Alle Artikel mit dem Schlagwort: Statistik

Familienatlas: Traue keiner Statistik

Es war angeblich der britische Premier Winston Churchill, der keiner Statistik trauen wollte, die er nicht selbst gefälscht hatte. Mit Statistiken ist das wirklich so eine Sache. Sie können Lichtungen schlagen, wo der Wald vor lauter Bäumen nicht zu sehen ist. Allerdings wird dabei auch mit einem groben Keil gearbeitet. Das Ergebnis ist – um im Bild zu bleiben – eher ein grober Klotz als eine filigrane Skulptur welche die Wirklichkeit abbildet. Sieht man sich den Familienatlas an der heute von Prognos veröffentlicht und von DIHK und Familienministerium vorgestellt wurde, kann man “seine” Gemeinde endlich “objektiv” mit den Nachbarn vergleichen und Druck auf die Politik machen. Der Familienatlas ist daher in meinen Augen eine Motivationshilfe. Denn: Aufgeteilt in vier Handlungsfelder werden die einzelnen Kommunen bezüglich Wohnumfeld, Ausbildungsumfeld, “Vereinbarkeit von Familie und Beruf” und Freizeitangebot für Familien bewertet. Für Lüchow-Dannenberg gibt es Licht und Schatten. Am Ende bleibt ein diffuses Streulicht. Denn: Unser Landkreis ist eine sogenannte “stabile Region”. Nun ja. Hört sich ja nicht schlecht an oder? Genau! Und genau da kommt diese Sache mit …

Das zählt nicht

Bis eben habe ich das Wespennest mit Hilfe von Blogcounter überwacht. Eigentlich war ich mit dem kostenlosen Counter auch recht zufrieden, gab es doch eine recht schnelle Ãœbersicht über das, was meine Leser interessiert (btw: Zoom H4 ist im Wespennest immer noch der Hit) Nun ist Blogcounter seit zwei Tagen vom Netz. Warum, wieso, weshalb – keine Ahnung. Technorati fand auch nix schlaues zu den Gründen. Also versuche ich jetzt mal Google Analytics. Mal sehen was mir der große Bruder so alles berichtet 😉

Regionales: Glotze schlägt Web 51 zu 13

Woher bezieht man Infos über seine Region, zum Beispiel in Brandenburg? TNS Infratest befragte im Jahr 2005 im gesamten Land Brandenburg Bewohner nach Nutzung und Akzeptanz von lokalem/regionalem Fernsehen. Die Ergebnisse sind eindeutig: Lokales/regionales Fernsehen ist ein sehr gut akzeptiertes Medium. Die Hälfte aller Befragten gab an, das Medium regelmäßig zu sehen. Das Fernsehen ist nach der lokalen Tageszeitung das zweithäufigst genutzte Medium. Ruppiner Medien GmbH Die beigefügte Grafik macht den enormen Abstand der Leitmedien zum Web deutlich. Es stellt sich mir die Frage, ob Online seit 1995 aufgeholt hat oder nicht? Bleibt natürlich darauf hinzuweisen, dass Flächenländer wie Brandenburg nicht mit Ballungszentren verglichen werden können. Die Tatsache, dass die Prignitz überhaupt einen lokalen (privaten) Fernsehsender vorweisen kann, ist erstaunlich und für die Prignitzer absolut erfreulich.

Podcast: Die Gier nach Zahlen

Der Podcaster im Allgemeinen ist ein Idealist, ein Spielkind. Neues wird ausprobiert und Altbewährtes wiederentdeckt. Zum Beispiel die Tatsache, dass die Aufmerksamkeitsschwelle des Hörers nicht gottgegeben nach 1 min, 30 sek endet. Podcasten ist für jeden Autor erst einmal ein Experiment und dafür ist jedes Thema recht. Es wird über den Kimono reflektiert, das nächtliche Einkaufen in den USA beschrieben oder Grasswurzeljournalismus betrieben.