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Dannenberg Oma in Dannenberg

Oma ist da

Dannenberg kann sich über einen Neubüger freuen: meine Oma.
Nachdem sie 35 Jahre lang in ihrem Reihenhäuschen in Bielefeld (doch, es gibt Bielefeld tatsächlich) gewohnt hatte, zog sie gestern in ihre neue, seniorengerechte Wohnung in der Innenstadt ein.
Mir fällt ein Stein vom Herzen.
Dank von hier aus an das Umzugsunternehmen Krichler – die Zusammenarbeit hat prima geklappt. Dank auch an Andreas Toeffs und seine Frau, die sich während der vergangenen sechs Jahre um Oma gekümmert hatten. Dank an alle ehemaligen Nachbarn und seid versichert: Die neue Wohnung ist schön geworden und Oma fand sie gestern nach der ersten „In-Augenschein-Nahme“ ganz toll. Dank auch an Kirsten und meinen Vater, die Oma während der heiße Phase zu sich nahmen.
Nun haben wir „nur“ noch 20 Umzugskartons in die Schränke und Kommoden zu verteilen – aber das hat noch einige Tage Zeit.
Hinter uns liegen anstrengende Tage: Fahrt nach Bielefeld, vorbereiten des Umzugs, räumen des Reihenhauses (es wird vom Vermieter jetzt verkauft), Fahrt zurück nach Dannenberg, Einräumen der neuen Wohnung… 
Wir sind alle ziemlich fertig. Eine kleine Ankündigung: In Zukunft wird hier mehr von Oma zu lesen sein. Wie sie sich in Dannenberg zurecht findet, was sie vermisst, was ihr gefällt wird hier im Wespennest festgehalten.

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Lüchow-Dannenberg Offen

Riverkiting auf der Elbe

Riverkiting an der Elbe
Kiten ist ganz groß in Mode. Schon lange sieht der Himmel an Ostseestränden aus, als bestünden die Wolken aus Nylon.
Alles was für Anfänger. Es geht auch anders: Statt auf dem Meer auf der Elbe. So geschehen gestern Abend. Mit den Autos zum alten Fähranleger, Ausrüstung geschultert und los. Es soll mächtig Spaß gemacht haben, heißt es nachher.
Typisch: Wo Licht, da auch Schatten.
Ein Fischer läuft Sturm und fotografiert Kfz-Kennzeichen. Die Polizei kommt und nimmt Personalien auf. Aber gegen was wurde jetzt verstoßen? Surfen ist kiten ja nun irgendwie nicht und Drachen steigen lassen auf dem Wasser – warum sollte das verboten sein?
Ich glaube, das ist typisch deutsch. Es ist inzwischen alles verboten, was nicht ausdrücklich erlaubt ist. Meist schon, bevor es jemandem auffällt, dass das überhaupt gehen könnte. 
Update: Tatsächlich gibt es für das Kitesurfen auf der Elbe explizit freigegebene Streckenabschnitte. Hier, hier und hier.
Mit Spaß dabei sind die hier:

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Brauchbar Kulturelle Landpartie Lüchow-Dannenberg Offen

Vorschau KLP 08: Die Mongolen kommen

 

Transmongolia

 
Im vergangenen Jahr habe ich sie gesehen und fand den Auftritt, das Flair und die Interpreten ausgesprochen spannend: 

Höömiii – Obertongesang. 5 Musiker aus der Mongolei mit Pferdekopfgeige etc. spielen und singen Musik voller ehrerbietiger Lebensfreude.

Groß Heide 16, 10.05., 20 Uhr und 11.05., 18.30 Uhr.
Die Rede ist von Transmongolia.
(Artikel vom 19.Mai 2007 mit Hörprobe (neues Fenster))
Ich empfehle das frühe Kommen, das letztes Mal war es sehr eng – aber immer noch im gemütlichen Rahmen. Ich durfte etwas länger bleiben und am Ende eine Currywurst essen, zusammen mit den Transmongolia, und feststellen: Die vertilgten eine ungeheure Menge an Pommes in Rekordzeit 🙂 .
Ich weiss noch nicht ob ich hingehe. Für Vorbestellfans noch direkt den Kontakt:
Thorsten Heine
Goldweide GbR
Heider Chaussee 16
29451 Groß Heide
Fon 05861-6018
Fax 05861-97 90 35
bettischa(at)gmx(punkt)de

