem so umstittene Co2.
Das soll – unter großen Juhuu der beteiligten Techniker – aufgefangen werden. So könnte man zwar weiter Energie produzieren wie bisher und trotzdem die ehrgeizigen Klimaziele der Europäer erfüllen. Denn: Was nicht in die Atmosphäre gelangt, zählt wie nicht produziert. Nur: Dazu muss es halt irgendwo hin.
Die Idee ist auf den ersten Blick bestechend: Das Co2 könnte doch prima in alten Erdgaslagerstätten verklappt werden. Streng nach dem Motto: Erst das gute Gas raus, dann das schlechte Gas wieder rein.
Wenn ich mir die räumliche Nähe der potentiellen Endlagerstätten von Nuklearabfällen und Co2 ansehe, geht mir doch irgendwie ein Licht auf. Das Atomklo im Wendland, das Gasklo in der Altmark.
Danke!
PS: Die Volksstimme findet es prima und dort läuft derzeit eine Abstimmung statt: Zur Abstimmung
Hintergründe:
Spiegel 05.Mai 2010: „Wir wollen nicht das Co2 Klo der Nation werden“
Das Strom-Magazin im Feburar 2007: „Erdgas-Lagerstätte in der Altmark als Kohlendioxid-Speicher“ / siehe auch: Co2-Handel.de, Feburar 2007
Kleine Anfrage des Landtagsabgeordneten Günter Hildebrand (FDP) an die Landesregierung SH, 23.06.2009: „Kohlendioxid-Speicherstätten in Schleswig-Holstein
Das Kollaborationsportal der beteiligten Untersuchungsinstitute.

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Gorleben Lüchow-Dannenberg Offen

Castortransport: Bahn will nicht mehr

‚Eine Bahnfahrt die ist lustig…‘

Den von der Börsengangvorbereitung gestressten Bahnmanagern ist das Lachen offenbar vergangen. Nicht nur dass die endgültige Entscheidung ob der Zuordnung des Gleisnetztes noch nicht gefallen ist, die Bahn findet die Publicity um den Castor-Transport alles andere als komisch. Das geht zumindest aus dem Bahnblog hervor.

Endlich mal eine gute Nachricht im Vorfeld des Börsengangs: die Deutsche Bahn AG will sich von ihrer Tochterfirma Nuclear Cargo + Service (NCS) trennen. NCS ist in Deutschland für den Transport des Atommülls zuständig. Auch die Castor-Transporte in das Zwischenlager in Gorleben werden von ihr durchgeführt.

Bahnblog: Bahn will sich von Atomtransporten trennen

Da räumt die Bahn doch mal eben einen kleinen Nischenmarkt, auf dem wenig zu verdienen aber viel zu verlieren ist, auch wenn die Reparatur und Reinung wahrscheinlich dem Auftraggeber in Rechnung gestellt wird.

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Gorleben Offen Podcast

Hörbar: Castor 2006

Während sich in Lüchow-Dannenberg die letzten Polizeikräfte aufs Abrücken vorbereiten, taumeln so langsam die Videos in den gängigen Portalen ein.
Weniger genutzt wird die Option ‚Audio‘, die TagX-Interessierte unter dem Stichwort ‚Podcast‘ schließlich auch im Web nutzen könnten.
Hier also meine ganz persönliche Geschichte vom TagX #10.

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Gorleben Lüchow-Dannenberg

Strasse wieder zu


Was auf dem Hinweg so hoffnungsvoll begann, artete auf dem Rueckweg zu einer endlosen Warterei im Auto aus.
Angeblich wurde eine Zugmaschine von der Polizei auf der Strecke Gorleben-Dannenberg einkassiert. Das fuehrte zu einem Stau der allerdings von ffn ignoriert wurde.
Wir sind nach einer halben Stunde umgekehrt und ueber Meetschow und Luechow nach Dannenberg gekommen. Polizeikolonnen auf dem Rueckweg ohne Ende. mmerhin sitzen wir inzwischen beim Inder am Marktplatz und bekommen was zu essen.

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Gorleben Lüchow-Dannenberg

Strasse brennt


Kiddies aus Berlin verwechseln den Castor-Protest mit dem 1..Mai. Kurz nach Ende der Kundgebung vor dem Zwischenlagertor brennt es ploetzlich.
Besonders konfliktfreudige Demonstranten schaffen Stroh und Holz auf die Strasse und legen Feuer. Die Polizei ist erst ruhig und sammelt Kraefte auf beiden Seiten der Strasse.
Es kommt zu Rangeleien zwischen den Demonstranten. Ich verbrenne mir meinen Pulli dank des Funkenfluges und komme an tolle O-Toene.
Jetzt sind wir auf dem Rueckweg und kuerzen uber den Sportplatz ab. Das warme Auto wartet.

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Gorleben Lüchow-Dannenberg

Gorleben ist dicht

Toll. Die Grosskundgebung in Gorleben ist von Dannenberg aus ueber eine Bundesstrasse zu erreichen. Wichtig: eine!

Und die ist dicht. die baeuerliche Notgemeinschaft ist mit den Schleppern auf dem Weg zur Kundegebung stecken geblieben.

Die Folge: eine unfreiwillige Trecker-Blockade. Wir haben an einer Brache, zwei Kilometer vor Gorleben, geparkt und sind jetzt fast da.

Ob wir die Kundgebung noch mitbekommen?

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Gorleben Lüchow Lüchow-Dannenberg Offen

Ordnungsamt ist voll gemein!

Tradtionsbewusst sind die Wendländer. Auch der Nachwuchs. Wie in jedem Jahr wollen die Schüler aus Lüchow gegen den anstehenden Atom-Transport nach Gorleben demonstrieren. Diesmal am 10.November. Anders als bisher hat das Ordnungsamt des Landkreises aber nicht so mitgespielt.

Gut, die Demo ist erlaubt worden. Aber der Zeitpunkt wurde auf das Ende der vierten Stunde gelegt. Damit bringt Vater Staat (denn nichts anderes sind die Vertreter des Ordnungsamtes) die Schüler natürlich in Verlegenheit.