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Reine Nervensache!

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Foto
Rippe
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Da liege ich nun und werde nach einer Patientenverfügung gefragt. Schwester Rita nimmt mir Blut ab und versucht abzuschätzen, was es mit meiner Luftnot auf sich hat. Fühlt sich an wie Bandscheibe, versuche ich zu sagen, es hört sich aber wie „Hrgh n Bnnnndschhhhaaaaaibe“ an.
Der Chirurg sei gerade im OP, mein Blutdruck ist 192 zu 90. Bitte, was???
Endlich lässt der Krampf im Brustkorb wieder nach und ich mache mir so meine Gedanken: Was, wenn ich mich irre und mir gestern das Kreuz gebrochen habe? Was, wenn ich beim Versuch alles ganz ruhig und entspannt zu sehen, nur wertvolle Zeit vergeudete und ich mich mit voller Fahrt auf die vielbeschworene Versorgungslücke zu bewege? Beunruhigende Gedanken – Ich muss mich ablenken!
Erst mal ein Foto von der Kanüle im Arm machen und einfach ganz flach atmen. Da liegt nämlich mein ganz akutes Problem: In den Bronchien hat sich ein Schleimpropf abgelagert und will rausgehustet werden. Husten ist aber nur mit bösen Schmerzen möglich. Darum versuche ich um den Reflex herumzuatmen.
Die Tür vom Behandlungszimmer öffnet sich, herein kommt die Gattin gefolgt vom Arzt und der kleinen Schwester. Bitte freimachen!
Der Arzt klopft die Wirbelsäule ab und befindet sie murmelnd für heile. Ich entspanne mich, während er weiter tastet und klopft.
Urplötzlich ist das mit der Entspannung schlagartig vorbei als er eine bestimmte Stelle am Brustkorb drückt! Es krampft und mir wird kurz übel. Es sei vielmehr eine Rippe so die Diagnose, bitte zum Röntgen. Wie jetzt, aufstehen? Danke, lieber allein!
Im Unterhemd in die Röntgenabteilung gehen, die Frau beruhigen; Mann kann das gleichzeitig. Nur die Konzentration auf mein erwähntes, akutes Problem ist plötzlich weg!
Es kommt wie es kommen muss: der Husten, mit ihm der Schleimpfropf aus den Bronchien und erneut dieses fiese Aua, das ich die ganze Zeit vermeiden wollte.
Na gut, dann mal Strahlung aufnehmen. Brustwirbelsäule, Rippen von der Seite, bitte danke, klick. Meine Jahresdosis? Nein, sei gar nicht mehr so schlimm. Kommt mir irgendwie bekannt vor.
Beruhigt und überzeugt, dass es doch die Bandscheibe sei, schleiche ich wieder ins Behandlungszimmer zur Frau. Die ist nicht da, hatte angekündigt telefonieren zu wollen (…hast Du Empfang hier?) und braucht wohl etwas länger.
Ich zücke das Handy und protokoliere. Fotos, Verlauf, Ursache hatte ich ja schon erläutert.
Dann kommt erst die Frau und anschließend die freundliche Schwester aus dem Röntgen-Zimmer, die mir auf der Suche nach meinem Arzt freundlich mitteilt, es sei die 8.
Tatsache? Gebrochen? Ich habe mir eine Rippe…? Erstaunlich.
Ich habe mir noch nie etwas gebrochen! Das kann ich jetzt nicht mehr sagen. Schade.
Der Doktor erscheint und erklärt mir, mich die kommenden drei Tage auf Station zu überweisen.
….?!
Ich lehne dankend ab und unterschreibe meine Entlassung, lasse mir die vorgesehenen Schmerztabletten geben, mich von der Gattin nach Hause fahren und schreibe meinen Bericht.
Reine Nervensache!