via: Kulturelle Landpartie 

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Lachhaft Mobil

Das tägliche Auf und Ab

Warum wurde beim Anlegen von Radwegen auf die Belange der Radfahrer so wenig Rücksicht genommen?
Die Hügellandschaft zwischen Klein Witzeetze und Clenze ist eine dieser Strecken, die durch sanfte aber lange Anstiege den Puls nach oben treiben und die Durchschnittsgeschwindigkeit drücken. Auch nach über 14 Tagen Ãœbung habe ich die wichtige psychologische Marke von 25 km/h noch nicht geknackt (aber ich arbeite dran).
Nachdem ich die Strecke inzwischen im Schlaf kenne ist mir aufgefallen, dass die Planer der benutzten Radwege keine Ahnung hatten welche Anforderungen ein Radweg erfüllen sollte. Beim Ortseingang Schaafhausen versperrt ein Hindernis den Weg, um Mopedfahrer vom Benutzen des Radweges abzuhalten. Die Mopedfahrer lassen sich davon nicht stören, umfahren das Hindernis – ich inzwischen auch.
Es ist mir unverständlich, dass auf der abschüssigen Strecken durch Jameln der Radweg unvermittelt schmaler wird, um eine Eiche führt und dabei zu einer schönen Rechts-Links-Schikane wird. Dass diese Schikane mit Laub und kleinen Ästen bedeckt ist, treibt die Spannung jedesmal in die Höhe – ist aber eher eine Frage der Pflege, denn der Anlage solcher Radwege.
Richtig hart ist wenn der Radweg steiler ansteigt als die Straße unmittelbar nebenan.
Dass es dafür etwas schneller bergab geht ist kaum ein Trost. Es liegt in der Natur der Sache, dass Anstiege länger dauern als Abfahrten und insofern ist es verständlich, wenn Radfahrer (ich natürlich nicht) auf der Straße neben dem neuen Radweg her fahren – das ist eine Form von zivilem Widerstand und im Wendland geübte Praxis… 😉
Trotz alle dem: Bislang habe ich es nicht bereut, auf das Rad umgestiegen zu sein. Die Zeit die für die Fahrt zur Arbeit „verloren“ geht, empfinde ich eher als Gewinn: Statt 20 Minuten im Auto zu sitzen, bin ich jetzt 1 Std in Bewegung und spare mir den Sport… Aber das ist bekanntlich eine Frage des Geschmacks.

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Kulturelle Landpartie Medien und Co

KLP Online und Mützingenta

Die Verwirrung um das „Nichterscheinen“ von Mützingen im Reiseführer der KLP hatte hohe Wellen geschlagen. Nachdem die EJZ darauf hingewiesen hatte, dass neben der Mützingenta auch das Gorleben-Archiv unerwähnt blieb, ging die Diskussion in die nächste Runde.
(c) Kulturelle Landpartie
Dirk Drazewski hat Rosi Schoppe interviewt, sie um Hintergrundinformationen gebeten und diese erhalten.
Zwischenzeitlich ist die Website der Kulturellen Landpartie aktualisiert worden – MIT einem Hinweis auf Mützingen. Unter den gegebenen Umständen haben die Verantwortlichen wohl das Beste aus der Situation gemacht.
Mützingen hin oder her, ist eh Pflichprogramm. Ich für meinen Teil hoffe, dass Klein Witzeetze wirklich so toll wird, wie Lina mir versprochen hat:

Wolfgang Kaven, Stefan Buchenau
Wolfgang Kaven liest Bukowski, der Poet der Schattenseiten des American Way of Life, dazu Songs von Tom Waits, Seeleuten und finsteren Kneipen von Stefan Buchenau

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Brauchbar Medien und Co

China, Tibet und die Medien:Trau schau wem

Der Sinn von Propaganda ist, die öffentliche Meinung in eine gewünschte Richtung zu lenken. Dabei wird ganz bewusst darauf verzichtet, unterschiedliche Positionen gelten zu lassen.
Betrachtet man die aktuellen Ereignisse rund um den olympischen Fackellauf, so scheint es nur eine „richtige“ Position zu geben: die der China-Kritiker. Die Chinesen sind die Bösen. Soviel Einhelligkeit könnte oder sollte stutzig machen. 
Was passiert da? Der Dalai Lama hat seine Position nicht verändert und der chinesische Einmarsch ist nun auch schon ein paar Jahre her. Daran haben sich weder die Unternehmen gestoßen, die in China während der vergangenen Jahre investiert haben noch unsere politischen Vertreter. Auch kommen die olympischen Spiele in China nicht gerade aus heiterem Himmel – es ist schon länger bekannt, dass die Chinesen sie ausrichten werden. 
Unruhen in China sind nicht neu. Ãœber die Gründe kann spekuliert werden, aber die Gründe werden in der augenblicklichen Debatte eigentlich nicht hinterfragt. 
Warum kommt diese Menschenrechtsdebatte jetzt, warum in dieser Form und warum so schwarz-weiß?
Fragen, die man sich durchaus stellen kann. So wie Jo Klein in seinem chinesischen Tagebuch (gestern gefunden)

