Alle Artikel mit dem Schlagwort: Statistik

Planungssicherheit

Na, wer plant gerade die Weihnachtsfeier unter Corona-Gesichtspunkten? Die Familie lädt ein oder man wird eingeladen. Alle treffen sich drinnen und speisen, lachen und erzählen. Aber ist das eigentlich sicher? Für einige europäische Länder gibt es eine Entscheidungshilfe. Die Frage „wie hoch ist das Risiko, dass jemand in meiner Runde infiziert ist“ wird in Form einer Wahrscheinlichkeit bewertet. https://covid19risk.biosci.gatech.edu/ Für Deutschland ist das noch nicht möglich, aber Österreich, Frankreich, Italien und die Schweiz sind bereits aufgeführt. Have fun!

Wenn Statistik lügen würde

Ich mag Prof. Drosten. Ich mag seine Art, Probleme anzusprechen und sich dabei zu positionieren. Ich mag seinen Umgang mit den Medien und ich halte ihn nicht für einen Heiligen. Nachdem das gesagt ist, möchte ich ein Video mit Euch teilen, das mir gestern Nacht via Twitter über die Timeline huschte. „I don’t want your hope. I want you to panic. I want you to feel the fear I do. Every day. And want you to act. I want you to behave like our house is on fire. Because it is.“ Greta Thunberg Wenn auch Ihr Euch die Frage stellt, warum Politik gerade so in Panik zu verfallen scheint: Dort hat man offensichtlich sich schon vor einiger Zeit mit Drosten unterhalten und nimmt seine Warnung ernst. Das Video startet bei Minute 27:53 und steigt ohne viel Einführung ein.

Systemrelevant

Keine Kennzahl hat soviel Sprengkraft, wie die 7-Tage-Inzidenz/100.000. Das liegt zum Einen an der Komplexität der Berechnung und zum Anderen an den Auswirkungen dieser Zahl. Unterschätzt wird in diesem Zusammenhang der ZEITPUNKT der Meldung von Neuerkrankungen: Ob eine solche noch/schon innerhalb des 7 Tage-Intervalls liegt, entscheidet über Rot, Gelb oder Grün.

Covid – 19 Matheübung

Wie berechne ich aus der Zahl der akut erkrankten Lüchow-Dannenberger/innen diesen berühmten 7-Tage-Inzidenzwert/100.000 Einwohnerschaft? Die Süddeutsche hat es mal vorgemacht. Dazu muss ich aus meiner Tabelle erst einmal die Neuinfektionen des Tages errechnen. Neuinfektion(Tag) = „Zahl der Infizierten(Tag)“ – „Zahl der Infizierten(Vortag)“ + „Zahl der Genesenen(Tag)“ – „Zahl der Genesenen(Vortag)“ Die Neuinfektionen fallen in eine neue Spalte. Dann greift die Erklärung der Süddeutschen. KorrekturGesuchter Inzidenzwert = Summe(Neuinfektionen(Tage-7:Aktueller Tag))/Einwohnerschaft des Landkreises * 100.000 Update (21.10.2020) (Nachdem ich die Zahlen des Landesgesundheitsamtes nachvollzogen habe) Gesuchter Inzidenzwert = Summe(Neuinfektionen(Tage-8:Gestern))/Einwohnerschaft des Landkreises * 100.000 (Außerdem habe ich die korrekte Zahl des Landkreises angewandt: 48.455 Einwohner.

Familienatlas: Traue keiner Statistik

Es war angeblich der britische Premier Winston Churchill, der keiner Statistik trauen wollte, die er nicht selbst gefälscht hatte. Mit Statistiken ist das wirklich so eine Sache. Sie können Lichtungen schlagen, wo der Wald vor lauter Bäumen nicht zu sehen ist. Allerdings wird dabei auch mit einem groben Keil gearbeitet. Das Ergebnis ist – um im Bild zu bleiben – eher ein grober Klotz als eine filigrane Skulptur welche die Wirklichkeit abbildet. Sieht man sich den Familienatlas an der heute von Prognos veröffentlicht und von DIHK und Familienministerium vorgestellt wurde, kann man „seine“ Gemeinde endlich „objektiv“ mit den Nachbarn vergleichen und Druck auf die Politik machen. Der Familienatlas ist daher in meinen Augen eine Motivationshilfe. Denn: Aufgeteilt in vier Handlungsfelder werden die einzelnen Kommunen bezüglich Wohnumfeld, Ausbildungsumfeld, „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ und Freizeitangebot für Familien bewertet. Für Lüchow-Dannenberg gibt es Licht und Schatten. Am Ende bleibt ein diffuses Streulicht. Denn: Unser Landkreis ist eine sogenannte „stabile Region“. Nun ja. Hört sich ja nicht schlecht an oder? Genau! Und genau da kommt diese Sache mit …

Das zählt nicht

Bis eben habe ich das Wespennest mit Hilfe von Blogcounter überwacht. Eigentlich war ich mit dem kostenlosen Counter auch recht zufrieden, gab es doch eine recht schnelle Ãœbersicht über das, was meine Leser interessiert (btw: Zoom H4 ist im Wespennest immer noch der Hit) Nun ist Blogcounter seit zwei Tagen vom Netz. Warum, wieso, weshalb – keine Ahnung. Technorati fand auch nix schlaues zu den Gründen. Also versuche ich jetzt mal Google Analytics. Mal sehen was mir der große Bruder so alles berichtet 😉

Regionales: Glotze schlägt Web 51 zu 13

Woher bezieht man Infos über seine Region, zum Beispiel in Brandenburg? TNS Infratest befragte im Jahr 2005 im gesamten Land Brandenburg Bewohner nach Nutzung und Akzeptanz von lokalem/regionalem Fernsehen. Die Ergebnisse sind eindeutig: Lokales/regionales Fernsehen ist ein sehr gut akzeptiertes Medium. Die Hälfte aller Befragten gab an, das Medium regelmäßig zu sehen. Das Fernsehen ist nach der lokalen Tageszeitung das zweithäufigst genutzte Medium. Ruppiner Medien GmbH Die beigefügte Grafik macht den enormen Abstand der Leitmedien zum Web deutlich. Es stellt sich mir die Frage, ob Online seit 1995 aufgeholt hat oder nicht? Bleibt natürlich darauf hinzuweisen, dass Flächenländer wie Brandenburg nicht mit Ballungszentren verglichen werden können. Die Tatsache, dass die Prignitz überhaupt einen lokalen (privaten) Fernsehsender vorweisen kann, ist erstaunlich und für die Prignitzer absolut erfreulich.

Podcast: Die Gier nach Zahlen

Der Podcaster im Allgemeinen ist ein Idealist, ein Spielkind. Neues wird ausprobiert und Altbewährtes wiederentdeckt. Zum Beispiel die Tatsache, dass die Aufmerksamkeitsschwelle des Hörers nicht gottgegeben nach 1 min, 30 sek endet. Podcasten ist für jeden Autor erst einmal ein Experiment und dafür ist jedes Thema recht. Es wird über den Kimono reflektiert, das nächtliche Einkaufen in den USA beschrieben oder Grasswurzeljournalismus betrieben.