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Lachhaft Lüchow-Dannenberg

Einfach mal richtig auf die Fresse packen

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Im Winter an den See? Gibt es eigentlich nicht viele Gründe für – es sei denn der See ist zugefroren.
Das wäre mir eigentlich auch gleich noch egal, hätte mein Nachwuchs nicht einen gleichaltrigen Freund. Der wohnt mit seiner Familie am Gümser See und der ist nun mal zugefroren. So kommt es, dass der ältliche Vater mit der unsportlichen Gattin am Sonnabend Vormittag auf der Eisfläche vor Seedorf steht.
Na schön! Ein lautes Spannungsknacken zwischen Gümse auf der einen und Seedorf auf der anderen Seite schickt den Adrenalinspiegel auf Achterbahnfahrt. Richard zieht den Jungs die Gleitschuhe an und ich gebe mich erst einmal mit der Zuschauerrolle zufrieden.
Erst als Lotti aus Dannenberg zurückkommt und ein paar neue, schicke Schlittschuhe präsentiert, reift der Wunsch es doch wieder einmal selbst zu versuchen. Richards Typ wird von den Hockeyspielern nachdrücklich verlangt. Ich muss ran und raus auf die Spiegelfläche. Ich bewege mich elegant wie ein Pinguin und watschel vorsichtig an den Rand zurück. Dabei spüre ich geradezu den geringschätzigen Blick der Kinder (… und der wartenden Hockeyspieler) im Nacken.
Eigene Schlittschuhe? Hab ich nicht, brauchte ich als Erwachsener auch nie. In Lüchow gab es für uns Kinder nicht viele Gelegenheiten zum Schlittschuhlaufen. Die Jeetzel fror nur an erinnerten fünf Wintern so zu. Die nächste Eishalle ist seit Mitte der 80er in Adendorf und zum Sport bis hinter Lüneburg fahren ist der Liebe zuviel.
Aber so am Ufer des Gümser See stehend und Maulaffen heil haltend – warum eigentlich nicht eigene Schlittschuhe? Ich könnte die Jungs am Schlitten hinter mehr her ziehen, ein paar Kalorien verbrennen und Bewegung an der frischen Luft schadet nicht.
Charlotte hat ein Handy mit der Nummer des örtlichen Sportausstatters zur Hand, Baader hat meine Größe vorrätig, der Entschluss steht fest und eine Stunde später ist mein Konto um rund 80€ leichter.
Kaum dass ich in Seedorf wieder aus dem Auto steige, kommt mir die eigene Sippe auch schon verfroren entgegen und verkündet, dass es für heute genüge!
Von wegen! Jetzt will ich aufs Eis. Großes Hallo am See, Schuhe an die Füße geflanscht – Schnüren war gestern – und die ersten unsicheren Schwung-Bewegungen getan. Ist ja wie Inliner, denke ich mir noch. Nur das Bremsen – das geht anders. Aber wie?
Das Eis ist dank Temperaturen über dem Gefrierpunkt schon recht nass.
Stürze also nicht empfehlenswert… Patsch.
So geht es nicht – dann noch mal anders. Patsch. Nur nicht aufgeben! Einfach immer weiter machen – das ist wie Reiten, man verlernt es nicht!
Vielleicht wenn ich …. RUMMS! Bekäme ich jetzt noch Luft, könnte ich so richtig schön laut und mit allem Anstand fluchen. Aber die ach so gesunde Luft (die oben schon erwähnt zu den verbrannten Kalorien gehört) ist jetzt dummerweise nicht verfügbar. Dafür ist die Hose, die Jacke und die Mütze nass. Ich habe mich mit allem Elan und viel Schwung so einfach mal richtig auf die Fresse gepackt.
Und dann wächst die Vermutung: Vielleicht waren es nicht die mangelnden Gelegenheiten sondern verdrängte Sturzerfahrungen, dass ich als Erwachsener bis heute niemals eigene Schlittschuhe besaß.

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Lachhaft Lesetipps

Surftipp für Fußball-Nerds

Béla Réthy, sagen Sie jetzt nichts!
Großartiges Stück Zeitgeschichte zum Nachlesen: Béla Réthy’s Moderation des CL-Finales zum Nachlesen von Jörgen Camrath mit Liebe aufgeschrieben.
Hier zu finden (klick mich)

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Lachhaft

Das mach ich morgen als Frühsport

Ich habe lange überlegt, welche Ãœbung sich zwischen Toast und Kaffee anbietet. Endlich habe ich sie gefunden.

