Alle Artikel mit dem Schlagwort: Niedersachsen

Zwischen Leben und Tod

Als wären die Zahlen nicht deprimierend genug, … ach was soll es: Lass uns zynisch werden! (Disclaimer: Wer das nicht mag, kann Großbuchstabenkapitel überspringen.) Unser Gesundheitsamt, derzeit etwas kopflos, wie der Presse zu entnehmen war, ist ein Hort ewiger Fragezeichen. Bisher habe ich habe mich das eine oder andere Mal gefragt, wer, wann, wohin meldet und ob das wirklich mit dem nötigen Ernst geschieht. Da ist zum Beispiel die simple Frage, wieviele Menschen unsere Behörden denn nun wirklich als Todesopfer der Seuche erfasst haben. Ich meine, Tod an und für sich ist immerhin ziemlich eindeutig. Man könnte jetzt über Ursachen streiten aber sobald das geklärt ist, gilt im Zweifelsfalle das Datum auf dem Totenschein auch für Meldebehörden. Lokale Medien, die ihr Ohr am Puls der Zeit haben und vor Ort das Gras wachsen hören, vertrauen dem Landkreis und tun gut daran. Nur dort hat man doch buchstäblich eine Leiche im Keller vergessen. Anders kann ich es mir nicht zu erklären, dass in Lüchow-Dannenberg noch immer von sieben Verstorbenen ausgegangen wird. Das Land Niedersachsen war schon …

Alles wie im Herbst

Mit etwas Glück – und weil es ja so schön weihnachtet, hoffen wir mal alle auf das Beste – stehen wir zur Zeit so gut da, wie im Mai. Damals dachten wir fast, es wäre so gut wie überstanden. Mit Pech stehen wir dort, wo wir zuletzt im September waren. Da hatten wir nach einem erschreckenden Peak der Sommerferien die 8.3er Inzidenz erreicht, um dann im Oktober ungeahnte Höhen zu erklimmen. Heute sind wir laut NLGA der einzig grüne Landkreis im Land. Das ist wahrscheinlich auch der Grund, warum das Land Niedersachsen uns Lüchow-Dannenberger so weit wie sonst niemanden von den versprochenen Impfstoffen fern hält. Ein Glück, dass wir in Lüchow-Dannenberg nur wenige Mitglieder von Risikogruppen haben und die Versorgungseinrichtungen des Gesundheitswesens nur einen winzigen Bruchteil der werktätigen Bevölkerung ausmachen dürfte. Denn genau auf diese Gruppen sollen sich die Impfzentren in Niedersachsen fokussieren. „Uns muss auch klar sein, dass wir insbesondere zu Beginn der Impfphase von einer sehr begrenzten Zahl von Impfdosen ausgehen, sodass der Fokus zunächst auf den Risikogruppen und den Beschäftigten im Gesundheitswesen …

Herbst auf Balkonien

Grundsätzlich ist Urlaub in Deutschland gerade ganz groß im Kommen. Die Länder, Städte und Gemeinden in Urlaubsregionen können aber trotzdem nicht frohlocken. Dafür gibt es einfach zu viele rote Flecken auf der 7-Tage-Inzidenzien-Karte der Republik. (Ich verweise hier gerne auf das Material von @risklayer, die sehr zuverlässig ihre Daten aufbereiten und kostenlos verbreiten) Pünktlich zum Herbst trifft die niedersächsischen Touristiker die zweite Welle der Covid 19-Infektionen. Seit dem Wochenende schottet sich Niedersachsen gegenüber den Hochrisikogebieten ab. Bewohner aus Städten und Gemeinden, mit mehr als 50 Neuinfizierten je 100.000 Einwohner dürfen in Niedersachsen nicht mehr aus touristischen Gründen übernachten. In Niedersachsen gilt vom 10. Oktober 2020 an ein Beherbergungsverbot für Urlauberinnen und Urlauber aus innerdeutschen Hotspots. Laut Niedersächsischer Corona-Beherbergungs-Verordnung  sind Übernachtungen zu touristischen Zwecken in Hotels, Pensionen, Jugendherbergen und ähnlichen Beherbergungsbetrieben, aber auch in Ferienwohnungen, Ferienhäusern und auf Campingplätzen in Niedersachsen all denjenigen verboten, die aus Gebieten mit besonders hohen Infektionszahlen kommen. Hinweise für Reisende, Land Niedersachsen. Der geneigte Gastwirt und Hotelier kann sich – zwecks Vermeidung eines Zwangsgeldes – HIER über die jeweils aktuelle Auflistung informieren. Merke: Es geht …

Wenn schon denn schon, Frau Roth: BRD abschaffen

Die Oberbürgermeisterin von Frankfurt am Main, Petra Roth CDU, fordert eine Reform des Staatsaufbaus: „Die Struktur des Föderalismus in Deutschland mit 16 teuren Landesverwaltungen und acht Landesbanken ist veraltet und ineffizient“, sagte sie dem SPIEGEL. Die Bundesländer in der heutigen Form gehören ihrer Meinung nach abgeschafft. viaOberbürgermeisterin Roth: „Wir brauchen keine Bundesländer in dieser Form“ – SPIEGEL ONLINE – Nachrichten – Politik. Schöne Vorstellung – lasst uns einfach eine Ebene kappen, spart Geld, Verwaltung und sorgt für Bürgernähe. Die Grenzen zum Zentralismus sind fließend. Dass ausgerechnet die Bundesländer dran glauben sollen, halte ich als liberal denkender Demokrat für falsch. Als guter Europäer wäre es mir lieber, die Bundesrepublik würde die Selbstauflösung beschließen und die 16 Bundesländer als autonome, wenngleich vernetzte Staaten in die EU entlassen. Das wäre radikal aber wahrscheinlich sinnvoller. Mein Heimatland könnte sich eine ständige Vertetung in Berlin komplett sparen, die in Brüssel hat es eh schon. Wenn schon sparen, dann „da oben“. Die „hier unten“ grassierende Fusionitis geht mir als Wendländer ohnehin zu weit. Die Wege werden weiter, Bürgernähe sieht anders aus. …

… sturmfest und erdverwachsen!

Dem Niedersachsen im Allgemeinen und dem Dannenberger im Besonderen sagt man ja eine gewisse Sturheit nach. Ob zu Recht oder nicht, sei jetzt einmal dahingestellt. Tatsache ist, dass der Niedersachse sowohl sturmfest als auch erdverwachsen ist. Wie sehr diese Zeile aus dem Niedersachsenlied gültig ist, sieht man heute. Die Dannenberger halten heute ihr traditionelles Stadtfest ab: den Kartoffelsonntag. 11.2 Grad, Wind mit der Stärke 3-4 aus Nordwest, Regenschauer.