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Audio&Video

Wendland, Ick Mog Di,Heimat und Kultur im Klahns

Die Sache mit dem singenden Landtagsabgeordneten ist ja prima angekommen. Danke für die Mails und die Ermutigung.
Darum auch das nächste Stück. Es freut mich, dass es Hörer für plattdeutsche Musik abseits der Volkstümlichkeit gibt. Hier also „Wendland, Ick Mog Di“ noch einmal in einer schönen Live-Aufnahme während der Wendenpfanne im Klahns vom April 08.
Elbholz
„Wendland, Ick Mog Di“ ist sozusagen eine akustische Rundreise durch diesen etwas skurrilen Landkreis. Das Lied gibts jetzt rechtzeitig vor der Kulturellen Landpartie 08 für alle Wendland-Fans im Wespennest zum Üben.
Ihr könnt den Song hier im Wespennest anhören oder als MP3-Song für unterwegs herunterladen. Viel Spaß.

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Audio&Video Dannenberg

Wendenpfanne im Klahns

Die Sache mit dem Lokalkolorit zieht. Die Gäste im Klahns hatten ihren Spaß, als Kurt Herzog sich der Politik ab- und der Klampfe zuwandte und im wahrsten Sinne des Wortes in die Saiten griff.

Kurt Herzog im Klahns
Kurt Herzog als linker Barde im Klahns

Die bange Frage, „kannst Du singen“ stand im Raum und sieh an – er kann.
„Beutower Tuppertanten“
Ach ja – aufgenommen mit dem H4, der ganz locker auf einem Fotodreibein auf dem Tisch stand . . . Zum Anhören einfach den „Abspielen-Button“ unter diesem Beitrag drücken und einen Augenblick warten 😉

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Kulturelle Landpartie Lüchow-Dannenberg

Mit dem Rad zur KLP 08

Ringverkehr zum DownloadDie Kulturelle Landpartie ist ein touristischer Magnet, der frischen Wind in die Amtsstuben bringt.
Im Landratsamt wurde ein Ringverkehr mit einem fahrradtauglichen Bus eingerichtet – das soll mich doch…

Als Pilotvorhaben wird in diesem Jahr zunächst ein großer Ringverkehr mit einem Bus mit Fahrradanhänger eingerichtet. Der Ringverkehr bindet die wichtigsten Orte und die Bahnhöfe Schnega sowie Hitzacker und Dannenberg, mit vier täglichen Umläufen an. Geplant ist, den Fahrradbus in der Zeit vom 01.05. bis 04.05.2008 (verlängertes Himmelfahrtswochende) und vom 09.05. bis 12.05.2008 (verlängertes Pfingstwochende) einzusetzen. Die Einzelfahrkarte soll 3,- EUR und die Gruppenkarte für bis zu vier Personen 6,- EUR kosten. Die KLP wird den Hinweis auf den Fahrradbus mit Fahrplan auf ihre Internetseite stellen. Die Elbtalaue Wendland Touristik GmbH und die Deutsche Bahn werden den Fahrplan ebenfalls publizieren.

Seite des Landkreises Lüchow-Dannenberg
Ich hoffe nur, dass die Radfahrer der Republik sich nicht vom frühen Termin und dem wahrscheinlich garstigen Wetter von einer Fahrt ins Wendland abhalten lassen. Dass diese Fahrt durchaus Sinn macht, kann man hier lesen.