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Offen

Wieder on the Rad

Sich über den eigenen Schweinehundes auszulassen ist manchmal eine Art Wettbewerb – mündet dann immer in: „Wer hat den Größten?“
Während der vergangenen beiden Wochen gab ich aus mehr oder weniger fadenscheinigen Gründen dem Auto den Vorzug vor meinem Rad gab. Bis heute! Jetzt wird wieder geradelt. Der Umwelt zuliebe und meinem Gelbeutel zuliebe und angesichts meiner Plautze auch der Bikinifigur zuliebe. Immerhin steht der Sommer vor der Tür und die Badehose vom vorletzten Jahr muss wieder passen.
Da freut es mich, dass ich – trotz der Trainingspause – meine „alten Werte“ annähernd erreiche. Das Ziel bis Ende Mai: einmal einen Schnitt von 25km/h über die gesamte Strecke (hin und zurück) zu erreichen. Meinen Schweinehund beeindrucken solche Ziele im Ãœbrigen überhaupt nicht ….

Mai-13

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Lachhaft

Tour de Pendler

Es sind diese ganz besonderen Tage (31° C, leichter Westwind), die mich auf dumme Ideen bringen:
Seit April halte ich das Pendeln zwischen Arbeitsstelle in Clenze und Wohnort Dannenberg ganz gut durch. Nur in Ausnahmefällen gestatte ich mir das Umsteigen auf Motorkraft. Inzwischen bin ich davon überzeugt, dass es nichts schlimmeres gibt, als diese Bullenhitze.
Trotzdem oder gerade deswegen, werde ich jetzt die Tour de Pendler ins Leben rufen.
Jeden Tag vergleiche ich hier meine aktuellen Ergebnisse der Hinfahrt (ggf auch der Rückfahrt) mit denen des Vortages. Am Ende des Monats gibt es dann eine schöne Statistik und – wenn sich noch ein paar Verrückte finden – einen Monatssieger.
Doping ist ausdrücklich erlaubt – vorausgesetzt, die verwendeten Präperate werden offenbart.

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Brauchbar Mobil Offen

Scheiß auf Diesel:Passat 1.8T, Bj 1997 zu verkaufen

Gebrauchtwagen
Es ist Sonntag, es ist warm und was habe ich besseres zu tun, als meinen Passat mit etwas Politur auf Vordermann zu bringen?
Was tut Mann nicht alles, um sein Auto verkaufsfertig zu machen. Meine Frau wünscht sich ähnlich viel Engagement beim Frühjahrsputz in der Wohnung – mach ich … wenn wir das Haus verkaufen.
Nein, im Ernst.
Wer Lust hat auf ein Auto mit richtig Bumms (150 PS), einem Turbo und viel Potential zum tunen, der kann sich gerne bei mir melden.
Die Rahmenbedingungen sind günstig.
Diesel ist teuer und sowieso nur was für Spießer und Turbo ist schon immer geiler gewesen. Der Wagen ist zwar schon etwas älter (1997) aber noch immer sehr gut in Schuss. Im Laufe der letzten fünf Jahre wurden die Traglenker und der Zahnriemen getauscht. Das ist bei dem Modell mit der Laufleistung Pflicht, denn die doofen VW-Ingenieure haben die Traglenker aus Alu gebaut. Ein Werkstoff, der nicht für Haltbarkeit bekannt ist.
Trotzdem: Im Laufe der Jahre hat mir der Passat eigentlich immer viel Spaß gemacht. Aber nun, wo ich mit dem Rad zur Arbeit fahre, brauche ich ihn wirklich nicht mehr.
Also: Wenn jemand hier 6.000€ in ein Gebrauchtauto investieren möchte, meine Daten stehen im Impressum.
Rahmendaten:
Passat Limousine, 1.8 T Comfortline
schwarzmetallic
164.000 km, TüV 10/08
Benzinverbrauch zwischen 6.5 und 8 L. Benzin
Klimatronik, ZV, Radio Gamma mit 6fach Wechsler
Sommerreifen auf Alu-.
Winterreifen auf Stahlfelgen. (3.000 km)
unfallfrei, optisch i.O., technisch i.O.
Zahnriemen und Traglenker getauscht.

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Lüchow-Dannenberg Offen

Riverkiting auf der Elbe

Riverkiting an der Elbe
Kiten ist ganz groß in Mode. Schon lange sieht der Himmel an Ostseestränden aus, als bestünden die Wolken aus Nylon.
Alles was für Anfänger. Es geht auch anders: Statt auf dem Meer auf der Elbe. So geschehen gestern Abend. Mit den Autos zum alten Fähranleger, Ausrüstung geschultert und los. Es soll mächtig Spaß gemacht haben, heißt es nachher.
Typisch: Wo Licht, da auch Schatten.
Ein Fischer läuft Sturm und fotografiert Kfz-Kennzeichen. Die Polizei kommt und nimmt Personalien auf. Aber gegen was wurde jetzt verstoßen? Surfen ist kiten ja nun irgendwie nicht und Drachen steigen lassen auf dem Wasser – warum sollte das verboten sein?
Ich glaube, das ist typisch deutsch. Es ist inzwischen alles verboten, was nicht ausdrücklich erlaubt ist. Meist schon, bevor es jemandem auffällt, dass das überhaupt gehen könnte. 
Update: Tatsächlich gibt es für das Kitesurfen auf der Elbe explizit freigegebene Streckenabschnitte. Hier, hier und hier.
Mit Spaß dabei sind die hier:

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Brauchbar Medien und Co

China, Tibet und die Medien:Trau schau wem

Der Sinn von Propaganda ist, die öffentliche Meinung in eine gewünschte Richtung zu lenken. Dabei wird ganz bewusst darauf verzichtet, unterschiedliche Positionen gelten zu lassen.
Betrachtet man die aktuellen Ereignisse rund um den olympischen Fackellauf, so scheint es nur eine „richtige“ Position zu geben: die der China-Kritiker. Die Chinesen sind die Bösen. Soviel Einhelligkeit könnte oder sollte stutzig machen. 
Was passiert da? Der Dalai Lama hat seine Position nicht verändert und der chinesische Einmarsch ist nun auch schon ein paar Jahre her. Daran haben sich weder die Unternehmen gestoßen, die in China während der vergangenen Jahre investiert haben noch unsere politischen Vertreter. Auch kommen die olympischen Spiele in China nicht gerade aus heiterem Himmel – es ist schon länger bekannt, dass die Chinesen sie ausrichten werden. 
Unruhen in China sind nicht neu. Ãœber die Gründe kann spekuliert werden, aber die Gründe werden in der augenblicklichen Debatte eigentlich nicht hinterfragt. 
Warum kommt diese Menschenrechtsdebatte jetzt, warum in dieser Form und warum so schwarz-weiß?
Fragen, die man sich durchaus stellen kann. So wie Jo Klein in seinem chinesischen Tagebuch (gestern gefunden)

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Mobil Offen

Benzinsparstrategie Velotechnik Scorpion

Alternative FortbewegungDie Spritpreise nerven, der Bauch wächst – die Strecke bis zur Arbeit ist mit 25 km pro Tour etwas ambitioniert.
Neue Technik könnte helfen. Zum Beispiel das Scorpion. Würde ich würde den Passat verkaufen dann hätte ich die notwendigen liquiden Mittel frei. Rechne ich dann noch die Ersparnis für Steuern, Versicherung und Benzin hinzu, hätte ich nach einem Jahr ein sattes Plus auf dem Konto.
Dazu kommt, dass ich ganz locker auf weitere sportliche Aktivitäten verzichten könnte. 2 Stunden Bewegung/Tag schafft nicht jeder.
Der Velotechnik ist natürlich nicht der einzige Hersteller von Trikes. Und das Scorpion ist auch bei weitem nicht das schönste seiner Gattung, wenngleich ich es schon recht lecker finde.
Allerdings sind die Könige des Trike-Designs in England zu finden: AVD heißt eine kleine Radschmiede in Großbritannien. Deren Trike Windcheetah ist eine echte Rennmaschine.