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Dreiradfahrer rechts raus

Man könnte der Meinung sein, ab einem gewissen Alter ist MANN damit durch, sich in und auf jedes erdenkliche Fahrzeug zu setzen. Nun liebe Leserinnen – vergesst es.
Probefahrt
Ich für meinen Teil hatte heute ein Fahrerlebnis der besonderen (anstrengenden) Art. Angekündigt war der Testdrive ja schon hier aber heute war es endlich soweit. Kurzes Fazit: Das Teil rockt, ist aber sehr gewöhnungsbedürftig und ich bin mir nicht sicher, ob es das Richtige für mich ist.
Take a seatJan Cordes hat mir ein Velotechnik Scorpion fx mit Verkleidung zur Verfügung gestellt – eine unverbindliche Probefahrt erleichtet die Kaufentscheidung bekanntlich ungemein.
Nach kurzer Einweisung (81 Gänge, 3 Bremsen und überhaupt) mache ich mich auf den Weg durch Uelzen: Kurze Steigungen, Radwege und verkehrsberuhigte Wohngebiete mit reichlich Kurven. Leichter Nieselregen und böiger Wind aus Nordost brachten die kleine Spritztour ziemlich nahe an das, wofür ich das Trike nachher benutzen möchte: den täglichen Weg zur Arbeit.
Dabei ist das Fahren von engen Kurven eindeutig das Geilste, das Fahren von Steigungen und Beschleunigen eindeutig kräftezehrend und das schnelle Fahren eine Sache der Technik.
Ein fester Lenkergriff ist – anders als beim „normalen“ Rad – so ziemlich das Dümmste was man machen kann und wird vom Scorpion mit einem sehr unruhigen Geradeauslauf quittiert. Ein typischer Fehler von Anfängern, wie Jan Cordes mit anschließend erklärt. Während ich vollkommen durchgeschwitzt nach 20 Minuten Fahrt wieder bei ihm im Laden stehe, rückt er mit den Tricks raus . . .
Der Lenkergriff: Wie um ein rohes EiDer Stummellenker werde von den Könnern wie ein rohes Ei umfasst. Ähnlich wie beim Helikopterfliegen, denke ich mir noch und schwitze leise vor mich hin – natürlich kein Taschentuch zur Hand.
Die Sache mit der richtigen Trittfrequenz („… so um die 90 Kurbeldrehungen pro Minute sind optimal“, sagt Cordes) leuchtet mir ein – nur ob ich dabei weniger ins Schwitzen gekommen wäre, steht auf einem vollkommen anderen Blatt. Ich hatte es wohl eher auf 30-40 Umdrehungen gebracht und stand bereits nach wenigen Metern im eigenen Saft.
ProfilÄhnlich wie beim normalen Hochrad kann man beim Liegerad und auch beim Trike an jeder Menge Stellschrauben drehen: Da sind zuerst einmal die Reifen. Ich habe Schwalbe Marathon auf meiner Testmaschine. Die sind ziemlich schwer – allerdings mit einem einigermaßen hohen Federungskomfort versehen. Cordes empfiehlt mir trotzdem eine andere Bereifung. Geringerer Rollwiderstand ist beim Trike das A und O. Schließlich ist der ohnehin hohe Rollwiderstand dreier Reifen zusammen mit dem relativ hohen Gewicht eines Trike-Rahmens dessen größter Nachteil. Die geringere Angriffsfläche durch den Fahrtwind ist als Pluspunkt schon fast zu vernachlässigen.
Die Schaltung ist auch so eine Sache: Ob es wirklich 81 Gänge (3x3x9) sein müssen? Wohl nicht, zumal die Ãœberschneidungen der Gänge auffällig sind. Cordes empfiehlt die 27 Gang-Schaltung mit der lapidaren Bemerkung, alles andere sei Spielkram. Außer natürlich: die Rohloff-Narbenschaltung. Die ist aber im Vergleich zum Rest des Bikes so teuer, dass ich sie mir schlichtweg nicht leisten wollte. Ich zahle doch für eine Schaltung nicht soviel, wie für mein „normales“ Fahrrad.
Auf Wiedersehen
Der Preis ist es letztendlich, der mir die Entscheidung so schwer macht. Bummelig 2.600 € würde ich in die Minimalausstattung (plus Gepäckträger, plus 27 Gang-Schaltung) in die Anschaffung investieren müssen.
Der einzige vernünftige Grund, der für eine solche Investition spricht ist die Tatsache, dass ich mit dem Scorpion auch bei Schnee und Glätte zur Arbeit kommen könnte – aber ist das wirklich gerechtfertigt?
Es gibt natürlich auch noch andere Gründe die für eine Anschaffung sprechen aber die sind nicht vernünftig und darum werde ich mich hier nicht dazu auslassen 😉